Positive Leadership: Warum positive Führung zum Standard für gute Führung werden kann

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05. September 2022
Führungskompetenz
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Fragen Sie sich auch manchmal, ob Ihr Führungsstil noch der richtige ist, um Ihr Team dauerhaft zum Erfolg zu führen? Die Frage ist durchaus berechtigt, denn heute braucht es mehr als veraltete Führungsmodelle oder ein Schema F. Norbert Heining ist Experte für Positive Leadership und verrät in diesem Beitrag, warum positive Führung das Rezept für wirklich gute Führung und langfristigen Erfolg ist und was es dafür im Alltag insbesondere braucht.

Norbert Heining

Geschäftsleiter Leadership | SAM Executive Search HR Kompetenzcenter GmbH

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Woher kommt das Führungsmodell „Positive Leadership“?

Es gibt unzählige Führungsbücher und seit vielen Jahrzehnten eine Vielzahl an Führungsmodellen und -techniken, mit denen Führungskräfte ausgebildet werdet. Umso erstaunlicher ist es, dass es zu den Effekten dieser Maßnahmen oft wenig bis keine hochkarätige Forschung gibt.

Ein neues und innovatives Führungsmodell stellt hierbei die Ausnahme dar. Es handelt sich dabei um das Modell „Positive Leadership“ (oder Deutsch: Positive Führung), das in den letzten Jahren immer bekannter wird. Dieses Modell wurde auf Basis wissenschaftlicher Forschung entwickelt. Die Grundlage hierfür basiert auf dem PERMA-Modell, das eines der bekanntesten und validiertesten Modelle der positiven Psychologie ist. Positive Leadership wurde in den letzten Jahren mit vielen Studien an großen Universitäten wie zum Beispiel der Universität Wien evaluiert.

Dabei zeigen sich für die Praxis spannende Ergebnisse. Denn die Studien weisen hochsignifikante Zusammenhänge mit ganz praktischen Implikationen für die Praxis nach. Wenn Führungskräfte mit diesem Modell führen, dann ist der Absatz in den Filialen höher und die Mitarbeitenden sind seltener krank. Sie sind bereiter Veränderungen mitzugehen, sind kreativer, erleben weniger subjektiven Stress, denken weniger an Kündigung und erleben mehr Energie im Beruf. Viele Unternehmen kämpfen mit Fachkräftemangel, hohen Krankheitsquoten, einer hohen Fluktuation, schlechter Stimmung im Unternehmen und vielem mehr.  Das alles sind gute Gründe, um sich das Führungsmodell „Positive Leadership“ näher anzusehen.

Was steckt hinter Positive Leadership, also positiver Führung?

Positive Leadership oder positive Führung hat generell das Ziel, die Potentiale bei Menschen und Organisationen zu entwickeln und zu fördern. Wenn wir beispielsweise an Teams denken, dann ist es meist der Fall, dass deutlich mehr an Potenzial vorhanden ist, als tatsächlich gelebt wird. Doch wie kann Führung nun konkret unterstützen?

Hier ist das PERMA-Modell von zentraler Bedeutung. Dieses wurde von Martin Seligman entwickelt, einem der bekanntesten US-amerikanischen Psychologen überhaupt. PERMA ist dabei ein Akronym und jeder Buchstabe steht für eine wichtige Komponente, die Führungskräfte in der Führung beachten sollten.

 

P – Positive Emotions

Das P steht für positive emotions. Wenn Menschen gerne in die Arbeit gehen, wenn sie Freude bei dem haben, was sie tun, dann sind ihre Arbeitsergebnisse besser. Aus der Führungssicht bedeutet dies, dass Führungskräfte so führen, dass die Rahmenbedingungen für positive Emotionen geschaffen sind. Das fängt bei der Wertschätzung an, geht über das Miteinander und das Sehen des anderen als Mensch bis hin zum Mindset der Führungskraft.

 

E – Engagement

Beim E geht es um engagement und insbesondere um Stärkenorientierung. Viele Führungskräfte glauben, dass sie an den Schwächen ihrer Mitarbeitenden arbeiten müssen. Wer sich das jedoch wirklich näher betrachtet, stellt fest, dass sich Mitarbeiter in einem solchen Themengebiet maximal bis zum Durchschnitt entwickeln. Wirkliche Hochleistung und auch Energie und Freude entsteht dann, wenn in den Stärken agiert wird. Da nie eine Person alles kann, gibt es gerade im Team und im Unternehmen die Möglichkeit, sich stärkenorientiert aufzustellen. Das beflügelt Leistung und Motivation und führt in der Führung zu einem nachhaltig veränderten Mindset.

 

R – Relationship

Beim R geht es um relationships, also gute und förderliche Beziehungen untereinander. Führungskräfte unterschätzen oft ihren Einfluss auf den Teamspirit und den gemeinsamen Umgang. Gleichzeitig weiß man, wie wichtig das Klima für gute Leistung ist. Wenn sich Kollegen zum Beispiel nicht trauen, einen cholerischen Kollegen wegen einer Kundenreklamation anzusprechen, dann leidet am Ende das Unternehmen darunter.

 

M – Meaning

Der Buchstabe M steht für meaning und stellt eine oft sehr unterschätzte Komponente dar. Hier geht es um den Sinn hinter der Arbeit. Diese reicht von dem Sinn bezüglich der aktuellen Aufgabe bis hin zu der Mission und Vision des Unternehmens, also der Frage, warum wir hier alle in diesem Unternehmen arbeiten. Je mehr Sinn Mitarbeitende in ihrem Tun erkennen können, umso höher wird auch die Motivation ausfallen und umso mehr werden sie sich engagieren oder Ideen einbringen. Auch im Change-Management wird häufig zu wenig nachhaltig das Warum kommuniziert.

 

A – Accomplishment

Und beim A geht es schließlich um accomplishment. Diese Komponente steht dafür, dass Führungskräfte die Wahrnehmung ihrer Mitarbeitenden für die eigenen Leistungen und das Teamergebnis schärfen. Oft werden in Unternehmen nur jene Dinge betrachtet, die noch nicht fertig sind und anstehen. Das ist natürlich wichtig. Accomplishment meint, kurz auch mal zurückzublicken, was alles erreicht wurde, Zwischenerfolg anzuerkennen und zu feiern. Daraus entsteht Energie und vor allem auch das Selbstvertrauen, neue und größere Herausforderungen zu meistern. So entsteht mehr Erfolg für die Dinge, die anstehen.

Durch diese fünf Komponenten erhalten Führungskräfte eine Struktur und anschauliche Orientierung, auf was sie sich in der täglichen Führung fokussieren sollten, um noch erfolgreicher zu sein. Führungskräfte, die das Modell „Positive Leadership“, also positive Führung, praktizieren, berichten auch davon, dass Führung damit leichter wird, weil die Energie und der Ansporn aus dem Team kommen. Damit entsteht eine Win-Win-Win-Konstellation, weil von Positive Leadership sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter sowie die Führungskraft selbst profitieren.

 

Sind Sie neugierig auf das PERMA-Modell geworden?

Schauen Sie sich das folgende Video an, indem Norbert Heining die Orientierungshilfe für Positive Leadership mit anschaulichen Beispielen erläutert.

Was bringt Positive Leadership und kann man das lernen?

Es gibt eine gute Nachricht. Positive Führung kann man lernen. In Workshops wie dem Seminar „Positive Führung“  lernen Führungskräfte, was sie konkret in ihrem Alltag tun können, um in jeder der fünf Dimensionen noch besser zu werden.

Da es so viel Forschung gibt, hat das Modell „Positive Leadership“ einen weiteren Vorteil. Die PERMA-Ausprägung lässt sich durch anerkannte Testverfahren messen. Besonders interessant für Führungskräfte ist hierbei ein 360-Grad-Feedback. Dadurch wird es möglich, das Selbs- und Fremdbild in diesen zentralen fünf Dimensionen abzugleichen und weitere Wachstumsmöglichkeiten abzuleiten.

Was sich bei diesem Führungsmodell ebenfalls zeigt ist, dass es geschäftlichen Erfolg und die Mitarbeitenden gleichermaßen im Blick hat und dass damit Leistung, Motivation, Sinnempfinden und Mitarbeiterzufriedenheit gleichermaßen gesteigert wird. Das ist ein weiterer wichtiger Aspekt, denn die jungen Generationen stellen bekanntermaßen neue Anforderungen. Mit dieser neuen Führung kann auch diesen Anforderungen deutlich mehr Rechnung getragen werden.

Auch aus diesem Grund erlebt Positive Leadership eine rasante Verbreitung und hat das Zeug in Zukunft der Standard für gute Führung in Unternehmen und Organisationen zu werden.

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