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Resilienztraining entscheidet heute darüber, ob Sie als Führungskraft unter hohem Druck klar entscheiden, souverän handeln und langfristig leistungsfähig bleiben – oder ob Sie an den Anforderungen scheitern. In einer Arbeitswelt, die sich permanent verändert und noch mehr Verantwortung verlangt, entscheidet Ihre Resilienz, das heißt Ihre Widerstandsfähigkeit maßgeblich über Ihren beruflichen Erfolg. Doch was bedeutet Resilienz genau – und wie können Sie Ihre Resilienz trainieren?
Wir zeigen Ihnen, was hinter Resilienztraining steckt, wie es funktioniert, warum es für Sie als Führungskraft unverzichtbar ist und mit welchen Methoden Sie Ihre Resilienz nachhaltig stärken – inklusive praktischer Tipps von Business-Trainerin Petra Passoth.
Übrigens: Nutzen Sie unsere Weiterbildungen speziell für Führungskräfte, um Ihre Führungskompetenzen und gezielt die eigene Resilienz zu stärken.
Ein Resilienztraining umfasst gezielte, resilienzfördernde Maßnahmen, mit denen Sie Ihre psychische Widerstandsfähigkeit, also Ihre Fähigkeit, mit Stress, Krisen und Veränderungen umzugehen, systematisch aufbauen und stärken. Resiliente Menschen sind nach solch einem Training in der Lage, auch unter Druck handlungsfähig zu sein, klare Entscheidungen zu treffen und ihre Gelassenheit zu bewahren.
Aber Vorsicht: Wer jetzt denkt, gut, Resilienz beschreibt eben einfach meine Belastbarkeit im Alltag, der irrt! Denn Belastbarkeit bedeutet vor allem, Stress auszuhalten und „durchzuhalten“. Resilienz hingegen geht deutlich weiter: Sie beschreibt Ihre Fähigkeit, mit Stress bewusst umzugehen, sich davon zu erholen und sogar gestärkt aus herausfordernden Situationen hervorzugehen. Für Sie als Führungskraft ist dieser Unterschied entscheidend, denn langfristige Leistungsfähigkeit entsteht nicht durch permanentes Aushalten, sondern durch kluges Stressmanagement und gezielte Regeneration. Und genau hier setzen Resilienztrainings an.
Passendere Synonyme für Resilienz sind demnach psychische Widerstandsfähigkeit, mentale Stärke oder innere Stabilität.
Typische Ziele eines Resilienztrainings sind:
Stressbewältigung verbessern
Emotionale Stabilität erhöhen
Belastbarkeit und Gelassenheit fördern
Lösungsorientiertes Denken stärken
Burnout-Risiken reduzieren
Damit ist Resilienztraining weit mehr als ein kurzfristiger Ansatz zur Entspannung. Wenn Sie Ihre Resilienz steigern, entwickeln Sie eine zentrale Zukunftskompetenz.
Als Führungskraft stehen Sie täglich vor komplexen Herausforderungen. Entscheidungen unter Unsicherheit, steigender Leistungsdruck und die Verantwortung für Teams erfordern ein hohes Maß an mentaler Stärke.
Ein Resilienztraining speziell für Führungskräfte hilft Ihnen dabei:
Auch in stressigen Situationen klar zu denken,
Ihre Mitarbeitenden souverän zu führen,
Veränderungen aktiv zu gestalten und
Langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Kommunikations- und Business-Trainerin Petra Passoth betonte vor einiger Zeit in einem Interview mit Management Circle:
Führungskräfte erleben heute unter unsicheren und volatilen Verhältnissen viele Situationen, die Stress auslösen.
Wenn die Situationen, die Stress auslösen also zunehmen, gewinnt auch das Resilienztraining für Unternehmen an Bedeutung. Resilienz stellt demnach längst keine optionale Fähigkeit mehr dar, sondern gehört wir erwähnt zu den zentralen Führungskompetenzen der Zukunft.
Die Resilienzforschung zeigt, dass Widerstandsfähigkeit keine angeborene Eigenschaft ist, sondern gezielt entwickelt werden kann. Sie können Resilienz also lernen! So beschreibt das Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz (LIR) Resilienz als:
(…) das Ergebnis („Outcome“) einer guten psychischen Gesundheit trotz Belastungen, also als die Aufrechterhaltung oder rasche Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während und nach schwierigen Lebensphasen.
Das Institut sagt auch, dass bestimmte Faktoren die Resilienz bedeutend beeinflussen können, zum Beispiel:
Optimismus
Akzeptanz
Lösungsorientierung
Selbstvertrauen oder auch Verlassen der Opferrolle
Verantwortungsübernahme
Netzwerkorientierung
Zukunftsplanung
Diese sogenannten Resilienzfaktoren bilden die Grundlage vieler Programme von Resilienztrainings und werden auch die sieben Säulen der Resilienz genannt.
Ein gezieltes Resilienztraining für Führungskräfte bringt Ihnen persönlich wie beruflich wichtige Vorteile, die Sie nicht unterschätzen sollten, um auch zukünftig erfolgreich zu bleiben:
Ihre individuellen Vorteile:
Mehr Gelassenheit im Umgang mit Stress
Höhere emotionale Resilienz
Bessere Entscheidungsfähigkeit
Stärkere Selbstführung
Die Vorteile für Unternehmen:
Reduzierte Krankheitsausfälle
Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
Stabilere Führung in Krisenzeiten
Verbesserte Teamleistung
Resiliente Führungskräfte wirken als Vorbilder für Ihr Team und fördern auch eine resiliente Unternehmenskultur.
Resilient sein lässt sich durch verschiedene Methoden und Übungen trainieren, wirklich entscheidend ist dabei die regelmäßige Anwendung im Alltag.
Typische Methoden im Resilienztraining für Führungskräfte sind zum Beispiel:
Achtsamkeitstraining: Dieses schärft gezielt Ihre Wahrnehmung für eigene Gedanken und Emotionen, sodass Sie in stressigen Situationen bewusster reagieren, statt impulsiv zu handeln.
Kognitive Umstrukturierung: Auf diese Weise erkennen und durchbrechen Sie gezielt negative Denkmuster und entwickeln eine konstruktivere, lösungsorientierte Haltung.
Stressmanagement-Techniken: Diese helfen Ihnen, akute Belastungssituationen besser zu bewältigen, Stressreaktionen zu regulieren und auch in herausfordernden Momenten handlungsfähig zu bleiben.
Reflexionsübungen: Mit diesen analysieren Sie Ihr eigenes Verhalten, gewinnen mehr Klarheit über Ihre Denkmuster und stärken gezielt Ihr Selbstbewusstsein als Führungskraft.
Netzwerkarbeit: Indem Sie Ihr berufliches und persönliches Umfeld aktiv einbinden, bauen Sie gezielt Unterstützungssysteme auf, die Ihnen in schwierigen Situationen Stabilität und Orientierung geben.
Zu den einfachen Resilienz-Übungen gehört zum Beispiel das bewusste Hinterfragen von Stresssituationen: Was kann ich beeinflussen – und was nicht? Die "Then why worry"-Vorgehensweise hilft dabei sehr gut und wird von unserer Expertin Petra Passoth im Interview weiter unten in diesem Beitrag detailliert beschrieben.
Resilienz zu trainieren, bedeutet nicht, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, vielmehr geht es darum, bestehende Denk- und Verhaltensmuster bewusst zu verändern. Integrieren Sie resilienzfördernde Maßnahmen wie die folgenden fünf sofort in Ihren Führungsalltag, um Ihre Resilienz Schritt für Schritt zu stärken:
Schon kleine Veränderungen können eine große Wirkung entfalten.
Petra Passoth, Inhaberin von freischwimmen in Berlin, arbeitet als systemischer Business Coach und erfahrene Trainerin ganz gezielt mit Führungskräften daran, die eigene Resilienz zu stärken. Wir haben sie im April 2022 um praktische Tipps für Ihren Führungsalltag gebeten.
AchtungSpoiler: Die „Then why worry“-Methode sollte jede Führungskraft in ihren Alltag integrieren, um entspannter agieren zu können.

Inhaberin | freischwimmen Systemisches Business Coaching, Training & Consulting
Profitieren Sie von dem Wissen der erfahrenen Kommunikations- und Business-Trainerin
Zum ProfilHallo Frau Eckermann! Schön, dass wir uns heute treffen, um über das Thema Resilienz bei Führungskräften zu sprechen. Vorab: Wenn wir über Resilienz sprechen, sprechen wir über die individuelle psychische Widerstandskraft. Gerade Führungskräfte erleben heute unter unsicheren und volatilen Verhältnissen viele Situationen, die Stress auslösen. Deshalb sehe ich eine große Bedeutung darin, dass Führungskräfte schneller aus stressigen, anspannenden Situationen wieder in entspannte Haltungen gelangen. So haben sie schneller wieder einen klaren Kopf, um Entscheidungen treffen zu können oder auch, um nicht aus dem Affekt ihre Mitarbeitenden zu führen. Auch sind Führungskräfte durch die Daueranspannung einer Gefahr vom anhaltenden Stress ausgesetzt, was zu einem chronischen Stress und somit zu einem Burnout führen kann. Resilienz bei Führungskräften bedeutet also: Den Kopf frei bekommen ist nicht nur auf der Verhaltensebene, sondern auch auf der körperlichen Ebene relevant.
Resilienz im Führungsalltag zu implementieren ist nicht schwer, da es nicht zwingend zusätzliche Zeit benötigt. Resilienz fängt häufig mit einem Umdenken an, einer Veränderung des Mindsets. Hierzu gehören zum Beispiel Glaubenssätze, die mich als Führungskraft einengen, blockieren – oder auch antreiben. Oder ein ganz simples Beispiel: Jemand in unserem Umfeld hat eine Entscheidung getroffen, die wir nicht wirklich verstehen, von deren Auswirkungen wir allerdings betroffen sind. Nun gibt es Führungskräfte, die mit den Gegebenheiten arbeiten und es gibt solche, die versuchen, diese Entscheidung anzugehen, sich darüber aufregen und damit sehr schwer arbeiten können. Doch wenn aus der Vogelperspektive darauf geschaut wird, kann die Person an der Entscheidung eigentlich gar nichts mehr ändern– egal ob Aufregung und schlechte Laune oder nicht. Und da kann der zweite Typus von Führungskräften schon von der Resilienz profitieren, das Stichwort heißt Akzeptanz. Und das meint nicht, dass wir als Führungskraft alles hinnehmen sollen, doch bei einigen Dingen lohnt es einfach nicht, Energie zu verschwenden.
Eine gute Widerstandsfähigkeit bringt aus meiner Sicht mehrere Dinge mit. Zum einen schafft eine widerstandfähige Führungskraft es, den Stress etwas weiter zu sondieren und nicht alles an sich heranzulassen. Auch kann eine gute Widerstandskraft helfen, schneller aus dem Problem in die Lösung zu kommen. Sprich: das problemhafte Denken abzulegen. Eine resiliente Führungskraft kann auch mit dem eigenen Netzwerk arbeiten, weiß, wer wann hilft, wer wann vielleicht zu meiden ist, da mehr Energie gezogen als gegeben wird. Ich würde eine resiliente Person so beschreiben, dass sie die Stellhebel kennt, mit der sie Balance erzeugen kann, zum Beispiel ein gutes Gleichgewicht zwischen stressigen- und „Flow“-Phasen, Anspannung und Entspannung.
Gute Frage, denn die Antwort ist simpel und hat es doch in sich. Als erstes fängt es an mit dem Wissen über die Mechaniken, mit dem Verstehen und Umsetzen. Aber die größte Herausforderung ist das Dranbleiben – üben, üben, üben. Sich nicht entmutigen lassen, wenn die alten Verhaltensweisen wieder aufpoppen, gnädig mit sich umgehen, denn wir haben oft einen großen Teil unseres Lebens in alten Mustern gearbeitet. Das bedeutet auch, sich immer wieder bewusst machen: Was hat schon sehr gut oder gut funktioniert?
Aus dem Portfolio den einen Tipp herauszugreifen ist schwierig, da jede Führungskraft individuell arbeitet und geprägt ist. Doch eine kleine Übung, die ich mir selbst damals als junge Führungskraft gewünscht hätte, wäre folgende gewesen: Das „Then why worry“-Model.
Hier geht es darum, sich zu fragen: Hast du ein Problem?
Nein! „Then why worry?“
Oder Ja! Dann fragen Sie sich: Können Sie etwas verändern?
Nein! „Then why worry?“
Oder Ja! „Then why worry?“
Es hätte mir geholfen, mich seltener zu ärgern und auch zu unterscheiden, wann es Sinn macht, Kräfte zu investieren und wann der „Kampf“ sprichwörtlich gegen Windmühlen geht. Die Übung ist in Sekunden durchgespielt und bedarf keiner zusätzlichen Hilfsmaterialien. Sie kann also perfekt auch in einem Termin eingesetzt werden.
Grundvoraussetzung ist, den Spaß und die Offenheit zu haben, etwas ändern zu wollen. Und dann gibt es viele kleine Übungen und Gedanken, die in den unterschiedlichsten Situationen helfen umzudenken und etwas zu verändern. Denn die 7 Säulen der Resilienz sind grundsätzlich für die meisten Menschen gar nicht neu, wir benutzen zum Beispiel die Akzeptanz oder unser Netzwerk schon. Ein gutes Instrument, um den Spaß und die Offenheit zu fördern, kann auch das Glückstagebuch sein.
Hiermit schärfen wir den Blick auf das Positive, auf das, was uns Spaß macht und uns Gutes bringt. Denn Glück hat etwas mit der Säule Optimismus zu tun. Wussten Sie schon, dass für ein gutes Gefühl eine Vielzahl von positiven Erlebnissen benötigt werden, um ein einziges negatives Erlebnis emotional auszugleichen? Mit diesem Wissen hilft es besonders in turbulenten und anstrengenden Zeiten sich das Gute und das Positive bewusst zu machen. Denn damit haben die negativen Erlebnisse viel weniger Macht.
Vielen Dank für das spannende Interview, Frau Passoth!
Resilienztraining ist mehr als ein kurzfristiger Trend. Die eigene Resilienz zu trainieren ist eine zentrale Fähigkeit für nachhaltigen Führungserfolg. Indem Sie Ihre Resilienz im Alltag gezielt stärken, verbessern Sie nicht nur Ihre eigene Leistungsfähigkeit, sondern schaffen auch die Grundlage für stabile und erfolgreiche Teams. In Zeiten von zunehmender Unsicherheit und steigenden Anforderungen ist es entscheidend, mental flexibel und belastbar zu bleiben.
Tipp: Entwickeln Sie Ihre Führungskompetenzen gezielt weiter in unseren Weiterbildungen speziell für Führungskräfte.
1. Was ist Resilienz?
Resilienz beschreibt die psychische Widerstandsfähigkeit eines Menschen im Umgang mit Stress und Krisen.
2. Was sind die 7 Säulen der Resilienz?
Die 7 Säulen der Resilienz beschreiben in der Regel diese Kompetenzen, die Ihre psychische Widerstandsfähigkeit stärken: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Verantwortungsübernahme, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung.
3. Was ist Resilienztraining?
Resilienztraining umfasst verschiedene Methoden und Übungen zur gezielten Stärkung der eigenen Widerstandsfähigkeit.
4. Was macht man bei einem Resilienztraining?
Bei einem Resilienztraining lernen Sie Techniken zur Stressbewältigung, Selbstreflexion und mentalen Stabilisierung.
5. Was bringt Resilienztraining?
Ein Resilienztraining verbessert Ihre Belastbarkeit, reduziert Stress und stärkt Ihre Führungskompetenz.
6. Was ist speziell ein Resilienztraining für Führungskräfte?
Ein Resilienztraining für Führungskräfte ist ein speziell auf Führungssituationen ausgerichtetes Training zur Stärkung mentaler Stärke und Entscheidungsfähigkeit.
7. Was ist der Unteschied zwischen emotionaler und digitaler Resilienz?
Emotionale Resilienz beschreibt Ihre Fähigkeit, mit Stress und belastenden Situationen innerlich stabil umzugehen. Digitale Resilienz hingegen bedeutet, die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt wie Informationsflut oder ständige Erreichbarkeit souverän zu meistern.
Wir geben Ihnen praktische Entspannungsübungen mit auf den Weg, die Ihnen dabei helfen, auch im stressigen Arbeitsalltag gelassen zu bleiben.

Als Content- und SEO-Expertin mit über 14 Jahren Berufserfahrung gestaltet Martina Eckermann seit dem Startschuss 2017 den Management Circle Blog mit. Ihr Herz schlägt für Themen, die Führung neu denken und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag beleuchten. In ihren Artikeln kombiniert sie kreative Inhalte mit analytischem Tiefgang – von Whitepapern bis hin zu Trendanalysen. Sie verfasst regelmäßig Artikel, die auf fundierter Recherche und Experteninterviews basieren. Dabei ist sie stets auf der Suche nach frischen Impulsen und Entwicklungen, die Führungskräften echte Orientierung im Business-Alltag bieten.
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