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Casual Friday sorgt in vielen Unternehmen dafür, dass selbst Führungskräfte freitags plötzlich Sneaker, Chinos oder Strick-Sakkos im Büro tragen. Der Dresscode wirkt auf den ersten Blick locker, folgt in der Praxis jedoch klaren Regeln. Gerade für Fach- und Führungskräfte stellt sich dabei die Frage, wie viel Lässigkeit erlaubt ist, ohne an Professionalität und Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, was Casual Friday wirklich bedeutet, wie er sich von Business und Business Casual unterscheidet und wie Sie den Dresscode gezielt nutzen, um souverän aufzutreten.
Tipp: Ihre äußere Wirkung ist eng mit Ihren Soft Skills verknüpft. Wie Sie Auftreten, Kommunikation und Präsenz gezielt stärken, erfahren Sie in unseren Weiterbildungen im Bereich Soft Skills.
Der Begriff Casual Friday bezeichnet einen im Unternehmen etablierten Dresscode, der Mitarbeitenden erlaubt, sich freitags informeller zu kleiden als an regulären Arbeitstagen. Seinen Ursprung hat das Konzept in den 1950er-Jahren in den USA, wo Unternehmen bewusst auf eine lockerere Kleidung setzten, um Motivation, Kreativität und Identifikation zu fördern.
Auch heute verfolgt der Casual Friday ein ähnliches Ziel: Er soll eine entspanntere Arbeitsatmosphäre schaffen, ohne die professionelle Grundhaltung infrage zu stellen. Entscheidend ist dabei stets der Kontext. Casual Friday bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern einen bewusst gelockerten Rahmen innerhalb klarer Leitplanken.
Kleidung ist im beruflichen Umfeld immer auch Kommunikation. Sie sendet Signale über Haltung, Anspruch und Rollenverständnis. Der Casual Friday bietet Unternehmen die Möglichkeit, Vertrauen und Modernität sichtbar zu machen. Gleichzeitig fordert er Mitarbeitende und Führungskräfte dazu auf, Verantwortung für ihren Auftritt und ihre Wirkung zu übernehmen.
Gerade im Management zeigt sich hier Führungsstärke: Wer den Dresscode versteht und souverän interpretiert, vermittelt Sicherheit und Orientierung – auch ohne formelle Kleidung.
Viele Unsicherheiten entstehen, weil unterschiedliche Dresscodes miteinander vermischt werden. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, ist eine klare Einordnung hilfreich. Die folgende Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede und dient als Orientierung für den Berufsalltag.
| KRITERIUM | BUSINESS | BUSINESS CASUAL | CASUAL FRIDAY |
| GRUNDSTIL | formell | gepflegt, modern | leger, aber professionell |
| HOSEN | Anzughose | Stoffhose, Chino | Chino, dunkle Jeans |
| OBERTEILE | Hemd, Bluse | Hemd, Bluse, Feinstrick | Hemd, Bluse, Polo |
| SAKKO | Pflicht | optional | optional |
| SCHUHE | klassische Business-Schuhe | Loafer, Derbies, dezente Sneaker | Sneaker, Loafer |
| JEANS ERLAUBT? | nein | abhängig von Branche | häufig ja |
| ZIELWIRKUNG | Autorität | Seriösität & Nähe | Modernität & Authentizität |
Diese Übersicht macht deutlich: Der Casual Friday ist kein Ersatz für Business Casual, sondern eine bewusst lockerere Ergänzung, die Fingerspitzengefühl erfordert.
Als Frau hat man einige Möglichkeiten sich entsprechend dem Casual Friday zu kleiden. Mit einem dunklen Rock und einer unifarbenen oder dezent gemusterten Bluse liegen Sie nie falsch. Am Casual Friday kann der Blazer auch gerne mal durch eine Feinstrickjacke und die Pumps durch Loafer ausgetauscht werden. Geschlossene Schuhe mit leichtem Absatz sind nie verkehrt, gegebenenfalls können Sie am Casual Friday aber auch in Ballerinas oder Sneakern zur Arbeit erscheinen.
… und das sollten sie vermeiden
Es heißt zwar Casual Friday, jedoch sind einige Kleidungsstücke trotzdem eher unpassend. Generell ist darauf zu achten, dass durchsichtige und zu kurze Klamotten vermieden werden. Sie sollten immer daran denken, dass Sie auch am Casual Friday das Unternehmen angemessen repräsentieren.
Sie können hier endlich die lästige Krawatte zu Hause lassen! Auch die Anzughose darf am Casual Friday im Schrank bleiben. Wählen Sie stattdessen eine bequeme Chino-Hose oder eine ordentliche – nicht zerrissene – Jeans. Sie sind gemütlicher als der normale Business-Anzug aber immer noch schick genug, um von Kollegen nicht komisch angeschaut zu werden.
… und das sollten sie vermeiden
Verzichten sollten Männer auf Muscleshirts und kurze Shorts. Hawaiihemden haben auf der Arbeit nichts zu suchen, auch nicht am Casual Friday.
Lieber overdressed als underdressed
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie am Casual Friday trotzdem besser eher etwas zu schick als zu lässig zur Arbeit erscheinen.
Sie haben keinen Anspruch auf den Casual Friday
Nicht jedes Unternehmen etabliert einen Casual Friday, deshalb sollten Sie sich immer über den Dresscode informieren oder sich am Stil Ihrer Kollegen orientieren, bevor Sie freitags lässiger zur Arbeit erscheinen.
Es besteht kein Casual-Friday-Zwang
Wenn Ihnen der Casual Friday zu leger ist, können Sie natürlich auch gerne freitags, wie gewohnt, in Ihrer Business Attire zur Arbeit kommen.
Für den Notfall im Büro
Die Tomatensoße beim Mittagessen ist nicht nur auf Ihrem Teller, sondern auch auf Ihrem Oberteil gelandet? Für so einen Notfall sollten Sie stets eine frische Bluse zum Wechseln im Büro haben. Auch die Herren sollten immer ein sauberes Hemd und eine schlichte Krawatte parat haben.
Falls Sie trotzdem ratlos vor Ihrem Kleiderschrank stehen, finden Sie viele Inspirationen auf YouTube und anderen Social-Media-Kanälen.
Auch für die Herren unter Ihnen ist einiges online zu finden. Das Video von He Spoke Style zeigt sehr schön, dass man durch verschieden kombinierte Basic-Teile, unterschiedliche Wirkungen erzielen kann. Das heißt, Ihr Lieblingsbusinessanzug kann auch am Casual Friday gut zur Geltung kommen ohne, dass Sie overdressed sind.
In den sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Instagram, finden Sie unter den Hashtags #casualfriday, #casualfridaylook und #casualfridayoutfit einige anregende Outfit-Ideen, mit denen Sie freitags im Office punkten können.
Lassen Sie sich von Influencern, Prominenten und auch Kollegen modisch inspirieren und starten Sie Ihr nächstes Wochenende mit dem Casual Friday etwas bequemer als das letzte!
Auch wenn es viele Regeln zum Thema Dresscode gibt, die wichtigste ist und bleibt: Verkleiden Sie sich nicht! Es ist wichtig, dass Sie sicher und souverän auftreten und das geht nur in einem Outfit, in dem Sie sich auch wohlfühlen.
Außerdem sollten Sie stets darauf achten, sich dem Dresscode des Unternehmens anzupassen: Ein Casual Friday in einer Kreativagentur kann ganz anders aussehen als in einer Bank oder einem Versicherungsbüro.
Fazit: Der Casual Friday ist weit mehr als ein lockerer Dresscode. Richtig eingesetzt, unterstützt er moderne Unternehmenskulturen, fördert Authentizität und stärkt Ihre persönliche Wirkung. Entscheidend ist, die Balance zwischen Lässigkeit und Professionalität zu beherrschen – besonders als Fach- oder Führungskraft.
Wie sieht der Dresscode in Ihrem Unternehmen aus? Gibt es bei Ihnen den Casual Friday und wenn ja, wie kleiden Sie sich freitags im Büro?
1. Ist der Casual Friday im Unternehmen verpflichtend?
Der Casual Friday ist nicht verpflichtend, da niemand dazu gezwungen ist, sich freitags legerer zu kleiden als an anderen Arbeitstagen.
2. Gilt der Casual Friday auch für Kundentermine?
Der Casual Friday gilt in der Regel nicht für Kundentermine, da externe Geschäftstermine meist einen formelleren Dresscode wie Business oder Business Casual erfordern.
3. Ist der Casual Friday branchenabhängig geregelt?
Der Casual Friday ist stark branchenabhängig, da Banken, Kanzleien oder Versicherungen meist konservativere Kleidungsstandards haben als Agenturen oder IT-Unternehmen.
4. Darf man am Casual Friday Markenmode tragen?
Markenmode ist am Casual Friday erlaubt, sofern sie dezent eingesetzt wird und auffällige Logos oder plakative Markennamen vermieden werden.
5. Was ist der größte Fehler beim Casual Friday?
Der größte Fehler beim Casual Friday besteht darin, Kleidung mit Freizeit- oder Urlaubscharakter zu tragen, die nicht zur professionellen Arbeitsumgebung passt.
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Isabella Beyer ist Teamleiterin Online Marketing bei Management Circle. Mit ihrer Leidenschaft für kreatives Schreiben und datengetriebene Marketingstrategien entwickelt und steuert sie erfolgreiche Online-Kampagnen, die Fach- und Führungskräften wertvolle Impulse für ihre Karriere geben. Sie verantwortet die Erstellung von hochwertigem Content in Text- und Videoform, optimiert die digitale Sichtbarkeit des Unternehmens und bringt innovative Ideen mit messbarem Erfolg auf die Bühne.
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