Bürohund: Der beste Freund des Menschen auch am Arbeitsplatz!

21. January 2020
Sekretariat & Assistenz, Soft Skills
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Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie kommen morgens ins Büro und bevor Sie Ihren Arbeitsplatz einnehmen, werden Sie von einem glücklichen Vierbeiner begrüßt! Für viele Tierfreunde gibt es nichts Besseres, als einen Bürohund am Arbeitsplatz zu haben.

Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, Ihren eigenen Hund mit zur Arbeit zu nehmen? Falls nicht, haben wir in diesem Artikel einige Argumente zusammengefasst, die dafürsprechen und zeigen, welche Unternehmen das Prinzip Bürohund bereits erfolgreich umsetzten.

Das sind Argumente für einen Bürohund

Um Ihre Kollegen und Ihre Vorgesetzten von einem Vierbeiner im Office zu überzeugen, haben wir einige Pro-Argumente für Sie zusammengestellt:

Hunde gelten als Stresskiller
Die Vierbeiner sorgen dafür, dass wir das Glückshormon Oxytocin ausschütten und vermindern somit die Stress-Gefahr im Office. Vielleicht merken Sie es auch selbst: In der Gegenwart von Hunden denken Sie gar nicht an stressige Situationen oder Probleme, sondern konzentrieren sich nur auf Ihren felligen Freund.

Hunde sorgen für weniger Fehlzeiten
Mit der durch den Hund verursachten Stressreduzierung geht auch eine verminderte Krankheitsquote einher. Mitarbeiter arbeiten entspannter und sind weniger anfällig für Krankheiten – das freut auch das Unternehmen und die Kollegen: Weniger Ausfallkosten und sporadische Vertretungen!

Hunde schweißen das Team zusammen
Eine gemeinsame Gassi-Runde in der Mittagspause mit Kollegen sorgt nicht nur für mehr Bewegung am Arbeitsplatz, sondern verbessert auch das Betriebsklima und den Team-Zusammenhalt. Außerdem kann ein Bürohund in Gesprächen als „Eisbrecher“ dienen, wenn Kollegen aufeinandertreffen, die bisher noch nicht zusammengearbeitet haben: Ein Hund verbindet! Auch neuen Kollegen kann der Vierbeiner schnell einen Platz in der Gruppe verschaffen: Sie werden durch den Hund schnell integriert.

Hunde steigern die Loyalität zum Unternehmen
Die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen, steigert die Mitarbeiterloyalität zum Unternehmen: Die Mitarbeiter wissen diesen Benefit wertzuschätzen und bedanken sich mit höherem Engagement – und davon profitieren nicht nur Hund und Arbeitnehmer, sondern auch das Unternehmen selbst.

Hunde dienen als Imageboost für das Unternehmen
Das Siegel „Hundefreundliches Unternehmen“ wird viele Arbeitssuchende überzeugen, sich bei Ihrem Unternehmen zu bewerben. Schließlich zählt die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit bringen zu können, zu den Top 3 Benefits, auf die Mitarbeiter Wert legen. Wenn Sie diese Möglichkeit auch in Ihrer Unternehmenskommunikation (zum Beispiel in sozialen Netzwerken) berücksichtigen, lassen gute Bewerber und positiv gestimmte Kunden sicher nicht mehr lang auf sich warten.

Auch die Virginia Commonwealth University hat die Vorteile von Hunden am Arbeitsplatz erforscht:

Was Sie bei einem Bürohund beachten sollten

Haben Sie bereits Befürworter für die Bürohund-Idee gewinnen können, müssen Sie natürlich auch einiges beachten:

Hat auch kein Kollege eine Hundehaarallergie?
Für Allergiker kann ein Hund im Büro zur Tortur werden: Juckende Augen und ständiges Nießen halten eher von der Arbeit ab, als dass die Produktivität gesteigert wird. Klären Sie vorher ab, ob keiner Ihrer Kollegen gegen die flauschigen Vierbeiner allergisch ist.

Hat keiner Ihrer Kollegen Angst vor Hunden?
Auch die Angst vor Hunden ist leider weit verbreitet. Nehmen Sie Rücksicht auf Kollegen, die Angst und Panik vor Hunden haben – vielleicht können Sie ihnen die Angst mit dem neuen Bürohund sogar nehmen?

Ist der Bürohund kerngesund?
Kollegen, die bisher nicht viel mit Hunden zutun hatten, denken hierbei oftmals nur an Dreck und Krankheiten, die angeschleppt werden. Dieser Skepsis nehmen Sie mit einem Attest vom Tierarzt den Wind aus den Segeln – nicht zu vergessen ist auch ein Besuch beim Hundefrisör, bevor der Vierbeiner mit ins Office darf!

Ist der Hund gut erzogen?
DIE entscheidende Frage für oder gegen einen Bürohund: Der potenzielle fellige Kollege sollten in jedem Fall gehorsam sein. Ein Besuch in der Hundeschule kann hier Abhilfe schaffen. In der Regel sollten Bürohunde keine Welpen mehr sein, da diese mehr Aufmerksamkeit benötigen, die man am Arbeitsplatz oft nicht hat. Achten Sie darauf, dass der Hund auch Kommandos von anderen Kollegen ausführt: Niemand kann schließlich in Ruhe arbeiten, wenn der Bürohund jedes Mal anfängt zu bellen, wenn das Telefon klingelt.

Wer kümmert sich während der Arbeitszeit um den Hund?
Eine essenzielle Frage, die es im Vorfeld zu beantworten gilt. Auch, wenn Sie Ihren eigenen Hund mit zur Arbeit nehmen, können Sie durch Ihre Kollegen in der Betreuung entlastet werden. Viele Menschen können sich aus Zeit- oder Kostengründen keinen eigenen Hund anschaffen und sind froh, wenn sie sich – wenn auch nur zeitweise – um einen Vierbeiner kümmern können. Fragen Sie deshalb vorab, welche Kollegen dazu bereit wären, sich im Office mit dem Hund zu beschäftigen – vergessen Sie dabei nicht einen Gassi-Plan!

Gibt es einen Rückzugsort für den Hund?
Auch der aktivste Bürohund benötigt mal eine Pause. Achten Sie deshalb darauf, dass er einen geeigneten Platz im Office hat, an den er sich bei zu viel Trubel zurückziehen kann. Hier sollte ein Körbchen mit Decke und stets frisches Wasser bereitstehen. Beachten Sie, dass der Platz ruhig gelegen ist und der Hund nicht durch das Tagesgeschäft gestört wird – auch Durchzug sollte vermieden werden.

Wie wird der Hund im Büro beschäftigt?
Neben schlafen, fressen und Gassi gehen muss der Hund natürlich noch anderweitig beschäftigt werden. Sorgen Sie für genug Spielzeug, Spielzeit und vor allem eine ausgiebige Kraul-Session.

Wie verhält sich der Hund bei externem Besuch?
Haben Sie im Büro viel Kundenkontakt oder Besuch von Geschäftspartnern? Dann sollten Sie eine Regelung bezüglich des Hundes treffen: Muss er vor Besuchern weggesperrt werden oder ist es kein Problem, wenn potenzielle Kunden zuerst vom Hund und dann vom Empfangsmitarbeiter begrüßt werden?

Diese Unternehmen machen es vor

Mittlerweile sind zahlreiche Unternehmen auf den Hund gekommen – darunter auch einige Big Player, wie Google, die sogar eine „Dog Policy“ etabliert haben, oder Amazon. Wie die FAZ berichtet, stehen im Headquater von Amazon in Seattle bereits am Eingang leckere Hundekekse für die Vierbeiner der Mitarbeiter bereit. Von den mehr als 4.000 registrierten Mitarbeiterhunden kommen rund ein Drittel täglich mit ihren Herrchen oder Frauchen ins Amazon Hauptquartier. Auch für genügend Auslauf ist hier gesorgt: Im 17. Stock des mächtigen Gebäudes gibt es eine große Spielwiese für die Vierbeiner.

… und wenn es kein Bürohund sein kann?

Auch wenn Ihre Argumentation nicht hätte besser sein können und Sie Ihre Kollegen auf Ihre Seite gebracht haben: Das letzte Wort haben immer noch die Vorgesetzten. Und wenn diese partout keinen Bürohund erlauben, müssen Sie das leider akzeptieren.

Wenn Sie dennoch nicht auf einen tierischen Vierbeiner verzichten möchten, ist es eine Überlegung wert, sich im örtlichen Tierheim zu engagieren. Dort können Sie regelmäßige Gassi-Runden mit den Hunden oder Kuschel-Stunden mit den anderen Tieren verbringen. Helfende Hände werden in der Regel in jedem Tierheim gesucht. Vielleicht können Sie sich auch mit tierlieben Kollegen zusammenschließen und nach Feierabend oder sogar in der Mittagspause hier vorbeischauen.

Versuchen Sie es mit „Kollege Hund“

Der deutsche Tierschutzbund hat gemeinsam mit Pedigree den Aktionstag „Kollege Hund“ ins Leben gerufen, um den Unternehmen das Thema Bürohund näherzubringen. Hierbei dürfen Mitarbeiter ihre Hunde testweise mit ins Büro nehmen – so erhoffen sich die Initiatoren eine größere Akzeptanz der Vierbeiner in deutschen Unternehmen. Der Aktionstag findet immer am letzten Donnerstag im Juni statt.

Weitere hilfreiche Informationen und Tipps zum Thema Bürohund erhalten Sie vom Bundesverband Bürohund.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit einem Bürohund machen können? Oder geht Ihr eigener Hund sogar jeden Morgen mit Ihnen zur Arbeit? Verraten Sie es uns doch in den Kommentaren!

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