Mit 8 Tipps vom Kollegen zum Vorgesetzten

06. June 2016
Führungskompetenz, Soft Skills
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Der Rollenwechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten – keine leichte Aufgabe! Experte Michael Lorenz gibt Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie diese Aufgabe souverän meistern können.

Vom Kollegen zum Vorgesetzten

Was für eine merkwürdige Situation, den eigenen Kollegen als neuer Vorgesetzter zu begegnen. Sie befinden sich dabei nicht nur in einer völlig neuen Rolle, sondern müssen auch noch einen Perspektivenwechsel vornehmen – vom gleichberechtigten Kollegen zum Vorgesetzten. Für viele neue Führungskräfte gibt es deswegen drei mögliche Herausforderungen: Freundschaft, Neid und Konflikte. Ehemalige Kollegen müssen sich selbst erst an den Rollentausch gewöhnen, Konkurrenten um Ihre jetzige Stelle müssen lernen, Sie zu akzeptieren und die Rahmenbedingungen für kollegiale Freundschaften müssen neu abgesteckt werden. Dabei kann, speziell in der Anfangsphase, jedes kleine Detail einer Handlung Ihrerseits über den Respekt und die Akzeptanz Ihrer Mitarbeitenden entscheiden.

8 Regeln, die Sie dabei unterstützen, den Rollenwechsel zu meistern

1. Veränderungen gehören dazu

Machen Sie sich bewusst – mit der Beförderung vom Kollegen zum Vorgesetzten ändert sich für Sie einiges. Einen Satz wie „Alles bleibt beim Alten“ sollten Sie deshalb tunlichst vermeiden. Kommunizieren Sie stattdessen offen Ihren Aufstieg und sorgen Sie für ein klares Rollenverständnis.

 

2. Bleiben Sie beim ‚Du‘

Wenn Sie Ihre Kollegen vor Ihrer Beförderung geduzt haben, dann bleiben Sie gerne dabei. Sollten neue Mitarbeitende zum Team dazu kommen, bieten Sie auch diesen, in einer für Sie passenden Situation, das ‚Du‘ an.

 

3. Keine Bevorzugungen

Ihre kollegialen Freundschaften müssen Sie nicht fallen lassen, aber unbedingt neu abstecken. Und dazu gehört auch, keine Sonderbehandlungen zu gewähren. Es gehört für Sie ab jetzt dazu, Entscheidungen zu treffen, die nicht jedem gefallen.

 

4. Bei Gewinnern gibt es auch Verlierer

Vermutlich gab es noch andere Kollegen, die sich auf Ihre jetzige Stelle beworben haben. Vermitteln Sie den entsprechenden Mitarbeitenden aktiv Ihre Wertschätzung, indem Sie ihnen neue Aufgaben und Herausforderungen anbieten. Und nebenbei – versuchen Sie über Missgunst geduldig hinwegzusehen!

 

5. Positionieren Sie sich

Machen Sie Ihren ehemaligen Kollegen deutlich, dass Sie nun der/die Vorgesetzte sind. Und beziehen Sie auch gegenüber Ihren direkten Vorgesetzten klar Position. Zeigen Sie sich als verlässliche Führungskraft, die ihrer neuen Rolle bestmöglich gerecht wird und Verantwortung für ihre Aufgaben übernimmt.

 

6. Zeigen Sie sich selbstsicher

Vermeiden Sie Unsicherheit – in Fettnäpfen tritt man, um aus ihnen zu lernen. Wenn Sie als Führungskraft selbstsicher auftreten wollen, sollten Sie zuerst einmal Ihren persönlichen Standort selbst reflektieren: Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Führungskraft, welchen Führungsstil wollen Sie vertreten und welche Ziele erreichen?

 

7. Vermeiden Sie leere Versprechungen

In Ihrer neuen Rolle als Führungskraft befinden Sie sich in der sogenannten „Sandwichposition“. Sie sind damit dem Druck von zwei Seiten ausgesetzt: Sie wollen sowohl Ihren neuen Vorgesetzten, als auch Ihrem Team gerecht werden. Lassen Sie sich deswegen aber nicht dazu hinreißen, vorschnell Versprechungen zu machen – nicht gegenüber Ihrem Team, aber auch nicht gegenüber Ihren Vorgesetzen.

 

8. Starten Sie Ihren persönlichen Ausdauerlauf

Eine gute Führungskraft zu sein, funktioniert nicht von heute auf morgen. Und genauso wenig funktioniert das Treffen von vorschnellen und radikalen Maßnahmen. Denken Sie daran, für Fehlleistungen muss die Führungskraft ihren Kopf hinhalten. Deshalb: Treffen Sie nicht schnelle, sondern fundierte und gute Entscheidungen, die Ihnen langfristig nicht zum Verhängnis werden können. Gerade wer vom Kollegen zum Vorgesetzten wechselt, lässt sich oftmals zu Schnelligkeiten verleiten, die häufig gar nicht notwendig wären.

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