Auswirkungen der Digitalisierung auf die Produktentwicklung

18. February 2020
Digitalisierung, Marketing, Produktion
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Die Digitalisierung nimmt starken Einfluss auf die Produktentwicklung. Smart Products halten immer mehr Einzug in unser Leben und entwickeln sich weiter. Aber welche Auswirkungen hat sie genau und wie können IT-Systeme bei der Entwicklung helfen? Darüber sprachen wir mit Stephan Reinke von der PLATO AG. Er gibt Ihnen einen genaueren Einblick und Antworten auf viele aufkommenden Fragen zu diesem Thema.

Die neuen Ansprüche der Produktentwicklung

Die Digitalisierung hat auch im Qualitätswesen große Auswirkungen. Welche sind dies und was sind die wichtigen Technologien und Trends, die jetzt im QM wichtig sind?

Es ist zu erwarten, dass fast alle intelligenten, kommunikationsfähigen und mechatronischen Produkte durch kluge, Internet-basierte Dienste (Smart Services) ergänzt werden und somit eine Wandlung in Richtung Smart Products erfahren. Als ein Beispiel ist hier das Thema "Autonomes Fahren" zu nennen.

Die wachsende Komplexität der Produkte wirkt sich besonders stark auf die Prozesse der Entwicklung, der Fertigung und der Fertigungssteuerung aus. Das betrifft alle Qualitätssicherungsaspekte. Die enorme Komplexität smarter Produkte erschwert den Nachweis der Sicherheit und der Qualitätsabsicherung. Der starke Anstieg der Datenvolumina und die Notwendigkeit, daraus Wissen über Prozesse, Fehlerursachen und zur Prozessteuerung zu generieren, spielt zusammen mit der Datenqualität eine bedeutende Rolle. Hier gilt es, als Unternehmen die richtigen Entscheidungen zu treffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mit PLATO e1ns bieten wir Unternehmen eine Product Innovation Platform, um die wachsenden Ansprüche der Produktentwicklung zu beherrschen. Die Anwender profitieren von der großartigen Vernetzung ihrer Engineering-Daten, der Anpassungsfähigkeit an ihre Datenmodelle und Prozesse, der Unterstützung von Unternehmensentscheidungen sowie der Skalierbarkeit.

Wir sind überzeugt davon, dass Firmen, die sich auf ihre undurchsichtigen und ineffizienten Entwicklungs- und Fertigungsprozesse auf Grundlage historisch gewachsener Systeme und Tools verlassen, in Zukunft ihre führenden Positionen verlieren.

Der Wandel zu Smart Products

Wie können Unternehmen diese Entwicklungen meistern?

Der Wandel zu Smart Products bleibt nicht ohne Einfluss auf die Engineering-Prozesse. Die Zukunft liegt in der ganzheitlichen Entwicklung. Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktentwicklung (WiGeP) bestätigt in ihrem Positionspapier zum Thema Smart Engineering, dass sowohl aktuelle Prozesse, Methoden, IT-Werkzeuge, Organisationsstrukturen und Kompetenzen zum Teil zu komplex, zu unflexibel und nicht ausreichend für das Engineering 4.0 geeignet sind.

Die gravierende Veränderung der Prozesse im Kontext von Smart Engineering zeigt sich unter anderem daran, dass nun von Beginn an Stakeholder in die flexiblen und in Echtzeit definierten Prozesse einbezogen werden. Auch die Feedback-Informationen, die während der Produktnutzungsphase entstehen, gewinnen an Bedeutung. Für die Entscheidungsfindung fließen auch sie frühzeitig in Entwicklungsprozesse mit ein. Hinzu kommt die (noch zögerliche) Verlagerung der Produktdaten und Softwareanwendungen in die Cloud. Außerdem werden künftige Prozesse stärker mit betriebswirtschaftlichen, sowie mit Materialflussprozessen synchronisiert. Und das alles geht einher mit dem Druck die Markteinführungszeiten zu verkürzen.

Wir stellen fest, dass die Entwicklungsabläufe noch nicht wirklich smart sind, sondern zum großen Teil erst noch digitalisiert werden müssen. Der Wechsel von Produkten in smarte Produkt-Service-Systeme kommt schneller voran, als die Digitalisierung der Prozesse. Hier liegt die Herausforderung des Smart Engineerings.

Smarte Technologien als Hilfe für alle Prozesse

Welche Vorteile können IT-Systeme bieten?

Die Produktinnovationsplattform PLATO e1ns ist inspiriert von Content-Management-Systemen für Engineering-Daten. Sie bietet eine Kombination aus Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit und Datenintelligenz.

Um transparente Arbeits- und Produktentwicklungsprozesse zu schaffen, ermöglicht die webbasierte Plattform die Vernetzung von Mitarbeitern, Methoden (zum Beispiel FMEAs), Daten und den Aufbau eines zuverlässigen Kommunikationsflusses. PLATO e1ns kann an beliebige Inhalte angepasst werden. Unsere Kunden können so ihre Daten individuell darstellen und den Grad der Vernetzung selbst bestimmen.

Wir glauben, dass eine Technologie am effektivsten ist, wenn sie es den Ingenieurteams ermöglicht, zusammenzuarbeiten und Erfahrungen und Ergebnisse auszutauschen. Weltweit, rund um die Uhr mit verbundenen Daten – nur so kann man effizienter als je zuvor arbeiten. So können Teams komplexe Teile und Baugruppen mitentwickeln, ohne dass sie sich physisch am selben Ort befinden müssen – und das zur gleichen Zeit. Je mehr ein Ingenieur über das Datenmanagement nachdenken muss, desto negativer wirkt sich dies auf seine Konstruktionsprozesse, seine Termine und möglicherweise auch auf sein Budget aus. Er möchte während des gesamten Entwicklungsprozesses sehr einfach auf alle Konstruktionsdaten und Artefakte zugreifen können und kontinuierlich alle Einflüsse seiner Entscheidungen auf andere Disziplinen überwachen.

Digitale Produktentwicklung hat viele Vorteile

Mit der hohen Vernetzung der Daten, der Anpassungsfähigkeit an Ihre Datenmodelle und Prozesse und der dennoch vorhandenen Skalierbarkeit ist PLATO e1ns eine Plattform, die es einem breiten Fachpublikum ermöglicht, die wachsenden Anforderungen der Produktentwicklung zu meistern. Sie ist durch und durch darauf ausgelegt, sich mit Ihren Bedürfnissen zu verändern.

PLATO e1ns bietet eine Vielzahl von Formularen für die gängigen Standards aller Branchen – FMEA, Risikoanalyse, Berechnungen, Berichte. Für alles, was Sie tun wollen – vom Anforderungsmanagement bis zum Testen bietet PLATO e1ns maßgeschneiderte Qualitäts- und Analysemethoden.

Um die Produktentwicklung zu optimieren und Zeit im Entwicklungsprozess zu sparen, sollten freigegebene, abgeschlossene und getestete (oder Arbeits-) Entwicklungen eingesetzt werden. Änderungen und Varianten werden schneller realisiert und prozessrelevante Informationen werden automatisch für die nachfolgenden Prozesse zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das im Unternehmen vorhandene Know-how geschützt und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erleichtert.

Da jede Konstruktionsänderung protokolliert wird, lassen sich Konflikte leicht lösen. Ihr Team kann so viel experimentieren, wie es möchte, entweder im gleichen Arbeitsbereich oder in den eigenen Niederlassungen, im Vertrauen darauf, dass Fehler oder schlechte Entscheidungen immer rückgängig gemacht werden können.

Der Einsatz der Cloud verspricht gerade für kleine und mittelständische Unternehmen mit begrenzten IT-Budgets und Ressourcen erhebliche Vorteile, angefangen bei der Vereinfachung der IT-Administration. Der Engineering-Arbeitsplatz gewinnt somit an Flexibilität und kann einfach, standardisiert und aktuell gehalten werden. PLATO bietet Unterstützung mit kompetenten Beratern auf dem Weg in die e1ns-Cloud.

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