Flexible Arbeitszeitmodelle: Diese 3 Vorteile sollten Ihnen bewusst sein

04. August 2016
Personal
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Wir leben in Zeiten, in denen immer mehr Mitarbeiter gerne für sich flexible Arbeitszeitmodelle nutzen würden. Die klassische 40-Stunden-Woche hingegen gibt es immer weniger. Richtig eingesetzt, bieten innovative Arbeitszeiten jedem Unternehmen klare wirtschaftliche Vorteile. Deshalb lohnt es sich auch, über eine Einführung nachzudenken.

Vorteile flexibler Arbeitszeitmodelle für Ihr Unternehmen

Die Einführung flexibler Arbeitszeiten ist keine Einbahnstraße, die einzig den Arbeitnehmern zugutekommt. Auch für das Unternehmen bringt sie diverse Vorteile mit sich.

  • Die Arbeitszeiten können sich stärker an der Nachfrage am Markt ausrichten. Wenn viel los ist, wird mehr gearbeitet – wenn wenig los ist, werden weniger Stunden auf der Arbeit verbracht. Das erhöht die Produktivität pro Arbeitsstunde.
  • Ein gutes Arbeitszeitmodell macht ein Unternehmen für neue Fachkräfte attraktiv. Damit erhöhen flexible Arbeitszeitmodelle die Arbeitgeberattraktivität und stärken das Employer Branding. Dies verbessert den Ruf Ihres Unternehmens als modernen Arbeitgeber.
  • Die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigen. Das wiederum senkt Fehlzeiten und Fluktuation. Und mit denen sind in der Regel hohe Kosten verbunden.

Arbeitszeiten an Nachfrage ausrichten

In jeder Branche gibt es Fluktuationen bedingt durch die Auftragslage. Das kann an Jahreszeiten oder Produktzyklen liegen oder auch am Wirtschaftsklima. Fakt ist: An vielen Arbeitsplätzen ist bei einer strikten Anwesenheitskultur zwar jemand körperlich da, aber das Unternehmen profitiert nicht, wenn diese Person nicht ausgelastet ist.

Viel besser ist es, wenn Arbeitszeiten flexibel an das aktuelle Nachfrageaufkommen angepasst werden können. Das erhöht nämlich automatisch die Produktivität. Außerdem ist es mit bestimmten Modellen wie der Nacht- und Schichtarbeit möglich, Produktion und Betriebszeiten auf 24 Stunden auszudehnen, was die Kundenfreundlichkeit steigert. Und ein weiterer Nebeneffekt: Die Anzahl geleisteter Überstunden sinkt ebenfalls.

Employer Branding stärken

Flexible Arbeitszeiten sind bei Arbeitnehmern beliebt. Sie vereinfachen es, private Termine wahrzunehmen oder Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen. Auch gibt es immer wieder Tage, an denen man „nicht so gut drauf“ ist – oder eben Tage, an denen man besonders produktiv ist. Entsprechend kann man sich seine Arbeitszeit selbst einrichten, was auch ein Vorteil für das Unternehmen ist.

Gerade auch bei Modellen wie der Vertrauensarbeitszeit, bei denen dem Arbeitnehmer Offenheit und Vertrauen entgegengebracht werden, gibt es positive psychologische Effekte. Das alles wirkt sich auf die Arbeitgebermarke aus.

Ein fortschrittliches Arbeitszeitmodell können Sie selbst gut bewerben, aber auch Mitarbeiter werden darüber auf Bewertungsportalen schreiben oder Freunden und Bekannten stolz von „ihren“ Arbeitszeiten berichten.

Fehlzeiten und Fluktuation senken

Dass das Wahrnehmen privater Termine durch die Mitarbeiter einfacher wird, haben wir oben schon angesprochen. Aber auch aus anderen Gründen können flexible Arbeitszeitmodelle sowohl Fehlzeiten als auch Mitarbeiterfluktuation senken.

Vor allem ist das eine Gesundheitsfrage: Mittlerweile wissen wir, dass zu lange Arbeitszeiten sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Vor allem stressbedingte Beschwerden wie Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder gar Burnout und Herzinfarkt können das Ergebnis sein. Und das muss nicht nur an zu viel Arbeit liegen. Neben dem Burnout kann es auch zum Bore-out kommen. Ein langfristig zu hoher Stresslevel bringt Mitarbeiter auch gerne zur inneren oder tatsächlichen Kündigung. All das kann mit flexiblen Arbeitszeiten moderiert werden.

Daneben gibt es Modelle, die Mitarbeitern helfen, ihr Leben mit dem Job in Einklang zu bringen, zum Beispiel die Altersteilzeit oder Modelle, die sich an schwangere Frauen richten. Mit diesen können Menschen, deren Lebensumstände sich ändern, im Betrieb gehalten werden, so dass dieser weiter von ihrem Wissen profitiert.

Wichtig ist, dass Sie das „eigene“ Modell möglichst gut auf Ihr Unternehmen zuschneiden, dann werden Sie und Ihr Unternehmen sicher von den Vorteilen profitieren.

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