Feelgood Manager – wie Sie mehr „Happiness“ in Ihr Unternehmen bringen

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02. Mai 2023
Martina Eckermann
Personal
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Die (neue) Managementmethode „Feelgood Management“ erobert Unternehmen. Wobei, eigentlich nicht so ganz, denn so neu ist der Ansatz gar nicht. Dennoch setzen gefühlt immer noch nur wenige Unternehmen auf diesen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung von Wohlbefinden, Motivation und Leistung der Belegschaft. Dabei eröffnen Feelgood Manager für Personalabteilung und Unternehmen ungeahnte gewinnbringende Möglichkeiten.

Warum sich auch Ihr Unternehmen mit Feelgood Management auseinandersetzen sollte, wie Sie die Position des Feelgood Managers bestmöglich besetzen und welche Firmen Ihnen bereits einen Schritt voraus sind, das alles erfahren Sie in diesem Beitrag – inklusive praktischer Tipps für mehr Happiness in Ihrem Unternehmen.

Status Quo: Warum gewinnt der Beruf des Feelgood Managers an Bedeutung?

Mitarbeitende stellen sich heute mehr denn je die Frage: Was will ich eigentlich? Was macht mich glücklich? In Kombination mit dem in vielen Bereichen vorherrschenden Fachkräftemangel ist es also nicht unbedingt verwunderlich, dass sich das Blatt für Unternehmen bei der Personalsuche gewendet hat. Es sind nicht mehr die Arbeitgebenden, die aus einer Vielzahl an Bewerberinnen und Bewerber und mit Hilfe diverser Auswahlprozesse aussieben, um das aus ihrer Sicht Beste vom Besten zu erhalten. Vielmehr suchen sich Arbeitnehmende die Firma aus, in der sie wirklich arbeiten wollen, die ihnen also das Beste bietet.

Aus einem Arbeitgebermarkt ist längst ein Arbeitnehmermarkt geworden und Unternehmen müssen zusehen, wie sie Mitarbeitende für sich gewinnen und binden – Stichwort Employer Branding. Hier spielt das Feelgood Management eine wichtige Rolle. Anstatt zu fordern, müssen Arbeitgeber auf die Wünsche der Mitarbeitenden eingehen und sie zufriedenstellen, um mit langfristig guter Leistung rechnen zu können. Bewertungsportale wie Kununu machen zudem transparent, was Mitarbeitende von ihren Arbeitgebenden halten, beeinflussen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber und verstärken die Notwendigkeit für Unternehmen, alles in ihre Angestellten und das Miteinander zu investieren, was möglich ist. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Definition: Was ist nun genau ein Feelgood Manager?

Man könnte den Feelgood Manager auch als „Wohlfühl-Manager“ oder „Mitarbeiterzufriedenheits-Manager“ bezeichnen. Denn genau das ist seine Mission: Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden im Unternehmen zu verbessern. Angestellte sollen auf diese Weise glücklicher und zufriedener sein, weshalb oftmals auch der Begriff „Happiness Manager“ als Synonym für Feelgood Manager verwendet wird. Wer jetzt glaubt, Wohlfühlbeauftragte bringen Mitarbeiteden einmal am Tag einen Obstkorb, fragen, wie es ihnen geht und machen Werbung für Fitnesskurse, der hat weit gefehlt. Feelgood Management bringt für die meisten Unternehmen eine Reihe von Veränderungen mit sich, die von der Personalabteilung und der Geschäftsleitung gelebt müssen, damit die Bemühungen erfolgreich sind.

Übrigens: Vorreiter in Sachen Feelgood Management ist wenig überraschend Google. Mit seinem modernen Firmengebäude und den unkonventionellen Ideen ist das US-Unternehmen immer wieder in den Medien vertreten und sorgt unter anderem mit Verpflegung, Spielzimmern und Ruheräumen für das nötige Wohlbefinden seiner Mitarbeitenden.

Vorteile: Warum sollte Ihr Unternehmen auf Feelgood Management setzen?

Mit der Definition des Berufsbildes „Feelgood Manager“ liegen die Vorteile für Unternehmen eigentlich schon auf der Hand:

Je wohler sich Mitarbeitende fühlen, desto zufriedener sind sie.
Je zufriedener Mitarbeitende sind, desto höher ist ihre Motivation.
Je höher die Mitarbeitermotivation ist, desto besser fällt die Leistung aus.
Je besser die Mitarbeiterleistung ausfällt, desto gewinnbringender ist es für Sie.

Diese positive Kettenreaktion bringt aber noch weitreichendere Vorteile mit sich:

Höhere Mitarbeiterzufriedenheit – das führt zu mehr Produktivität und Loyalität.

Besseres Arbeitsklima – das stärkt das WIR-Gefühl.

Weniger Krankheitsfälle – das senkt Kosten und beugt Stress oder Burnout vor.

Attraktiverer Arbeitsplatz – das bindet Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen.

Stärkeres Image – das ermöglicht den Vorsprung im Wettbewerb.

Aufgaben: Was macht ein Feelgood Manager den ganzen Tag?

Die Tätigkeiten von Feelgood Managern sind in jedem Unternehmen durchaus individuell. Schließlich geht es darum, die eigene Belegschaft zufriedenzustellen und Spaß an der Arbeit zu vermitteln. Dabei können für Angestellte einer kleinen Bankfiliale durchaus andere Faktoren von Bedeutung sein als für die Mitarbeitende eines produzierenden Unternehmens im Mittelstand.

Grundsätzliche Aufgaben des Feelgood Managers sind zum Beispiel:

Wohlbefinden fördern – durch ergonomische Arbeitsplätze, attraktive Incentives, regelmäßige Gesundheitschecks oder kostenfreie Sportangebote

Mitarbeiter-Events organisieren – in Form von Betriebsfeiern, Teambuilding-Maßnahmen oder Sportwettbewerben

Kommunikation verbessern – dank informierenden Newslettern, regelmäßigen Informationsveranstaltungen und einer offenen Feedbackkultur

Nachhaltigkeit vorleben – über die Einführung von Maßnahmen zur Mülltrennung, Energiesparen oder Pflanzenpflege

Work-Life-Balance optimieren – mit Hilfe von flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten

Mitarbeiterbindung stärken – aufgrund einer guten Stimmung und noch besseren Zusammenarbeit

Beratung anbieten – für Konfliktlösung, Weiterbildung oder Vorsorge

Mitarbeiterbefragungen durchführen – mittels Fragebögen oder Kummerkästen zur Ableitung von Mitarbeiterwünschen

In unserer modernen Arbeitswelt, in der verteiltes Arbeiten und Homeoffice an der Tagesordnung stehen und sich nicht mehr alle Mitarbeitenden gleichzeitig an einem Ort einfinden, gewinnt das Feelgood Management weiter an Bedeutung. Wohlfühlbeauftragte können sich um neue Mitarbeitende kümmern, diese virtuell einarbeiten und erfragen, ob sie sich auch wohl fühlen.

Qualifikation: Welche Fähigkeiten muss ein Feelgood Manager mitbringen?

Eine klassische Ausbildung oder gar ein Studium gibt es für Feelgood Management nicht. Die Qualifikation für die Position des Feelgood Managers erfolgt daher üblicherweise über passende Weiterbildungen. Hier einige Beispiele, wie Sie Mitarbeitende in diesem Bereich entwickeln können:

2-Tages-Seminar zum Thema Feelgood Management vom IFM Institut für Managementberatung

6-monatige Zertifizierung zum Feelgood Manager vom IFM Institut für Managementberatung

IHK-zertifizierter Online-Video-Kurs zum Feelgood Manager von FeelGood Trainings & Coachings

IHK-zertifizierte Praxis-Kurs zum Feelgood Manager von FeelGood Trainings & Coachings

Fachausbildung zum GOODplace® Certified Feelgood Manager von GOODplace®

Wohlfühlbeauftragte werden in Unternehmen meist im Personalmanagement oder der Personalentwicklung eingeordnet. Gibt es bereits ein betriebliches Gesundheitsmanagement, ist auch das eine denkbare Stelle, um Feelgood Manager ins Unternehmen einzugliedern. Da sie mit ihrer Tätigkeit eine Schnittstelle zwischen Mitarbeitenden und Chefetage bilden, kommt es laut IHK bei der Qualifikation für den Job des Feelgood Managers insbesondere auf die richtigen Soft Skills an.

Die wichtigsten Kompetenzen von Feelgood Managern im Überblick:

Fachwissen – BWL, HR, Gesundheitsmanagement etc.

Managementerfahrung

Selbstmanagement

Prozessmanagement

Eventmanagement

Sozialkompetenz

Durchsetzungsstärke

Kommunikationsfähigkeit

Empathie

Kreativität

Kontaktfreudigkeit

Beispiele: Welche Unternehmen setzen bereits auf Feelgood Manager?

Laut dem Hamburger Beratungsunternehmen GOODplace gibt es inzwischen eine Vielzahl an Unternehmen, die auf Feelgood Management setzen. Die Liste führt große Branchenplayer wie Facebook, Lufthansa Systems und Zalando, aber auch aufstrebende Startups von Spotify bis zur Kartenmacherei auf. Auch das 5-Sterne-Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München setzt seit Ende 2022 auf Happiness Management und hat deshalb einen Wohlfühl-Manager eingestellt, der Glücksmomente für die Mitarbeitenden schaffen und diese zufriedener machen soll.

Gehalt: Wie viel dürfen Feelgood Manager für ihre Arbeit verlangen?

Wenn Sie nun auch einen Feelgood Manager einstellen wollen, sollten Sie sich spätestens jetzt Gedanken über das Gehalt machen. Was ist Ihnen diese Arbeit wert? Je nach Unternehmen, Branche und Erfahrung kann die Entlohnung für diese Position wie bei so vielen anderen Jobs auch variieren. Hinzu kommt, dass es bisher nur wenig Vergleichswerte gibt, da der Beruf noch recht neu ist.

Die Online-Plattform Gehalt.de gibt das Durchschnittsgehalt für Feelgood Manager mit 48.353 Euro brutto pro Jahr an und verweist insbesondere auf die Berufserfahrung. Feelgood Manager mit über neun Jahren Berufserfahrung könnten demnach weit über 50.000 Euro im Jahr verlangen.

Tipps: Wie können Sie sofort mehr Happiness im Unternehmen verbreiten?

Sorgen Sie für mitarbeiterfreundliche Arbeitsplätze. Sind Schreibtische und Stühle ergonomisch und stehen alle notwendigen Hard und Softwares zur Verfügung?

Überdenken Sie Ihr Incentive-Angebot. Können Sie zum Beispiel Bonus-Zahlungen oder Provisionen in Aussicht stellen?

Organisieren Sie Team-Events. Gibt es Gründe zu feiern oder ist mal wieder Zeit für eine Teambuilding-Maßnahme?

Bieten Sie ein Schulungsprogramm an. Haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich weiterzubilden oder in andere Unternehmensbereiche reinzuschnuppern?

Führen Sie Mitarbeitergespräche. Wissen Sie, was Ihre Mitarbeitenden bewegt und was Sie sich für ihren Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen wünschen?


Übrigens: Häufig tragen auch Haustiere zum Feelgood Management in Unternehmen bei. Lesen Sie dazu mal unseren Artikel zu Bürohunden.

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Autorin Martina Eckermann von Management Circle
Über die Autorin

Martina Eckermann

Als Teamleiterin des Online-Marketings und Blog-Autorin der ersten Stunde bietet Martina Eckermann kreativen Content in Form von Whitepapern und Analysen an. Mit über 12 Jahren Berufserfahrung bringt sie viel Know-how in Content Marketing und Webanalyse mit.

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