Bleiben Büroimmobilien auch in der Zukunft eine interessante Asset-Klasse?

07. January 2021
Immobilien & Bau
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In Zeiten der Pandemie und dem damit einhergehenden Homeoffice stehen zahlreiche Bürokomplexe nahezu leer. 61% der deutschen Unternehmen schicken dieser Tage ihre Mitarbeiter zum Arbeiten nach Hause. Bedeutet das Homeoffice also das Aus für klassische Büroimmobilien in der Zukunft? Lohnen sich noch Investitionen in Büroimmobilien? Wir klären in diesem Artikel auf und zeigen, warum die Arbeit im Büro vor Ort doch nicht so rückständig ist.

Homeoffice: Der Feind für Büroimmobilien der Zukunft?

Keine Frage, das Arbeiten von zuhause aus bietet zahlreiche Vorteile: Beruf und Familie lassen sich besser vereinbaren, der Arbeitsweg wird nicht mehr zum ersten Stressfaktor des Tages und die Kollegen können nicht mit Hintergrundgeräuschen stören. Nicht zuletzt hilft es, die Corona-Pandemie einzudämmen. Doch auch der persönliche Austausch mit Kollegen fehlt vielen Arbeitnehmern im Homeoffice.

Deswegen ist sich Andreas Trumpp, Head of Research & Strategy Europe bei Savills Investment Management sicher, dass die Büroimmobilie auch nach der Pandemie essenziell bleiben wird – sowohl für Mieter als auch für Investoren. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Büroimmobilien an die sich ständig ändernden Anforderungen anpassen.

Das Großraumbüro hat ausgedient. Flexible Arbeitsplätze im Büro werden gefordert. Das Büro 4.0 ist auf dem Vormarsch – und dieses soll multifunktional sein. So können zum Beispiel durch verschiebbare Wände eigene Räume erschaffen werden, die gerade jetzt bestens zu der zu erledigenden Aufgabe passen. Auch feste Desktop-PCs gehören der Vergangenheit an und werden durch Laptops, Tablets und Smartphones ersetzt. Ausführliche Infos zum Büro 4.0 finden Sie ebenfalls auf unserem Blog.

Büroimmobilien gelten auch zukünftig als spannende Investitionsmöglichkeit

Für die auch in Zukunft sichergestellte Attraktivität von Bürokomplexen – vor allem in zentralen Lagen – sprechen einige Punkte:

Pflege sozialer Kontakte 
Wie bereits erwähnt, ist das Arbeiten von zuhause aus und ohne Kollegen natürlich möglich, doch erfüllt es den Arbeitsalltag auch? Viele Arbeitnehmer sehnen sich nach sozialen Kontakten zu Kollegen und Vorgesetzten. Was wäre die Nachmittagspause ohne ein kurzes Gespräch in der Teeküche mit den Teammitgliedern? 

Einarbeitung neuer Mitarbeiter
Diese funktioniert am besten Face-to-Face.Je nach Unternehmen können Onboarding-Prozesse auch nicht vom Homeoffice aus stattfinden. Gerade zu Beginn der Aufnahme einer neuen Tätigkeit profitieren Mitarbeiter von dem persönlichen Kontakt zu Mentoren und Kollegen. Wie funktioniert die Stechuhr, wie bedient man die Kaffeemaschine oder wo finde ich Kollegen XY? All diese Fragen lassen sich am besten im Büro klären und schaffen Vertrauen.

Ausstattung des Arbeitsplatzes
Gerade Arbeitnehmer, die eine Familie zuhause haben kennen dieses Problem: Die Kinder meckern bei den Hausaufgaben, die Waschmaschine möchte ausgeräumt werden und von einem eigenen Büro mit adäquater Ausstattung zuhause können viele nur träumen. Hier bietet die Büroimmobilie oftmals die bessere Alternative. In der Regel sind die Arbeitsplätze hier optimal ausgestattet und bieten häufig eine Atmosphäre, die zum produktiv sein einlädt.

Außerdem sprechen die bereits erhobenen Zahlen dafür, dass die Büroimmobilie in Zukunft nicht aussterben wird. So wird sich zum Beispiel der Frankfurter Bürovermietungsmarkt 2020 laut JLL auf dem ähnlichen Umsatz-Größenordnungsniveau bewegen wie die der Jahre 2009 und 2004. Somit zwar mit einem Rückgang aber nicht in dem vielleicht von vielen erwarteten Ausmaße.

Fazit: Homeoffice bietet viele Vorteile, doch diese bietet auch das Arbeiten im Büro

Abschließend kann festgehalten werden, dass beide Arbeitsplätze zahlreiche Vor- und Nachteile bieten. Experten sind sich sicher, dass Büroimmobilien noch lange nicht ausgedient haben und auch nach der Pandemie weiterhin für Mieter und Investoren interessant sein werden. Allerdings müssen die Büros neu organisiert werden, um das Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus so gering wie möglich zu halten – da ist sich Panajotis Aspiotis, Geschäftsführer der Immobilienberatungsgesellschaft Savills, sicher.

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