LIVE-Besuch im Wolfsgehege: Was Führungskräfte von Wölfen lernen können!

06. July 2017
Führungskompetenz
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Wölfe haben bei uns Menschen leider noch allzu oft ein schlechtes Ansehen. Sie werden als böse und gefährliche Tiere abgestempelt und das, obwohl wir Menschen dem Wolf ähnlicher sind, als wir denken. Bei einem unvergesslichen LIVE-Besuch im Wolfsgehege in Springe bei Hannover durften wir nun eine ganz andere Erfahrung machen! Wir zeigen Ihnen, warum Wölfe für Führungskräfte echte Lehrmeister sein können und warum Vertrauen im Rudel und im Unternehmen einfach alles ist!

Der spannende Besuch im Wolfsgehege

Birgit und Matthias Vogelsang zeigen uns die wahre Seite der Wölfe. Die beiden sind seit vielen Jahren leidenschaftliche Wolfsexperten und leben und arbeiten jeden Tag mit ihren Wölfen – unter anderem im Wisentgehege Springe in der Nähe von Hannover, dem Ort unseres Seminars.

Acht mutige Teilnehmer stellen sich dieser besonderen Herausforderung und sind Teil des von Management Circle organisierten Seminars „Führungstraining mit Wölfen“ in und am Wolfsgehege.

Vertrauen als Basis von allem

Die Vogelsangs stellen sich uns als echte Wolfsliebhaber vor. Mehr als 30 Wölfe haben die beiden in den letzten Jahren von Hand aufgezogen. Eine Arbeit, die auch ihr Leben ist. Während des Seminars lassen die beiden uns an einigen ihrer mit den Wölfen erlebten Geschichten teilhaben.

Schnell wird klar, dass ein Wort das Leben und die Arbeit mit den Wölfen prägt: VERTRAUEN. Bereits im Welpenalter entsteht durch das Aufziehen von Hand eine Vertrauensbasis zwischen den Wölfen und den Vogelsangs, die das Leben mit den Wölfen überhaupt erst möglich macht.

Team-Zusammenhalt in jeder Situation

Während des Besuchs sitzen, lernen, beobachten und arbeiten wir direkt vor dem Wolfsgehege. Immer wieder können wir während der Erzählungen von Birgit und Matthias Vogelsang einen Blick in das Gehege werfen, um das Verhalten der Wölfe hautnah zu erleben und zu beobachten.

Schnell wird klar, dass es viele Parallelen zwischen Wolf und Mensch gibt und damit auch zwischen der Zusammenarbeit im Rudel und der in einem menschlichen Team. Denn die Wölfe stehen füreinander ein. Der Team-Zusammenhalt ist für sie entscheidend. Sie haben bei der Jagd ein gemeinsames Ziel, das ihr Rudel zusammenschweißt. Wie viel dem Rudel dieser Zusammenhalt bedeutet, wird deutlich, als Matthias Vogelsang das Gehege verlässt, um in einen anderen Teil des Tierparks aufzubrechen. Der erste Wolf fängt an zu heulen, ein zweiter stimmt ein und innerhalb weniger Sekunden findet ein Wolfskonzert statt.

Warum das so ist, erklärt Birgit Vogelsang: Matthias Vogelsang wird genau wie seine Frau als Mitglied des Rudels angesehen. Wenn er das Gelände verlässt, hat ein Rudelmitglied die Gemeinschaft verlassen. Gibt es diesen Team-Zusammenhalt so auch in Ihrem Unternehmen?

Die Förderung von Teamgeist

Wölfe beherrschen es, ihr Rudel zusammenzuhalten. Was für Wölfe selbstverständlich ist, verlieren wir Menschen aber leider oft aus den Augen. Deshalb können wir aus dem Verhalten der Wölfe viel für unsere Führungsarbeit und für den Team-Zusammenhalt ableiten:

Wölfe haben klare Ziele und verfolgen einen gemeinsamen Weg

Wölfe beherrschen es, offen zu kommunizieren

Wölfe haben eine klare Rollenverteilung

Wölfe beziehen alle Rudelmitglieder mit ein

Wölfe zeigen an jedem Mitglied Interesse

Wölfe schätzen jedes einzelne Mitglied

Wölfe haben Spielregeln und sind fair zu allen Rudel-Mitgliedern

Wölfe erkennen Hindernisse und bauen diese ab

Wölfe unterstützen sich auch in schwierigen Situationen

Wölfe gehen mit Niederlagen konstruktiv um und feiern Erfolge

Nicht scheu, aber noch lange nicht zahm

Durch die Handaufzucht haben die Wölfe die Scheu vor den Menschen verloren, sodass uns Birgit und Matthias Vogelsang live zeigen können, wie sich Wölfe verhalten, agieren und reagieren. Auch wir dürfen ins Wolfsgehege – was keine Selbstverständlichkeit ist, denn Wölfe sind und bleiben Raubtiere!

Dass das überhaupt möglich ist, liegt an der erwähnten Vertrauensbasis, welche die Vogelsangs zu den Wölfen pflegen. Ein Fremder könnte nicht so einfach in das Gehege spazieren. Wir betreten einzeln oder in Kleingruppen mit Matthias Vogelsang das Gehege der Polarwölfe, die direkt beim Betreten neugierig am Eingang warten und anfangen uns zu beschnuppern. Ein weiteres Merkmal der Wölfe: Sie sind neugierig, beobachten und lernen daraus.

Doch die Raubtiere dulden nicht jeden in ihrem Rudel und sind keineswegs zahm. Angst und Selbstzweifel haben im Gehege deshalb nichts zu suchen. Innere Stärke, Authentizität und Gelassenheit sind hier gefragt – Charaktereigenschaften, die Wölfe und auch Führungskräfte erfolgreich machen!

Die Konsequenzen fehlenden Vertrauens

Dass das Vertrauen eine so große Rolle spielt, damit Wölfe ihre Scheu vor dem Menschen verlieren, zeigt der nächste Tag. Matthias Vogelsang nimmt uns mit in ein zweites Wolfsgehege des Tierparks, in dem Wölfe leben, die nicht von den Vogelsangs von Hand aufgezogen wurden.

Gemeinsam in der Gruppe betreten wir das Gehege, wagen uns einige Meter weit ins Gelände vor und bleiben stehen. Nichts passiert. Die Antwort ist so einfach wie logisch: Diese Wölfe haben kein Vertrauen zu den Menschen, deshalb kommen sie nicht näher – und werden sie auch nie, selbst wenn wir für zwei Wochen dort ein Zelt aufschlagen würden, wie Matthias Vogelsang humorvoll einwirft.

Wichtig ist deshalb auch zu wissen: Wenn Wölfe von Menschen im Alltag gesichtet werden oder in Unfälle verwickelt sind, dann sind das nicht etwa die freilebenden Wölfe – denn diese haben eine viel zu große Scheu vor dem Menschen und würden erst gar nicht in unsere Nähe kommen.

Die von Hand aufgezogenen Wölfe haben diese Scheu verloren und durch ihre Neugier treibt es sie zu den Menschen. Da diese Wölfe deshalb aber noch lange nicht zahm sind, wird beispielsweise beim Aufeinandertreffen mit davonlaufenden Schafen der natürliche Jagdinstinkt der Wölfe geweckt. Solche Situationen sorgen oft dafür, dass wir Menschen den Wolf als etwas Böses abstempeln, obwohl es der Lauf seiner Natur ist.

Analyse des Wolfsverhaltens für die tägliche Führungsarbeit

Diese und weitere Erfahrungen aus unserem Besuch in und am Wolfsgehege lassen uns Seminarteilnehmer unseren Berufsalltag und insbesondere die Führungsarbeit reflektieren. Das eigene Verhalten und die Reaktionen in gewissen Situationen hinterfragen wir praktisch automatisch.

Wir fangen an zu analysieren, ob unser Verhalten gut oder optimierungswürdig war. Die einmaligen Erkenntnisse durch die Nähe zu und die Arbeit mit den Wölfen beeindrucken jeden von uns und bestätigen, dass es für erfolgreiche Führungsarbeit eigentlich nicht viel braucht – aber das hier auf jeden Fall:

Mentale Präsenz, Authentizität und Vertrauen!

Und genau das verbindet Wölfe wie Menschen gleichermaßen.

Teilnehmerstimmen zum Live-Besuch im Wolfsgehege

Eine absolut beeindruckende Veranstaltung mit wunderschönen Tieren und beeindruckenden Trainern! Der Wolf zeigt uns eindrucksvoll, wie einfach & klar Kommunikation sein kann.


A. Schmidt

Sehr guter Weg über Alltagssituationen anders nachzudenken und diese aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. Spannung & Unterhaltung sowie die Bewegung mit den Führungsthemen im Hinterkopf helfen mir deutlich beim Lernen & Verstehen.


K. Sommer

Völlig anders als sonst Führungsseminare ablaufen. Die Umgebung im Freien und die Nähe zu den Wölfen inspiriert. Es führt zu einem anderen Blickwinkel auf tägliche Problemstellungen rund um das Thema Teambuilding.


S. Schropp

Checkliste: Vom Kollegen zum Vorgesetzten

Sie haben den ersehnten Karrieresprung geschafft und freuen sich nun auf Ihre neue Rolle als Führungskraft? Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, die Sie jetzt besonders beachten sollten. Nutzen Sie unsere praktische Checkliste, um den Rollenwechsel zu meistern.

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