Die perfekte Gesprächsführung – wichtige Tipps und Verhaltensweisen

28. August 2017
Führungskompetenz, Soft Skills
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Eine erfolgreiche Gesprächsführung hängt von bestimmten Schlüsselfaktoren ab. Unsere Kommunikationsexpertin Dr. Dorothea Driever-Fehl kennt sich mit diesen Faktoren bestens aus und hat uns vor einiger Zeit im Interview verraten, welche Rolle beispielsweise der erste Eindruck spielt, welche Verhaltensweisen zu einem perfekten Gespräch gehören und was Sie zukünftig beachten sollten, um Gespräche in die von Ihnen gewünschte Richtung zu lenken.

Der erste Eindruck zählt

Frau Dr. Driever-Fehl, Sie thematisieren in Ihren Seminaren verschiedene Stellschrauben der Kommunikation. Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach insbesondere der erste Eindruck?

Der erste Eindruck ist sehr wichtig, denn er stellt die Weichen und beeinflusst alles Weitere. Er kommt fast ausschließlich durch die Körpersprache und andere nonverbale Signale zustande. Aber er ist nicht in Stein gemeißelt, sondern revidierbar – allerdings nicht so leicht. Deshalb hilft es sehr, wenn man weiß, welchen ersten Eindruck man bei anderen erzeugt. Denn nur so bekommt man die Chance, gezielt Einfluss darauf zu nehmen. Es sind oft scheinbare Kleinigkeiten, die sich relativ leicht verändern lassen und zu viel positiveren Einschätzungen führen.

Ihre Authentizität ist beeinflussbar

Ein authentischer Auftritt ist sicherlich ebenfalls entscheidend für eine erfolgreiche Gesprächsführung. Und dazu gehört bekanntlich auch die innere Einstellung. Inwiefern kann man die eigene Authentizität beeinflussen?

Authentizität ist ein schillernder Begriff. Die meisten Menschen verstehen darunter, dass sie sich nicht verstellen, sondern „sie selbst bleiben“. Darin drückt sich das Unbehagen aus, wenn man sich anders als gewohnt verhält. Gerade wenn man versucht, sein nonverbales Verhalten zu modifizieren, treten solche inneren Widerstände auf. Es fühlt sich dann für den Betreffenden meist unecht und gekünstelt an. Das schränkt aber die Weiterentwicklung und Veränderung des üblichen Verhaltens stark ein.

Diesen inneren Widerstand kann man überwinden, indem man sich mit dem neuen Verhalten anfreundet, es austestet und bei Bedarf modifiziert. Dabei wird das neue Verhalten vertraut und das Gefühl, authentisch zu sein, das man anfangs verloren hatte, kehrt zurück. Außerdem kann man natürlich daran arbeiten, sich auf seine Stärken zu besinnen und daraus Selbstbewusstsein zu ziehen. Insofern kann man in der Tat seine Authentizität in der Gesprächsführung beeinflussen.

Das Gesprächsziel steht im Fokus

Welche drei Tipps können Sie unseren Lesern für eine perfekte Gesprächsführung an die Hand geben? Was funktioniert immer?

Ein perfektes Gespräch ist meist ein Geschenk, das man nicht mit Techniken „machen“ kann und es gibt nichts, was immer funktioniert. Aber nahe kommen kann man dem durch folgende drei Verhaltensweisen:

Zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner als Person Wertschätzung – auch wenn Sie gerade gar nicht mit ihm übereinstimmen. Das kann schwierig sein, besonders wenn Sie gerade sehr verärgert über den anderen sind.

Hören Sie zu, geben Sie Rückmeldung und überprüfen Sie, was Sie verstanden haben.

Behalten Sie das Gesprächsziel im Blick versuchen Sie, das Gespräch wirklich zu „führen“ soweit das möglich ist.

Viele Menschen geben die Gesprächsführung zu schnell aus der Hand. Was raten Sie, um sicherer an schwierige Gespräche heranzugehen?

Die Gesprächsführung kann aus verschiedenen Gründen schwierig sein, beispielsweise durch:

Zu große Anspannung und Angst vor einem Misserfolg und den negativen Folgen. Dadurch neigt man zu wenig Flexibilität, baut zu viel Druck auf und übersieht mögliche Chancen.

Daher mein Tipp:
Als ein erster Schritt hilft es schon, sich klar zu machen:

„Ich will das Bestmögliche erreichen, aber ich kann auch mit weniger oder sogar Misserfolgen leben. Die Welt geht dabei nicht unter. Aber ich werde jede Chance nutzen, um mein Ziel zu erreichen.“

Mit einer solchen Einstellung übernehmen Sie mit mehr Mut und Energie die Gesprächsführung.

Taktische Fehler, wie sich in Nebenschauplätzen und Details zu verheddern, die nicht entscheidend sind, sich im Kreise zu drehen oder schon behandelte Punkte noch einmal (ohne Not) aufzurollen.

Daher mein Tipp:
Versuchen Sie, sich auf das bestmögliche Ziel zu fokussieren und dabei den Dialog zu beobachten. Lassen Sie sich nicht auf Nebenschauplätze locken oder eröffnen Sie gar selbst welche.

Fehlende Fragen. Der alte Spruch „Wer fragt, der führt!“ stimmt, denn die meisten Menschen haben einen Antwortreflex. Und damit kann man ein Gespräch sehr leicht in die gewünschte Richtung steuern.

Daher mein Tipp:
Beschäftigen Sie sich mit der Kunst des Fragens und nutzen Sie diese Strategie. Dadurch bekommen Sie wertvolle Informationen, die Ihnen in der weiteren Gesprächsführung sehr nützlich sein können.

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