Jobsharing: Alles, was Sie zum Arbeitszeitmodell wissen müssen

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19. Dezember 2022
Führungskompetenz, Personal
1 Kommentare

Wäre es nicht toll, wenn…

… Sie sich zu 100 % auf jemanden verlassen könnten?

… Sie unliebsame Aufgaben mit jemandem teilen könnten?

… Sie Erfolge mit jemandem gemeinsam feiern könnten?

All diese Träume können – zumindest beruflich – mit Jobsharing wahr werden.

Definition: Was ist eigentlich Jobsharing?

Jobsharing bezeichnet im Grunde die Aufteilung eines Arbeitsplatzes und ist in Zeiten von New Work ein gern genutztes Arbeitszeitmodell. Dieses hat die Ziele, effizientere Arbeitsergebnisse zu liefern und schnellere Entscheidungen zu treffen.

Welche Positionen können mit Jobsharing besetzt werden?

Oftmals hört man vom Jobsharing im Sekretariat – eine Assistenz ist vormittags im Büro, eine Assistenz ist nachmittags vor Ort. Grundsätzlich ist allerdings jede Position in einem Jobsharing-Modell denkbar. Die Auswahl ist nicht nur auf klassische Büro-Jobs begrenzt – denken Sie zum Beispiel an die zahlreichen ärztlichen Gemeinschaftspraxen. 

Aber natürlich gibt es Stellen, die sich eher für Jobsharing eignen als andere. Der springende Punkt beim Jobsharing: Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Welche Jobsharing-Modelle gibt es?

Beim Jobsharing gibt es zwei Formen:

Job-Splitting

Im Job-Splitting Modell verteilen sich die identischen Aufgaben einer Position auf mehrere Arbeitnehmer. Sie werden unabhängig voneinander erledigt und benötigen keine zwingende Abstimmung mit dem Job-Splitting-Partner. In der Regel werden für das Job-Splitting relativ einfache Aufgaben genutzt.

Beispiel: Backoffice

Job-Pairing

Beim Job-Pairing hingegen werden deutlich komplexere Aufgabengebiete zwischen zwei oder mehreren Personen aufgeteilt. Eine Abstimmung ist hier zwischen den Tandem-Mitgliedern zwingend erforderlich.

Beispiel: Teamleitung

So können Sie das Jobsharing aufteilen

Im ersten Augenblick würde man wohl vermuten, dass die Stelle zu jeweils 50 % aufgeteilt ist. Doch dem ist oft nicht so: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Position auf zwei oder mehrere Mitarbeitende aufzuteilen.

Oft sind Jobsharing-Positionen zu beispielsweise jeweils 60 % aufgeteilt, damit eine Überschneidungszeit für gemeinsame Abstimmungen sichergestellt werden kann. Es gibt aber auch Stellen, die ungleich besetzt sind, wie zum Beispiel 60 % und 80 %.

Sie sehen: Auch hier sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt – zum Beispiel:

Die Jobsharing-Partner wechseln sich wochenweise ab.

Die Jobsharing-Partner arbeiten an vier Tagen und haben einen Tag frei – natürlich nicht am selben Tag. 😉

Oder: montags wird gemeinsam gearbeitet, ein Tandem-Partner hat dann den Rest der Woche frei und in der nächsten Woche andersrum.

Für wen ist Jobsharing geeignet?

Das Arbeitszeitmodell des Jobsharings ist grundsätzlich für jede Position denkbar, allerdings ist nicht jede Persönlichkeit dafür geeignet.

Voraussetzungen sind:

Jobsharing-Partner müssen das „Rampenlicht“ teilen können.

Jobsharing-Partner müssen sich zu 100 % aufeinander verlassen können.

Einzelkämpfer sollten eher auf das Jobsharing-Modell verzichten. 😉

Häufig wird das Jobsharing während besonderen Phasen im Leben genutzt:  

Betreuung von Kindern

Pflege von Angehörigen

Persönliche Weiterentwicklung

Oder kurz vor der Rente

Top-Tipp: Jobtwins

Sie möchten mit Jobsharing durchstarten, Ihnen fehlt aber der passende Partner dafür? Dann schauen Sie doch einmal auf der Jobsharing Matching Plattform Jobtwins vorbei.

Welche Vorteile bietet das Jobsharing?

Gemeinsame Entscheidungen:
Kritische Entscheidungen können gemeinsam getroffen werden. Das Problem wird aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, so lastet auch die Verantwortung auf den Schultern von zwei Personen. Dies führt in der Regel zu fundierteren und besseren Ergebnissen.

Persönliche Sicherheit:
Das Jobsharing bietet die Möglichkeit, in eine Rolle hineinzuwachsen, ohne direkt auf sich allein gestellt zu sein. Die Probleme des Arbeitsalltags können miteinander besprochen werden und die Arbeit muss nicht mit nach Hause genommen werde. Das sorgt für eine persönliche Sicherheit im Jobsharing.

Ideale Arbeitsaufteilung:
Die Arbeit wird nach Präferenzen und Kompetenzen aufgeteilt. So arbeitet jeder Jobsharing-Partner perfekt im eigenen Profil.

Garantierte Anwesenheit:
Egal ob Urlaub oder Krankheit: Mit einer Jobsharing-Position ist immer ein kompetenter Ansprechpartner vor Ort.

Bessere Work-Life-Balance:
Durch die Arbeitsaufteilung können die Jobsharing-Partner einen verantwortungsvollen Beruf ausüben (z. B. eine Führungsposition), allerdings bleibt als Tandem deutlich mehr Zeit für die Work-Life-Balance und Aufgaben können entspannter erledigt werden.

… und welche Nachteile müssen beim Jobsharing bedacht werden?

Kommunikationsprobleme:
Wenn sich die Jobsharing-Partner nicht ausreichend abstimmen, kann es zu Kommunikations- und damit zu Arbeitsproblemen kommen.

Persönliche Präferenzen: 
Passen beide Jobsharing-Partner vom Wesen her nicht zusammen, kann es passieren, dass eine Person dominiert und sich gerne nur die Aufgaben heraussucht, die ihr liegen oder die weniger Arbeitsaufwand bedeuten. Dies führt auf Dauer zu Unzufriedenheit.

Selbst- & Zeitmanagement:
Um die Vorteile des Jobsharings genießen zu können, muss Disziplin her: Ein perfektes Selbst- und Zeitmanagement ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Jobsharing.

Best Practice: So wird Jobsharing in der Praxis gelebt

Anna Schak & Julia Staudt im Jobsharing bei Deutsche Bahn AG - DB Training, Learning & Consulting

Die beiden Führungskräfte Anna Schak und Julia Staudt praktizieren das Jobsharing in ihrem Arbeitsalltag bei der Deutschen Bahn bereits seit Jahren. Sie leiten ein Team und sind für die überfachliche Qualifizierung in der Deutschen Bahn verantwortlich.

Ihr Geheim-Tipp für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Jobsharing:

Treten Sie als Jobsharing-Team immer als geschlossene Einheit auf. Stärken Sie sich gegenseitig den Rücken. Vertreten Sie Entscheidungen immer gemeinsam, auch wenn Sie persönlich unterschiedlicher Meinung sind.

Im Interview im Rahmen unserer Leadership ACADEMY haben sie darüber berichtet, wie ihr Alltag im Jobsharing aussieht:

Würden Sie gerne im Jobsharing arbeiten?

 

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Kommentare

19.12.2022 | Stanka

Ich glaube, dass in Zukunft viel mehr Jobs geteilt werden, sodass wir grundsätzlich weniger arbeiten bzw. mehr aus dem Homeoffice.

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