Vorbild für Führungskräfte: Das macht einen echten Leitwolf aus

07. August 2017
Führungskompetenz
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Der Leitwolf gilt als echtes Vorbild für Führungskräfte. Warum ist das so? Was macht ihn so erfolgreich? Und warum folgt ihm sein Rudel ohne Wenn und Aber? Wir durften an zwei unvergesslichen Tagen LIVE im Wolfsgehege das Phänomen Leitwolf beobachten und zeigen Ihnen, was das Erfolgsrezept der Wölfe ist. Lesen Sie in dem folgenden Beitrag, wie es der Leitwolf schafft, dass ihm sein Rudel freiwillig folgt, warum sich Mensch und Wolf in ihrem Verhalten sehr ähnlich sind und was Sie für Ihren Führungsalltag ableiten können.

Der Leitwolf als Vorbild für Führungskräfte

Die Wolfsexperten Birgit und Matthias Vogelsang leben und arbeiten seit vielen Jahren mit Wölfen. Sie haben über 30 Wölfe von Hand aufgezogen und beobachten das Verhalten der Wölfe jeden Tag. Wir durften bei unserem Seminar „Führungstraining mit Wölfen“ jetzt hautnah im Wolfsgehege mit dabei sein. In einem exklusiven Erfahrungsbericht haben wir bereits darüber berichtet und einige beeindruckende Impressionen von vor Ort gezeigt. Aus diesem Erfahrungsbericht wurde schnell klar, dass der Wolf in Sachen Führung ein echtes Vorbild ist und das viele Dinge, die insbesondere der Leitwolf beherrscht, für Führungskräfte selbstverständlich sein sollte. Leider ist dies aber nicht immer der Fall. Wir halten deshalb einmal genauer fest, was ein Wolfsrudel so erfolgreich macht.

Das Erfolgsgeheimnis eines Wolfsrudels

Das gemeinsame Ziel der Wölfe ist eine erfolgreiche Jagd und damit ausreichend Beute für das gesamte Rudel zu erbeuten. Dafür bedarf es einer optimalen Zusammenarbeit innerhalb des Rudels. Wölfe zeichnen sich deshalb durch viele Faktoren aus, die diese Zusammenarbeit möglich machen:

Strategisches Denken

Wissen um Stärken und Schwächen des Feindes

Geduld

Zusammenhalt und Vertrauen

Eingespieltes Team

Anpassungsfähigkeit je nach Gegebenheiten

Beharrlichkeit und Timing

Disziplin ohne jegliche Art von Diskussion

Gemeinsames klares Ziel

Gute Beobachter und selektive Jäger

Klare Kommunikation

Spüren Konsequenz Ihres Handelns sofort

Lassen sich diese Verhaltensweisen nun aber so einfach auf uns Menschen übertragen? Eindeutig ja, denn Wölfe und Menschen verfolgen im Prinzip das gleiche Ziel: Die Energie im Rudel oder im Team so zu bündeln, dass man gemeinsam erfolgreich ist – egal ob bei der Jagd oder bei der Stärkung der Marktposition!

Die Merkmale des Leitwolfs

Das Rudel ist bei der Jagd zwar auf seinen Anführer angewiesen, den Leitwolf. Die Führung gelingt aber nur mit einem gut funktionierenden Team. Führen bedeutet dabei eine Verhaltensbeeinflussung, um gemeinsame Ziele erreichen zu können. Wölfe versuchen dabei energiesparend vorzugehen. Der Leitwolf muss dafür sorgen, dass die Energie des Rudels zielgerichtet eingesetzt wird und keine Ressource verschwendet wird. Das erreichen Wölfe insbesondere durch ihre Beobachtungsgabe. Sie reflektieren ihr Verhalten kontinuierlich, schätzen ihre Stärken und Schwächen ab und lernen daraus für die Zukunft. Ein Verhalten, das sich Führungskräfte zu Herzen nehmen sollten. Denn in der heutigen Zeit kommt das Beobachten im Stress des Alltags leider oftmals viel zu kurz.

Den Leitwolf und damit auch Führungskräfte erkennt man deshalb auch nicht etwa an Aussehen, Körperbau oder Gesicht, sondern vielmehr anhand eines souveränen und authentischen Verhaltens. Der Leitwolf strahlt Stärke und Selbstbewusstsein aus und überträgt dieses auch auf das Rudel. Entscheidend für seine Akzeptanz innerhalb des Rudels und für den Erfolg ist vor allem seine soziale Sympathie, durch die der Leitwolf und auch Führungskräfte vom Team anerkannt werden und sich dem auch sicher sein können. Die Unterstützung des Rudels oder Teams ist so langfristig gegeben.

Ein guter Leitwolf bildet damit also den freundlichen Mittelpunkt seines Rudels, der ein ernsthaftes Interesse an allen Rudelmitgliedern hat und dieses auch zeigt. Das wird durch das ständige Beriechen untereinander verdeutlicht, was man im Business-Alltag den bekannten Small Talk nennt. Beobachten Sie doch mal: Geht ihr Chef oder die Geschäftsleitung regelmäßig rum und fragt die Mitarbeiter, wie es ihnen geht oder wie es läuft? Dieses Interesse macht gute Führungskräfte aus. Das Schlüsselwort lautet dabei Achtsamkeit. Der Leitwolf beobachtet achtsam, wie es seinen Rudelmitgliedern geht und versucht, die Signale, die er vom Rudel erhält, richtig zu interpretieren. Durch diese soziale Sympathie und seine Authentizität schafft er Vertrauen innerhalb des Rudels.

Und ohne Vertrauen geht nichts in einem guten Team. Dazu gehört neben einem achtsamen Umgang miteinander vor allem eine klare Kommunikation. Beides zusammen vermittelt Wertschätzung gegenüber jedem einzelnen Rudelmitglied.

Erfüllen Sie all diese Eigenschaften in Ihrer täglichen Führungsarbeit? Reflektieren Sie doch von Zeit zu Zeit einmal ihr eigenes Führungsverhalten und überlegen Sie, ob Sie die Vertrauensbasis zwischen sich und ihren Mitarbeitern noch weiter stärken können, indem Sie einige der oben genannten Punkte weiterentwickeln und verstärkt einsetzen.

Checkliste: Vom Kollegen zum Vorgesetzten

Sie haben den ersehnten Karrieresprung geschafft und freuen sich nun auf Ihre neue Rolle als Führungskraft? Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, die Sie jetzt besonders beachten sollten. Nutzen Sie unsere praktische Checkliste, um den Rollenwechsel zu meistern.

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