Johari-Fenster im Projektmanagement: Der Schlüssel zur Teambildung

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25. Februar 2026
Isabella Beyer
Projektmanagement
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Das Johari-Fenster ist ein zentrales Tool im Projektmanagement, das in keinem guten Projekthandbuch fehlen darf. Sie sind Projektleiter und haben noch nichts vom Johari-Fenster gehört? Dann haben Sie Nachholbedarf!

Schließlich kennen Sie als Projektverantwortlicher sicher folgende Situation: Ein neues Projekt soll gemeistert werden und Sie arbeiten nun mit Kollegen aus verschiedenen Abteilungen zusammen, die Sie gar nicht kennen. Womöglich kommen auch noch externe Dienstleister hinzu. Wie bilden Sie nun ein gut funktionierendes Projektteam, das den Grundstein für einen erfolgreichen Projektabschluss legt? Denn während KI im Projektmanagement Prozesse automatisiert, bleibt die zwischenmenschliche Dynamik ein zentraler Erfolgshebel.

Hier schafft das Johari-Fenster Abhilfe. Wie das funktioniert und wie Sie hiermit Ihr Projekt zum Erfolg führen, lesen Sie in diesem Artikel.

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Was ist das Johari-Fenster? Definition und Beispiele anhand eines Projektteams

Das Johari-Fenster ist ein Modell zur Analyse der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die amerikanischen Sozialpsychologen Joseph (Jo) Luft und Harry (hari) Ingham haben das Modell 1955 entwickelt.

Mit dem Johari-Fenster soll das Selbst- und Fremdbild einer Person oder Gruppe visualisiert werden. Es besteht aus vier Feldern und zeigt in diesen auf, wie Sie beispielsweise als Projektleiter ein Mitglied Ihres Projektteams in der Außenperspektive wahrnehmen, aber auch wie sich das Mitglied selbst in der Innenperspektive wahrnimmt.

Die vier Felder des Johari-Fensters

Joseph Luft und Harry Ingham haben das Johari-Fenster in vier Felder eingeteilt:

Johari-Fenster Feld A: Der Bereich des freien Handelns

Dieses Feld beschreibt alle Merkmale, die Ihnen und Ihrem Mitarbeiter bekannt sind, ohne dass Sie direkt miteinander gesprochen haben. Selbst- und Fremdbild einer Person decken sich. Sie wissen, was Sie von Ihrem Mitarbeiter verlangen können – Sie können frei handeln.

Beispiel: Etwaiges Alter, Geschlecht, Haarfarbe
 

Johari-Fenster Feld B: Der Bereich des blinden Flecks

Im Feld B des Johari-Fensters werden Merkmale erfasst, die beschreiben, wie eine Person im Außen wahrgenommen wird. Dies ist aus Sicht der beobachteten Person der blinde Fleck des Johari-Fensters. Es ist nicht selten, dass sich dieses Bild vom eigenen Selbstbild unterscheidet.  

Beispiel: Sie als Projektleiter nehmen Mitarbeiter Alex als extrovertiert wahr, in hitzigen Projektphasen scheint er allerdings schnell gestresst zu sein und lässt seine schlechte Laune an anderen aus. Alex selbst denkt nicht, dass er seine schlechte Laune an anderen auslässt. Aus seiner Sicht ist die Wahrnehmung des Projektleiters ein blinder Fleck. Alex weiß nicht, wie Sie über ihn denken.
 

Johari-Fenster Feld C: Der Bereich des Verbergens

Für erfolgreiche Teamarbeit ist es entscheidend, genau zu wissen, welche Kompetenzen Ihre Mitarbeitenden einbringen – und wo Entwicklungsbedarf besteht. Jetzt ist es die Aufgabe Ihres Mitarbeiters, Ihnen zu sagen, was er kann und was er nicht kann. Der Mitarbeiter weiß von sich, zu was er fähig ist, Sie als Außenstehender wissen das noch nicht.

Beispiel: Alex weiß: „Ich bin ein Excel-Profi, das Arbeiten mit PowerPoint liegt mir dagegen eher weniger.“

Jetzt wissen Sie als Projektleiter im Außen, dass Sie Alex eher für Tätigkeiten einsetzen, in denen er sein Profi-Wissen einbringen kann.
 

Johari-Fenster Feld D: Der Bereich des Unbewussten

In diesem Feld des Johari-Fensters spiegeln sich Merkmale wider, die weder im Außen noch im Innen bekannt sind.

Beispiel: Sie als Projektleiter wissen nicht, wie Ihr Mitarbeiter Alex sich in einer bestimmten Stresssituation verhält. Auch Alex selbst weiß nicht, wie er in solch einer Situation handeln würde, weil er noch nie in einer gleichartigen Situation gesteckt hat.

So nutzen Sie das Johari-Fenster zur Teambildung im Projektmanagement

Zunächst sollten Sie sich über alle vier Felder des Johari-Fensters bewusst sein und sich einen Überblick über Ihr Projektteam verschaffen.

Als Projektleiter in der Teambildungsphase ist es Ihre Aufgabe herauszufinden, wie Ihre Mitarbeiter ticken. Ziel ist es, das Feld B des Johari-Fensters möglichst klein zu halten. Dies bedeutet, dass der Bereich des blinden Flecks minimiert wird, indem Sie so viel wie möglich über Ihr Team in Erfahrung bringen. Welche Stärken haben Alex und Co., welche Schwächen und wie können Sie sich diese Erkenntnisse zu Nutze machen und so die Aufgabenverteilung perfektionieren?

Diese Erkenntnisse erlangen Sie am besten durch offene Gespräche:

Nutzen Sie das Kick-off-Meeting im Projektteam dazu, Ihre Mitarbeiter kennenzulernen. In diesem Termin bietet sich eine Kennenlernrunde am besten an, nachdem Sie das Projekt strukturiert vorgestellt und die zentralen Inhalte präsentiert haben, denn gerade wenn Sie Projekte vorstellen, schaffen Sie Transparenz und Orientierung im Team.

Verschiedene Moderationstechniken für Projektmeetings sind hierbei besonders hilfreich. Vor allem die Selbstpräsentation gibt hier bereits einen guten Aufschluss über die verschiedenen Persönlichkeiten im neuen Team. Schaffen Sie für maximalen Erfolg eine angenehme und lockere Atmosphäre, damit Ihre Teammitglieder sich wohlfühlen und offen sprechen. 

Selbstverständlich sollen Ihre Mitarbeiter sich nicht gezwungen fühlen, Ihre komplette private Persönlichkeit offenzulegen. Vielmehr geht es darum, dass Mitarbeiter so viel preisgeben, dass das Team arbeitsfähig wird.

Zudem sollten Sie generell eine offene Gesprächs- und Feedbackkultur pflegen. Die Mitarbeiter sollten ihre Wahrnehmungen gegenüber anderen äußern können, sodass der blinde Fleck möglichst klein wird. Das erhöht die Effektivität im Team.

Je mehr Sie über Ihre Mitarbeiter wissen, desto größer wird im Gegenzug das Feld A des Johari-Fensters – der Bereich des freien Handelns.

Fazit: Mit dem Johari-Fenster zum Projekterfolg!

Ihre Aufgabe als Projektleiter ist es, durch eine gute Kommunikation, ein gutes Teamklima, eine gute Zusammenarbeit und eine gute Konfrontation der Leute miteinander dafür zu sorgen, dass über ganz kurze Zeit das Feld A möglichst groß wird. Denn generell gilt: Je größer der Bereich des freien Handelns ist, desto leistungsfähiger kann das Team sein.

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FAQ: 10 Häufige Fragen zum Johari-Fenster – mit kompakten Antworten

1. Was ist das Johari-Fenster?

Das Johari-Fenster ist ein psychologisches Modell zur Analyse von Selbstbild und Fremdbild. Es unterstützt Projektleiter dabei, Wahrnehmungen im Team transparent zu machen und Zusammenarbeit gezielt zu verbessern.

2. Was besagt das Johari-Fenster?

Das Johari-Fenster besagt, dass jede Person Anteile hat, die bekannt, verborgen, unbewusst oder anderen als blinder Fleck sichtbar sind. Ziel ist es, durch Feedback das gegenseitige Verständnis zu erhöhen.

3. Was ist das Johari-Fenster einfach erklärt?

Einfach erklärt zeigt das Johari-Fenster, was Sie über sich wissen, was andere über Sie wissen und was beiden Seiten unbekannt ist. Es schafft Transparenz und stärkt Kommunikation im Projektmanagement.

4. Ist das Johari-Fenster ein Kommunikationsmodell?

Ja, das Johari-Fenster gilt als Kommunikationsmodell, da es Feedbackprozesse strukturiert und den offenen Austausch im Team fördert. Es verbessert die Gesprächskultur und reduziert Missverständnisse nachhaltig.

5. Was ist der blinde Fleck im Johari-Fenster?

Der blinde Fleck im Johari-Fenster beschreibt Eigenschaften, die andere bei Ihnen wahrnehmen, die Ihnen selbst jedoch nicht bewusst sind. Regelmäßiges Feedback hilft, diesen Bereich zu verkleinern.

6. Wie arbeitet man mit dem Johari-Fenster?

Mit dem Johari-Fenster arbeiten Sie, indem Teammitglieder Selbst- und Fremdeinschätzungen austauschen. Durch moderierte Gespräche, etwa im Kick-off-Meeting, gewinnen Sie wertvolle Erkenntnisse für eine effektive Aufgabenverteilung.

7. Wie wende ich das Johari-Fenster im Projektmanagement an?

Das Johari-Fenster wenden Sie im Projektmanagement an, indem Sie Stärken, Schwächen und Wahrnehmungen im Team offenlegen. So vergrößern Sie den Bereich des freien Handelns und steigern die Teamleistung.

8. Wie erkläre ich das Johari-Fenster meinem Projektteam?

Das Johari-Fenster erklären Sie Ihrem Projektteam als Modell mit vier Feldern zu Selbst- und Fremdwahrnehmung. Verdeutlichen Sie, dass Feedback und Offenheit zentrale Erfolgsfaktoren für Projekterfolg sind.

9. Welche Beispiele gibt es für das Johari-Fenster?

Typische Beispiele für das Johari-Fenster sind sichtbare Merkmale wie Fachkompetenzen, verborgene Fähigkeiten wie Spezialwissen oder der blinde Fleck, etwa unbewusst wahrgenommene Verhaltensweisen in Stresssituationen.

10. Warum ist das Johari-Fenster für Projektleiter relevant?

Das Johari-Fenster ist für Projektleiter relevant, weil es Transparenz schafft, Vertrauen stärkt und die Zusammenarbeit verbessert. Je größer der Bereich des freien Handelns, desto leistungsfähiger wird Ihr Projektteam.

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In diesem exklusiven Interview nennt Projektmanagement-Experte Herbert A. Jopp die wichtigsten Tools für Ihren Projekterfolg und verrät wichtige Tipps, die Sie im Projektalltag unterstützen sollen. 

Autorin Isabella Beyer von Management Circle
Über die Autorin

Isabella Beyer

Isabella Beyer ist Teamleiterin Online Marketing bei Management Circle. Mit ihrer Leidenschaft für kreatives Schreiben und datengetriebene Marketingstrategien entwickelt und steuert sie erfolgreiche Online-Kampagnen, die Fach- und Führungskräften wertvolle Impulse für ihre Karriere geben. Sie verantwortet die Erstellung von hochwertigem Content in Text- und Videoform, optimiert die digitale Sichtbarkeit des Unternehmens und bringt innovative Ideen mit messbarem Erfolg auf die Bühne.

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