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Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft. Durch den ständigen Wandel der Welt, der immer schneller zu werden scheint, müssen wir als Gesellschaft darauf achten, diese Transformation auch nachhaltig zu gestalten. Hierbei helfen uns die Sustainable Development Goals oder kurz SDGs.
Erfahren Sie in diesem Artikel, was die Sustainable Development Goals eigentlich sind, welche Praxis-Beispiele es gibt, wie Sie Ihre Kommune auf die Einhaltung der SDGs prüfen, welche Kritiken präsent sind und was passiert, wenn diese Ziele nicht erreicht werden.
Die Sustainable Development Goals, mit SDGs abgekürzt, sind auch unter Agenda 2030 oder Global Goals bekannt.
Die SDGs sind ein Plan zum Schutz unseres Planeten – aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Sicht. Im September 2015 haben sich dafür die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen getroffen und 17 Ziele mit insgesamt 169 Unterzielen entwickelt, die alle Staaten bis 2030 erreichen sollen.
Die 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung werden in fünf Ps gegliedert – das sind die fünf Kernbotschaften der Sustainable Development Goals:
People (Menschen)
Prosperity (Wohlstand)
Planet (Planet)
Peace (Frieden)
Partnership (Partnerschaft)
Die 17 SDGs wurden von den Vereinten Nationen folgendermaßen definiert:
Beispiel: Armutsbekämpfung gemeinsam verfolgen – Die Stadt Stuttgart hat mit der Stuttgarter Armutskonferenz wichtige Perspektiven und Erfahrungen zusammenbringen können, aus denen im Anschluss Handlungsempfehlungen für die Bekämpfung von Armut entstanden sind.
Beispiel: Obstarche – Seit 2014 betreibt die Gemeinde Reddelich in Mecklenburg-Vorpommern eine Streuobstwiese, um 370 historische Obstsorten zu schützen. Mittlerweile wurden über 600 Bäume gepflanzt.
Beispiel: Aktives und rüstiges Altern – In der Tagespflegeeinrichtung der AurA gGmbH in Marbug-Biedenkopf werden pflegebedürftige Menschen dabei unterstützt, ihre Fähigkeiten zu erkennen und zu stärken. Die sozialen Kontakte helfen ebenfalls, die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.
Beispiel: Das Fabmobil – Das Fabmobil ist ein Doppeldeckerbus, der mit Digitaltechnik und Werkzeugmaschinen ausgestattet ist. Mit ihm sollen Jugendlichen im ländlichen Raum Creative Technologies, wie beispielsweise der 3D-Druck, nähergebracht werden.
Beispiel: Gender Gap verringern – Die Landeshauptstadt Stuttgart fördert durch das Arbeitsmarktprogramm SINA die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Durch die gezielte Betrachtung der Lebenslagen von Frauen und die aktive Unterstützung soll der Gender Gap verringert werden.
Beispiel: Sauberes Badewasser ohne Chlor – Das moderne Naturfreibad Herrenberg nutzt eine nachhaltige und biologische Wasseraufbereitung.
Beispiel: Nahverkehrszüge fahren mit Ökostrom – Zahlreiche Nahverkehrszüge in Baden-Württemberg sind nicht nur elektrisch betrieben, sondern fahren nun auch mit Ökostrom.
Beispiel: CoWorkLand - Co-Working-Spaces sind oft nur in Großstädten vorhanden. CoWorkLand jedoch schafft Co-Working-Spaces auch in ländlichen Regionen, wie zum Beispiel im alten Kino in der hessischen Kleinstadt Nidda.
Beispiel: Wirtschaftsförderung 4.0 – Mit dem Modellprojekt Wirtschaftsförderung 4.0 will die hessische Kleinstadt Witzenhausen die regionale Wertschöpfung steigern und die Witzenhäuser Wirtschaft von innen heraus stärken.
Beispiel: Wohnungen für Menschen in Not – Attraktive Angebote für Vermieter. Die Stadt Freiburg im Breisgau sucht Wohnungen für geflüchtete und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Dafür verspricht sie Vermietern attraktive Angebote, wie zum Beispiel eine Mietausfallgarantie von bis zu zehn Jahren und ein Renovierungszuschuss in Höhe von 5.000 Euro. Hierdurch soll die Integration in der Stadt gestärkt und Menschen in Not die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben gegeben werden.
Beispiel: Solar- und Gründächer – Im Kreis Lippe wurden zahlreiche Solar- und Gründächer errichtet, um Wasserspeicherung und Feinstaubbindung in den Städten zu gewährleisten.
Beispiel: CLIKIS – Climate friendly Kitchen in Schools – Die Initiative zeigt Schulküchen auf, wie sie durch nachhaltigen Energie- und Lebensmitteleinsatz Treibhausgase reduzieren und so einen positiven Einfluss auf den Klimawandel haben können.
Beispiel: Bäume für Neugeborene – Für jedes neugeborene Kind in Freiburg, schenkt die Stadt einen eigenen Apfel-, Birnen- oder Kirschbaum und trägt damit zum Umweltschutz bei.
Beispiel: Feuchtbiotope, Nasswiesen und Kleingewässer – Die Stadt Freiburg im Breisgau hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Biotope für den Erhalt der Artenvielfalt errichtet.
Beispiel: 1.000 Hektar gesunder Boden in Pfaffenhofen – Die Pfaffenhofener Bodenallianz hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsam mit Bürgern und Landwirten zu zeigen, dass die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen nachhaltig gelingen kann, um so den Klimaschutz zu unterstützen.
Beispiel: Straße der Kinderrechte – Im Nürnberger Stadtpark wurde die „Straße der Kinderrechte“ errichtet, um Kindern auf spielerische Art und Weise zu zeigen, welche Rechte sie haben.
Beispiel: Geestland stellt Impfcontainer für Partnerstadt bereit – Die Stadt Geestland hat während der Corona-Pandemie einen Impfcontainer für seine Partnerstadt Tozeur in Tunesien bereitgestellt und so die internationalen Beziehungen gestärkt.
Auf dem SDG-Portal können Sie einsehen, wie es um die Erreichung der Sustainable Development Goals in Ihrer Kommune steht. Die Datenquellen stammen unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit oder den Statistischen Ämtern der Länder.
Informieren Sie sich darüber, welche Maßnahmen Ihre Kommune ergreift, um die einzelnen Ziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Sie können Ihre Heimat entweder auf einzelne Ziele untersuchen oder sich eine Bewertung über alle 17 SDGs anzeigen lassen.
Wir haben die Management Circle-Heimatstadt Eschborn getestet und hierbei unter anderem folgendes herausgefunden:

Im 12. SDG wird festgehalten, dass verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster gewährleistet werden sollen. In Eschborn wird mit diesen Maßnahmen auf das Ziel hingearbeitet
Bereits drei Mal wurde die Stadt als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet und
25 % der Schulen in Eschborn sind als 2 „Fairtrade Schools“ registriert.
Die SDGs sind in aller Munde, zahlreiche Unternehmen und Kommunen weltweit werben damit – doch wie viel davon ist Greenwashing und können wir diese Ziele realistisch gesehen wirklich erreichen? Wir fassen die Meinungen von Kritikern zusammen.
Die 17 ambitionierten Ziele werden von vielen Kritikern als zu viel eingestuft. Die Masse der Ziele und die fehlende Priorisierung durch die Vereinten Nationen macht es Verantwortlichen schwer, geeignete Maßnahmen zur Zielerreichung zu entwickeln – schließlich funktioniert „alles auf einmal“ nur selten.
Zudem gestaltet sich die Umsetzung häufig schwierig, da vielen Verantwortlichen die nötigen finanziellen Mittel fehlen. Die Umsetzung der Sustainable Development Goals erfordern hohe Investitionen in zahlreichen Bereichen, doch die fehlen oft an den nötigen Stellen.
Auch die Berücksichtigung der sozialen Unterschiede wird häufig kritisiert. Selbstverständlich ist es für reiche Industrieländer einfacher, geeignete Maßnahmen zur Erreichung der SDGs zu entwickeln, als für Schwellen- oder Entwicklungsländer.
Doch was passiert, wenn wir die Ziele zur Förderung von nachhaltiger Entwicklung nicht erreichen? Das hätte schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, Wirtschaft und auf unsere Erde. Die Armut auf der Welt würde weiterhin anhalten und dafür sorgen, dass zahlreiche Menschen an Hunger sterben. Die Schere zwischen armen und reichen Menschen würde durch die Zielverfehlung immer größer werden und nicht zuletzt würde das massive Auswirkungen auf unsere Umwelt haben und den Klimawandel noch weiter vorantreiben.
Fazit: Auch, wenn wir vor großen Herausforderungen stehen, jeder noch so kleine Schritt zur Erreichung der Sustainable Development Goals ist ein Schritt in eine lebenswerte Zukunft. Auf unserem Blog erfahren Sie zum Beispiel, was Sie tun können, um Ihr Büro nachhaltiger zu gestalten.
1. Was bedeutet die Abkürzung SDG?
Die Abkürzung SDG steht für „Sustainable Development Goals“, auf Deutsch „Ziele für nachhaltige Entwicklung“. Die SDGs sind 17 globale Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zur Umsetzung der Agenda 2030.
2. Was versteht man unter SDGs bzw. Sustainable Development Goals?
Unter den SDGs, den Sustainable Development Goals, versteht man 17 weltweit gültige Nachhaltigkeitsziele, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang bringen und globale Verantwortung fördern.
3. Welche 17 Ziele gibt es bei der Nachhaltigkeit?
Die 17 Ziele der Nachhaltigkeit umfassen unter anderem Armutsbekämpfung, hochwertige Bildung, Klimaschutz, nachhaltigen Konsum, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, menschenwürdige Arbeit und starke Institutionen im Rahmen der Sustainable Development Goals.
4. Was versteht man unter dem 17. SDG?
Das 17. SDG der Sustainable Development Goals steht für „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ und betont internationale Kooperation, Wissensaustausch und gemeinsame Verantwortung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
5. Was ist der Unterschied zwischen ESG und SDGs?
Der Unterschied zwischen ESG und SDGs liegt im Fokus: ESG beschreibt Kriterien zur Bewertung nachhaltiger Unternehmensführung, während die SDGs als globale Nachhaltigkeitsziele strategische Orientierung für Staaten und Organisationen bieten.
6. Was bedeutet SDG auf Deutsch?
SDG bedeutet auf Deutsch „Ziele für nachhaltige Entwicklung“. Die Sustainable Development Goals wurden 2015 verabschiedet und bilden den verbindlichen Rahmen für nachhaltige Entwicklung bis 2030.
7. Warum sind die SDGs für Unternehmen relevant?
Die SDGs und Sustainable Development Goals helfen Unternehmen, Nachhaltigkeitsstrategien zu strukturieren, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Innovation sowie Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.
8. Wie hoch ist der SDG-Index von Deutschland?
Der SDG-Index von Deutschland zeigt im internationalen Vergleich gute Ergebnisse bei Bildung und Infrastruktur, weist jedoch weiterhin deutlichen Handlungsbedarf bei Klimaschutz und Biodiversität im Rahmen der Sustainable Development Goals auf.
9. Wie können Unternehmen die SDGs konkret umsetzen?
Unternehmen setzen die SDGs um, indem sie relevante Sustainable Development Goals priorisieren, messbare Nachhaltigkeitsziele definieren und diese strategisch in Governance, Reporting und Geschäftsmodelle integrieren.
10. Welche Rolle spielen Führungskräfte bei der Umsetzung der SDGs?
Führungskräfte verankern die SDGs strategisch, fördern nachhaltige Innovation und stärken Verantwortungsbewusstsein im Unternehmen, um die Sustainable Development Goals wirksam und messbar umzusetzen.
Erhalten Sie praktische Tipps, wie Sie mehr Nachhaltigkeit in den Büroalltag bringen und Ihre Kollegen inspirieren.

Isabella Beyer ist Teamleiterin Online Marketing bei Management Circle. Mit ihrer Leidenschaft für kreatives Schreiben und datengetriebene Marketingstrategien entwickelt und steuert sie erfolgreiche Online-Kampagnen, die Fach- und Führungskräften wertvolle Impulse für ihre Karriere geben. Sie verantwortet die Erstellung von hochwertigem Content in Text- und Videoform, optimiert die digitale Sichtbarkeit des Unternehmens und bringt innovative Ideen mit messbarem Erfolg auf die Bühne.
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