Wohnkonzepte der Zukunft – werden wir so leben?

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19. Mai 2023
Isabella Beyer
Immobilien & Bau
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Wohnkonzepte haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Traditionelle Wohnstile werden zunehmend von innovativen und funktionalen Konzepten abgelöst, damit sie den Bedürfnissen der modernen Gesellschaft gerecht werden. In diesem Artikel stellen wir Ihnen moderne Wohnkonzepte vor, die Ihren Horizont erweitern werden.

Wohnkonzept Wohnhochhaus: Moderner Luxus in (Groß-)Städten

Das Wohnhochhaus hat in den letzten Jahren einen großen Wandel vollzogen – vor allem in der Akzeptanz der Menschen. So möchte jeder Fünfte, der bis 2025 einen Umzug plant, in einem Wohnhochhaus leben. Die hohe Akzeptanz spiegelt sich auch in den Bauprojekten wieder: Zwischen 2010 und 2018 entstehen insgesamt 9.766 Wohnungen in 79 Wohnhochhäusern. Vorwiegend in den A-Städten wie Frankfurt und Berlin sind solche Projekte geplant oder bereits realisiert. Mit dem Grand Tower entsteht dabei in Frankfurt das größte Wohnhochhaus Deutschlands.

In kleineren Städten werden dagegen kaum Wohnhochhausprojekte angegangen. So planen lediglich sieben B-Städte Wohnhochhäuser zu realisieren. Die neuen Wohnhochhäuser in Deutschland haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind alle im höheren Preissegment angesiedelt. Bei fast allen Projekten handelt es sich um Luxuswohnungen, die neben der perfekten innenstädtischen Lage mit guter Anbindung zu allen Verkehrsmitteln auch zusätzliche Services wie einen Concierge, ein Restaurant mit Sternekoch und eigene Reinigungen bieten.

Wohnkonzept Vertical Village: Das ganze Leben in einem Hochhaus

Eng verwandt mit den Wohnhochhäusern ist ein weiteres modernes Wohnkonzept, das sogenannte Vertical Village. In diesen Hochhäusern entstehen neben Wohnflächen auch Einkaufsflächen, Fitnessbereiche, Arztpraxen, Gastronomie und zahlreiche Gemeinschaftsräume. Das Haus muss beinahe nie verlassen werden, da für alle Bedürfnisse des Lebens in diesem vertikalen Dorf gesorgt wird. Selbst die Arbeit kann innerhalb des Gebäudes erfolgen, da es nicht nur Co-Working-Spaces gibt, sondern auch Gewerbeflächen für Unternehmen.

Die CG Gruppe wollte das Konzept nach Deutschland bringen. Doch bisher lassen konkrete Einzugstermine auf sich warten.

So sollten beispielsweise bis 2020 zwölf Projekte in Deutschland fertiggestellt werden, unter anderem auch in Köln. Aus dem ungenutzten Gebäude der Deutschen Post sollte mit 178 neuen Wohnungen das CologneApart entstehen. Die 45 bis 60 Quadratmeter großen Wohnungen könnten mit einem Mausklick gemietet werden. Dabei könnte der zukünftige Bewohner nicht nur entscheiden, welche Grundausstattung er haben möchte, sondern auch zusätzlich aus drei verschiedenen Möbellinien wählen. So könnte man nur mit einem Koffer in das neue Zuhause einziehen und sich um nichts anderes kümmern. Zusätzlich sollten Services angeboten werden, die das Leben der Bewohner erleichtern, beispielsweise kann die Wäsche im Gebäude zur Reinigung abgegeben werden. Diese wird später sogar bis zur Haustür gebracht.

Doch der Traum vom schnellen Umzug scheint geplatzt zu sein: Seit Monaten herrscht Stillstand auf der Baustelle, es wird von finanziellen Schwierigkeiten gesprochen. Zusammen mit dem Projekt Cologneo III im Mülheimer Süden ist das CologneApart nun zum Kauf erhältlich. Obwohl neue Investoren frischen Wind bringen könnten, könnte die schwierige Marktlage weiterhin zu einem Stillstand führen. Seit 2019 wird das Projekt "Cologne Apart" verschoben.

Wohnkonzept Mikro-Apartments: Leben auf kleinstem Raum

Während Mieter früher Wohnungen mit großer Fläche favorisiert haben, wird heutzutage immer öfters nach kleineren Wohnungen, sogenannten Mikro-Apartments, gesucht, um sich nicht mit großen Wohnflächen und hohen Mietpreisen belasten zu müssen. Mikro-Apartments befinden sich meist in zentraler Lage von Metropolen und sind zudem oft möbliert, sodass ein Koffer zum Einziehen und Losleben ausreicht.  Dass Wohnen auf kleinstem Raum nicht unbedingt heißt, große Abstriche im Komfort zu machen, beweist die Architektin Paola Bagna mit ihrem Architektenbüro SpamroomIn Berlin Moabit verwandelte sie mit Johnpaulcoss eine 21 Quadratmeter große Altbauwohnung in ein erstaunliches Studio. In dem Mikro-Apartment befinden sich ein Hochbett, eine kompakte Küche sowie ein kleines aber luxuriöses Badezimmer. Durch versteckte Aufbewahrungsflächen wird der kleine Raum in allen Bereichen ideal genutzt.

Wohnkonzept Tiny House Village: Leben auf kleinstem Raum – aber gemeinsam

In der Welt moderner Wohnkonzepte erfreuen sich Tiny Houses immer mehr Beliebtheit. Die kleinen, kompakten Häuser bieten nicht nur eine nachhaltige Wohnalternative, sondern auch die Chance, minimalisitisch zu leben und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Da die kleinen Häuser weniger Energie verbrauchen, leisten sie zudem einen Beitrag zum Klimaschutz.

Tiny House Villages sind demnach Zusammenschlüsse mehrerer Tiny Houses, die auf einem bestimmten Areal oder Gemeinschaftsflächen platziert sind. Diese Dorfgemeinschaften bieten ihren Bewohnern eine einzigartige Lebensweise, bei der sie von den Vorteilen einer engen Gemeinschaft und den Möglichkeiten eines einfachen, umweltbewussten Lebens profitieren können.

Auch in Deutschland gibt es bereits einige Tiny House Villages, die zeigen, wie dieses Wohnkonzept erfolgreich umgesetzt werden kann. So bietet zum Beispiel das Tiny House Village in Mehlmeisel sogar ein Tiny House Hotel, um selbst einmal in den Genuss des Minimalismus kommen zu können.

Wohnkonzept Cohousing: Zusammen ist man weniger allein

Ein nicht allzu modernes Wohnkonzept sind sogenannte Cohousing-Siedlungen. Diese wurden bereits 1960 in Dänemark entwickelt und vor allem in Skandinavien und auch in Nordamerika umgesetzt.  Eine Cohousing-Siedlung besteht aus privaten Häusern oder Wohnungen, die mit zahlreichen Gemeinschaftsräumen kombiniert werden. So wird meist zusammen gekocht und gegessen. Auch Spielplätze und Schwimmbäder befinden sich oft in der Siedlung und werden gemeinschaftlich genutzt. Zu gemeinsamen Aktivitäten wird jedoch niemand gezwungen. Jeder Bewohner kann selbst entscheiden, ob er in seinen eigenen vier Wänden oder in den Gemeinschaftsräumen seine Zeit verbringen will. Gerade in Berlin wird immer häufiger auf dieses moderne Wohnkonzept gesetzt. Damit versuchen die Bewohner der anonymen Großstadt zu entgehen und den Fokus wieder auf die Gemeinschaft zu legen.

Smart Home – das modernste Wohnkonzept?

Im digitalen Zeitalter wird alles „smart“: Städte, Fabriken, die Landwirtschaft und auch das zu Hause. So könnten wir zukünftig in vernetzten Wohnungen und Häusern leben, welche die Badewanne schon auffüllen und die Heizung aufdrehen, während wir uns noch auf dem Weg nach Hause befinden. Klingt nach Zukunftsmusik? Das Apartimentum in Hamburg, welches von dem XING-Gründer Lars Hinrichs errichtet wurde, beweist das Gegenteil. Das intelligente Haus merkt sich die Bedürfnisse des Bewohners: Angefangen von der Raumtemperatur über die Lichtverhältnisse bis hin zu den Weckgewohnheiten. So soll die smarte Wohnung erkennen, wenn der Raum betreten oder verlassen wird und daraufhin die Temperatur regulieren. Neben einer hauseigenen Packstation von DHL wird der Briefkasten der Wohnung melden, ob an einem Tag Post angekommen ist.

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Die Zukunft der Immobilienbranche – Rückblick zum Immobilienforum Frankfurt 2023

Lesen Sie spannende Experten-Meinungen und zukunftsweisende Best Practices vom Immobilienforum Frankfurt 2023, um die Chancen der Zukunft zu erkennen und Herausforderungen zu meistern. 

Autorin Isabella Beyer von Management Circle
Über die Autorin

Isabella Beyer

Isabella Beyer ist Content Marketing Managerin bei Management Circle. Mit ihrer Leidenschaft für kreatives Schreiben ist sie für die Erstellung von hochwertigem Content für Fach- und Führungskräfte in Text- und Videoform zuständig und hat bereits zahlreiche Marketingkampagnen erfolgreich umgesetzt.

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