In & Out of Control – Wie KI soziale Beziehungen verändert

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29. Januar 2024
Künstliche Intelligenz, Soft Skills
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In unserer hypervernetzten Welt, dem „Internet of Everything“, verschmelzen Menschen, Dinge und künstliche Intelligenzen (KI) zunehmend miteinander. In dem Maße, wie Dinge intelligenter werden, Künstliche Intelligenzen und digitale Zwillinge Gestalt annehmen und Roboter Persönlichkeitsmerkmale entwickeln, verschwimmen die Grenzen. Es wird zunehmend schwieriger – vielleicht auch unwichtiger – zu unterscheiden, ob wir mit Menschen oder Maschinen kommunizieren.

Erfahren Sie in diesem Gastbeitrag von Karin Frick, wie sich soziale Beziehungen durch die Künstliche Intelligenz verändern könnten.

Karin Frick

Karin Frick

Principal Researcher & Speaker | Gottlieb Duttweiler Institut

Zum Profil

Wer profitiert von mehr Intelligenz?

Die Veränderung sozialer Beziehungen in einer Welt, in der Interaktionen mit nicht-menschlichen Akteuren und KI alltäglich sind, ist komplex. KI beeinflusst Kommunikationsstile, soziale Normen und unser Verständnis von zwischenmenschlicher Dynamik.

Das soziale Gefüge einer Gesellschaft wird maßgeblich durch die herrschenden Machtverhältnisse geprägt und Intelligenz wird seit Jahrtausenden als Rechtfertigung für Dominanz und Unterwerfung herangezogen.

Dies wirft die Frage auf, wie sich AI auf Machtbeziehungen auswirkt: Wer profitiert von mehr Intelligenz und kontrolliert wen oder was? Wächst die Macht der NutzerInnen oder fühlen sie sich zunehmend ohnmächtig, weil ihnen KI viele Entscheidungen abnimmt, sie immer weniger verstehen und sie sich den Maschinen unterlegen fühlen?

Drei Arten der Macht

Man kann auf abstrakter Ebene zwischen drei Machttypen unterscheiden: „Macht über“, „Macht zu“ und „Macht mit“. „Macht über“ beschreibt asymmetrische Beziehungen, „Macht zu“ bezieht sich auf die Fähigkeit, bestimmte Ergebnisse zu erzielen, und „Macht mit“ auf die Fähigkeit zur kollektiven Handlung.

Diese unterschiedlichen Arten der Macht reflektieren die komplexen Strukturen sozialer Interaktion, sowohl in menschlichen Gesellschaften als auch in der Beziehung zwischen Menschen und KI-Systemen.

1. Macht über:

Gegenseitige Abhängigkeit: Unsere Abhängigkeit von KI steigt mit der zunehmenden Datenmenge, während KI menschengenerierte Daten zum Lernen benötigt.

​​​​​​​Einseitige Abhängigkeit: Der Mensch benutzt KI als Werkzeug, das bedingungslos Aufgaben erfüllt, ähnlich wie früher Sklaven oder Arbeitstiere, jedoch ohne die ethischen und moralischen Implikationen, die mit der Ausbeutung von Lebewesen verbunden sind.

​​​​​​​Unabhängigkeit: Fortschrittliche KI schafft unabhängige digitale Lebensformen, die autonom in virtuellen Umgebungen agieren und sich weiterentwickeln. Beispiele wie das KI-Netzwerk Chirper deuten auf eine Zukunft hin, in der KI eigenständige digitale Charaktere und Persönlichkeiten erschaffen kann.

2. Macht zu:

Kooperation: Die Kombination von menschlichen und KI-Fähigkeiten ermöglicht es, über menschliche Grenzen hinauszuwachsen. Wir werden zunehmend Kopiloten auf unseren smarten Geräten haben, die unsere Bedürfnisse und Verhaltensweisen sehr gut kennen und uns in allen Lebenslagen unterstützen.

Wettbewerb: KI übernimmt zunehmend menschliche Jobs und tritt in direkten Wettbewerb mit Menschen. Dies zeigt sich etwa im Hochfrequenzhandel und in der KI-gesteuerten Inhaltsproduktion. Die Fähigkeit von KI-Systemen, schnell zu lernen und sich zu verbessern, verschafft ihnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Koexistenz: KI wird zu einem Grundgut, wie Elektrizität. Sie wird vorausgesetzt, gehört zur Infrastruktur, läuft im Hintergrund und wird nur noch beachtet, wenn sie ausfällt. Die Beziehung zwischen Menschen und KI wird dabei zunehmend von Gleichgültigkeit geprägt

3. Macht mit:

Synergie: KI kann als Katalysator für Schwarmintelligenz wirken, indem sie hilft, die kollektive Problemlösungsfähigkeit von Gruppen zu steigern, Entscheidungsprozesse zu optimieren und den Zusammenhalt zu stärken.

Antagonisten: KI-gestützte Überwachungssysteme können als Gegenspieler zu menschlichen Datenschutzrechten angesehen werden.

Gleichgültigkeit: Menschen und KI beeinflussen sich gegenseitig nicht wesentlich. KI produziert Inhalte in Mengen, die vom Menschen nicht aufgenommen werden können und nicht mehr beachtet werden.

Die Beziehungen zwischen Menschen und KI entwickeln sich weiter. Während anfangs "Macht über" dominiert, in der der Mensch die KI vollständig kontrolliert, verschiebt sich die Beziehung zunehmend auch zu Aspekten der „Macht zu“. Langfristig wird die „Macht mit“, also die Fähigkeit, durch KI-Einsatz kollektiv zu lernen, von entscheidender Bedeutung sein, da Zusammenarbeit ein wesentliches Merkmal unserer Spezies ist.

Gottlieb Duttweiler Institut

Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) ist der älteste Think Tank der Schweiz. Es erforscht die Zukunft mit Trend-Studien und internationalen Konferenzen, entwickelt Innovationsstrategien und bildet die Führungskräfte von morgen aus. Seine Schwerpunktbereiche sind Handel, Ernährung und Gesundheit. Darüber hinaus ist das GDI mit Sitz in Rüschlikon auch eine Eventlocation für geschäftliche Anlässe. Das unabhängige Institut wird vom Migros-Kulturprozent unterstützt. www.gdi.ch

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