Metaphern? 7 Gründe, warum Sie das rhetorische Mittel verwenden sollten!

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13. September 2017
Martina Eckermann
Soft Skills
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Metaphern sind ein beliebtes rhetorisches Stilmittel. Langweilige Reden, spontane Vorträge oder wichtige Präsentationen können Sie mit Hilfe von Metaphern wirkungsvoll aufwerten. Aber was macht eine gute Metapher aus? Und wie wendet man sie businesstauglich an? Das klären wir für Sie in diesem Beitrag. Vertiefen können Sie den Einsatz von Metaphern übrigens ganz praxisnah in unserem Seminar Einfach erklärt – Dr. Jens Tomas zeigt Ihnen, wie Sie zum Beispiel mit ChatGPT businesstaugliche Metaphern kreieren, die Ihre Botschaften lebendig und einprägsam machen.

Metaphern & andere rhetorische Mittel machen Vorträge überzeugend

Um einen erfolgreichen Vortrag halten zu können, steht Ihnen eine große Auswahl an Stilmitteln und Techniken zur Verfügung. Wir haben Ihnen beispielsweise bereits gezeigt, wie Sie mit gut ausgewählten Soundbites rhetorisch stark überzeugen und wie Sie mit dem VEGAZ-Prinzip selbst Spontan-Vorträge souverän meistern. Heute stellen wir Ihnen eine weitere Möglichkeit vor, mit der Sie Ihren Vortrag wirkungsvoll aufwerten können: Die Metapher.

Metaphern dienen zur Verbildlichung

Der Duden definiert die Metapher als einen sprachlichen Ausdruck, bei dem ein Wort oder auch eine ganze Wortgruppe aus seinem ursprünglichen Bedeutungszusammenhang – also seinem sprachlichen Gebrauch – in einen anderen Zusammenhang übertragen wird.

Ein Beispiel dazu: Der Athlet kämpft wie ein Löwe.

Durch den entsprechenden Kontext des Satzes, dass es eben um die Beschreibung des Athleten geht, wird verhindert, dass die Übertragung des Wortes Löwe aus der Tierwelt in die Sportlerwelt ein Missverständnis hervorruft. Das Wort Löwe wird zwar mit dem Athleten in Zusammenhang gebracht, jedoch wird deutlich, dass hier nicht wirklich ein Löwe präsent ist.

Kurz gesagt, stellt eine Metapher also eine Verbildlichung dar. Das genutzte Wort oder die Wortgruppe wird bildlich in einen anderen Zusammenhang übertragen. Und das eröffnet Ihnen viele tolle Möglichkeiten! Natürlich gibt es verschiedene Arten an Metaphern. Der Rhetorik-Experte Matthias Pöhm hat diese sehr schön unterschieden – wir stellen sie Ihnen im Folgenden genauer vor.

3 Arten an Metaphern stehen Ihnen zur Verfügung

 

1. Die Ein-Wort Metapher

Beispiel:
Warteschlange

Metapher:
Das Tier Schlange ist hier zwar nicht gemeint, das Wort wird jedoch stellvertretend für eine lange Reihe an Menschen verwendet.

 

2. Die Halb-Satz-Metapher

Beispiel:
Mein Kollege ist aus allen Wolken gefallen.

Metapher:
Der Kollege ist natürlich nicht wirklich aus den Wolken auf den Boden gefallen, durch die Wortgruppe wird jedoch verdeutlicht, dass der Kollege sehr erstaunt war.

 

3. Die Geschichten-Metapher

Beispiel:
Bei einem Wettkampf kämpft jeder Athlet für sich selbst. Aber ein einzelnes Bambusrohr können Sie knicken und damit beschädigen, ein ganzes Bündel jedoch nicht. Und genauso ist es beim Wettkampf auch: Die Gemeinschaft ist immer stärker als jeder einzelne, weshalb auch ein einzelner Athlet den Rückhalt in der Mannschaft suchen sollte.

Metapher:
Hier wurde ein bildhafter Vergleich in eine ganze Geschichte eingeflochten. Eingeleitet werden Metaphern dabei oft durch Formulierungen wie „Genauso ist es bei…“.

Geschichten-Metaphern sind besonders wirksam

Geschichten sind die wirksamsten Metaphern, denn durch den direkten Vergleich einer bestimmten Situation mit etwas leicht Vorstellbarem, entstehen die schärfsten Bilder im Gehirn Ihres Publikums. Versuchen Sie deshalb gerade mit einer guten Geschichte und damit auch guten Vergleichen, Ihren Vortrag oder Ihre Präsentation aufzuwerten. Denn das hat große Vorteile!

7 Gründe, warum Sie Metaphern verwenden sollten

Sie erzeugen Bilder in den Köpfen Ihres Publikums.

Sie transportieren dadurch Gefühle.

Sie halten das Interesse Ihrer Zuhörer hoch.

Sie machen komplexe Zusammenhänge leichter verständlich.

Sie machen die Sachverhalte dadurch einprägsamer.

Sie sorgen dafür, dass Ihr Publikum sich Argumente leichter merken kann.

Sie regen Ihre Zuhörer dazu an, sich die Bedeutung der Metapher selbst zu erschließen und sich mit Ihrem Vortrag länger zu beschäftigen.

Video-Tipp: Die Macht der Bilder

Auch Kommunikationsexperte Dr. Wolfgang Schneiderheinze ist überzeugt davon, dass eine bildhafte Sprache gerade im Berufsalltag wichtig und von Vorteil ist. Im folgenden Video nennt er Ihnen daher einige praktische Beispiele. Nutzen Sie die Macht der Metaphern, um komplexe Sachverhalte leichter zu erklären.

Ein schönes Beispiel von uns zum Abschluss: Stellen Sie sich einmal die Strecke von der Erde zum Mond vor. 384.400 Kilometer klingen erst einmal nach einer sehr großen und abstrakten Zahl. Wenn Sie diese Strecke mit dem Auto zurücklegen könnten, würden Sie so lang fahren, wie wenn Sie Deutschland (von Flensburg bis nach Garmisch-Patenkirchen) 384 Mal mit dem Auto durchqueren müssten.

Jetzt haben Sie sicher eine deutlich bessere Vorstellung davon, wie groß die Entfernung zum Mond ist, oder?

FAQ: 10 Häufige Fragen zu Metaphern – mit kompakten Antworten

1. Was sind Metaphern und warum sind sie ein wichtiges Stilmittel?

Metaphern sind rhetorische Stilmittel, die abstrakte Inhalte bildhaft darstellen. Metaphern erleichtern das Verständnis, erzeugen innere Bilder und machen Aussagen emotionaler, klarer und nachhaltiger, besonders in Reden und Präsentationen.

2. Wie wirken Metaphern auf Zuhörer im beruflichen Kontext?

Metaphern aktivieren die Vorstellungskraft, steigern die Aufmerksamkeit und fördern emotionale Beteiligung. Im Berufsalltag helfen Metaphern, Botschaften schneller zu erfassen, besser zu behalten und überzeugender zu kommunizieren.

3. Welche Arten von Metaphern gibt es?

Metaphern lassen sich in Ein-Wort-Metaphern, Halb-Satz-Metaphern und Geschichten-Metaphern unterscheiden. Jede Art von Metaphern erzeugt Bilder, unterscheidet sich jedoch deutlich in Tiefe, Wirkung und Anschaulichkeit.

4. Warum sind Geschichten-Metaphern besonders wirkungsvoll?

Geschichten-Metaphern wirken besonders stark, weil sie Vergleiche erzählerisch vermitteln. Metaphern in Geschichten erzeugen intensive innere Bilder und helfen, komplexe Inhalte nachhaltig im Gedächtnis zu verankern.

5. Wie machen Metaphern komplexe Inhalte verständlicher?

Metaphern übertragen komplexe Sachverhalte in bekannte Bilder. Dadurch vereinfachen Metaphern gedankliche Prozesse und ermöglichen es Zuhörern, neue Informationen schneller zu erfassen und besser einzuordnen.

6. Sind Metaphern für Präsentationen und Meetings geeignet?

Metaphern sind ideal für Präsentationen und Meetings, da sie Inhalte strukturieren, Aufmerksamkeit erzeugen und Argumente einprägsam vermitteln. Richtig eingesetzte Metaphern unterstützen eine klare und wirkungsvolle Kommunikation.

7. Worauf sollten Sie beim Einsatz von Metaphern achten?

Metaphern sollten zum Thema, zur Zielgruppe und zum beruflichen Kontext passen. Unpassende oder überladene Metaphern können irritieren und die gewünschte Wirkung der Botschaft abschwächen.

8. Wie viele Metaphern sind in einem Vortrag sinnvoll?

Metaphern sollten gezielt und dosiert eingesetzt werden. Wenige, gut gewählte Metaphern wirken stärker als eine Vielzahl unklarer Bilder und unterstützen die Verständlichkeit Ihrer Kernaussagen.

9. Welche Vorteile bieten Metaphern im Vergleich zu Fakten?

Metaphern ergänzen Fakten, indem sie Emotionen transportieren und Zusammenhänge veranschaulichen. Dadurch bleiben Inhalte besser im Gedächtnis und wirken überzeugender als reine Zahlen oder abstrakte Aussagen.

10. Lassen sich Metaphern gezielt trainieren?

Der bewusste Einsatz von Metaphern lässt sich trainieren. Mit Übung und methodischem Vorgehen entwickeln Sie Metaphern, die businesstauglich sind und Ihre Kommunikation nachhaltig stärken.

Autorin Martina Eckermann von Management Circle
Über die Autorin

Martina Eckermann

Als Content- und SEO-Expertin mit über 14 Jahren Berufserfahrung gestaltet Martina Eckermann seit dem Startschuss 2017 den Management Circle Blog mit. Ihr Herz schlägt für Themen, die Führung neu denken und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag beleuchten. In ihren Artikeln kombiniert sie kreative Inhalte mit analytischem Tiefgang – von Whitepapern bis hin zu Trendanalysen. Sie verfasst regelmäßig Artikel, die auf fundierter Recherche und Experteninterviews basieren. Dabei ist sie stets auf der Suche nach frischen Impulsen und Entwicklungen, die Führungskräften echte Orientierung im Business-Alltag bieten.

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