Betriebliches Vorschlagswesen: Ein Erfolgsmodell für Unternehmen

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09. Juli 2024
Shy Ying Lam
Personal
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In einer dynamischen Geschäftswelt ist die kontinuierliche Verbesserung ein zentraler Schlüssel zum Erfolg. Ein bewährtes Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, ist das Betriebliche Vorschlagswesen. Dieses System ermöglicht es Mitarbeitern, Ideen zur Verbesserung von Prozessen, Produkten oder Dienstleistungen auf freiwilliger Basis einzubringen. Werden diese Ideen erfolgreich umgesetzt, wird der Mitarbeiter entlohnt.

Wie setzt man ein effektives Vorschlagswesen im Unternehmen um? Welche Benefits bringt es mit sich und wie sollten Mitarbeiter für ihre Beiträge entlohnt werden? Im Folgenden beleuchten wir diese Fragen und geben Best Practices an die Hand.

So führen Sie das Betriebliche Vorschlagswesen in 4 Schritten erfolgreich ein

Der erste Schritt zur Implementierung eines Betrieblichen Vorschlagswesens besteht in der Entwicklung eines klaren und strukturierten Prozesses. Hierbei sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
 

  1. Kommunikation: Informieren Sie Ihre Mitarbeiter umfassend über das neue System. Nutzen Sie dabei verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mails, Intranet und Team-Meetings.
  2. Einreichungsprozess: Entwickeln Sie ein einfaches und benutzerfreundliches Verfahren zur Einreichung von Vorschlägen. Dies kann durch digitale Tools oder traditionelle Methoden wie Vorschlagsboxen erfolgen.
  3. Kriterien und Bewertung: Definieren Sie klare Kriterien für die Bewertung der Vorschläge. Diese könnten Aspekte wie Machbarkeit, Kosten-Nutzen-Verhältnis und Innovationsgrad umfassen.
  4. Feedback und Transparenz: Sorgen Sie für regelmäßiges Feedback und Transparenz im Bewertungsprozess. Mitarbeiter sollten stets über den Status ihrer Vorschläge informiert sein.


Sie haben das Betriebliche Vorschlagswesen bereits eingeführt? Dann sind Sie schon einen Schritt weiter! Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es entscheidend, dass das Vorschlagswesen von der Unternehmensführung auch aktiv unterstützt wird. Je nach Unternehmensgröße können Sie die Vorschläge in der Personalabteilung oder Geschäftsleitung besprechen.

Alternativ können Sie eine Taskforce einrichten. Stellen Sie eine Arbeitsgruppe mit Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen zusammen, die für die Bewertung und Umsetzung der Vorschläge verantwortlich ist. In regelmäßigen Meetings kann die Taskforce Vorschläge evaluieren und die Umsetzbarkeit besprechen.

Deshalb sollten Sie das Betriebliche Vorschlagswesen in Ihrem Unternehmen einführen

Die Implementierung des Betrieblichen Vorschlagswesens ist eine Win-Win-Situation. Ihre Mitarbeiter kennen die Produkte und Prozesse am besten. Die Vorschläge können Ihnen deshalb dabei helfen, Ihre Unternehmensprozesse weiter zu optimieren. Gleichzeitig profitieren Ihre Mitarbeiter von diesem System, denn sie können ihre Arbeitswelt aktiv mitgestalten und sind motivierter, ihre Ideen einzubringen.

Ein gut funktionierendes Betriebliches Vorschlagswesen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Durch die Einbindung der Mitarbeiter in den Verbesserungsprozess entsteht nicht nur eine Kultur der Wertschätzung, sondern auch eine der kontinuierlichen Innovation.

Sparen Sie sich außerdem das Geld für teure Berater. Diese kommen meistens von externen Firmen und müssen erst einmal die Unternehmensstrukturen und -prozesse verstehen. Ihre Mitarbeiter sind die besten Berater und viele Verbesserungsvorschläge führen sicherlich zu effizienteren Prozessen und damit zu Kosteneinsparungen.

Als Arbeitgeber haben Sie außerdem einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen. Unternehmen, die kontinuierlich an ihren Prozessen und Produkten arbeiten, können sich besser am Markt behaupten und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Diese Anreize können Sie für Ihre Mitarbeiter schaffen

Natürlich sollten Sie auch Anreize für Mitarbeiter schaffen, ihre Vorschläge und Ideen einzureichen. Die Anerkennung und Entlohnung der Mitarbeiter für ihre Vorschläge ist deshalb ein wichtiger Motivationsfaktor. Es gibt verschiedene Modelle, die sich in der Praxis bewährt haben:

  1. Monetäre Anreize: Eine direkte finanzielle Belohnung für umgesetzte Vorschläge. Dies kann ein fester Betrag oder ein prozentualer Anteil an den Einsparungen sein.
  2. Gutscheine: Wird ein Vorschlag erfolgreich umgesetzt, könnte dieser zum Beispiel durch einen Essens- oder Tankgutschein entlohnt werden.
  3. Karriereförderung: Ist ein Mitarbeiter besonders engagiert, sollte dieser auch bei der Karriereentwicklung und Beförderungen beachtet werden.

Best Practices: Diese Unternehmen setzen das Betriebliche Vorschlagswesen bereits erfolgreich in die Praxis um

Dass sich die Einführung des Betrieblichen Vorschlagswesens lohnt, haben schon einige Unternehmen bewiesen. Die Firma Merck führte dieses System 1853 als eine der ersten Firmen ein und konnte im Jahre 2010 durch den Verbesserungsvorschlag zweier Mitarbeiter über 1,5 Millionen Euro einsparen! Die Produktausbeute konnte um ein Viertel gesteigert werden, indem die Menge eines Lösemittels verdoppelt wurde.

Die Firma Toyota ist bereits für ihr Lean Management und ihre Kaizen-Philosophie bekannt. Das Betriebliche Vorschlagswesen haben sie deshalb selbstverständlich auch verinnerlicht. Durch den Vorschlag eines Mitarbeiters wurde das „Just-in-Time-Prinzip“ entwickelt. Dabei werden Teile erst nach Bedarf geliefert, um so Lagerkosten einzusparen.

Das sind nur einige Beispiele einer erfolgreichen Umsetzung. Wie Sie sehen, kann das Betriebliche Vorschlagswesen einige Vorteile mit sich bringen.

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Autorin Shy Ying Lam von Management Circle
Über die Autorin

Shy Ying Lam

Als Online Marketing Managerin bleibt Shy Ying Lam stets auf dem neuesten Stand der digitalen Marketing-Trends. Mit ihrer kreativen Denkweise betreut sie den Blog und Newsletter. Die studierte Soziologin setzt sie sich gerne mit gesellschaftlichen Themen auseinander.

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