Diplomatie lernen? Setzen Sie auf die Drei-Schritt-Methode!

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27. Januar 2020
Claudia Blum
Soft Skills
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Mit dem Kopf durch die Wand – das ist gerade im Berufsalltag nicht unbedingt der richtige Weg. Es ist zwar natürlich, dass wir mit einem Konter reagieren möchten, wenn uns etwas nicht gefällt oder wir anderer Meinung sind, insbesondere wenn das Gespräch emotional geladen ist. Das liegt einfach in der Natur der meisten von uns. Unser Ziel erreichen wir deshalb aber noch lange nicht. Daher ist die Herausforderung umso größer, uns zunächst einmal zu besinnen und dann einen diplomatischen Weg einzuschlagen, mit dem wir zum Ziel gelangen. Sie sollten daher auf die sogenannte Drei-Schritt-Methode setzen. Wir stellen Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Grundregeln dieser Vorgehensweise vor und verraten, wie Sie damit Diplomatie lernen können. 

Die Grundvoraussetzungen, um Diplomatie lernen zu können

Um diplomatisch geschickt zu agieren, müssen Sie im ersten Schritt Ihrem Gegenüber zu jeder Zeit eine entsprechende Wertschätzung und den nötigen Respekt entgegenbringen. Sie sollten daher versuchen, ohne Vorurteile und mit echtem Interesse eine Beziehung zu Geschäftspartnern, Kunden oder Kollegen aufzubauen. Dabei kann für den Anfang Small Talk eine große Hilfe sein und die ständige Erinnerung daran, immer aufmerksam zuzuhören. Sie zeigen dadurch Verständnis für Ihren Gesprächspartner. Und das ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, um auf Augenhöhe zu kommunizieren und die eigenen Ziele zu erreichen. 

Diese Verhaltensweise kann nicht jeder so einfach an den Tag legen. Denn Zuhören erfordert, dass wir uns selbst zurücknehmen, unsere eigenen Gedanken in den Hintergrund stellen und uns auf das Gespräch einlassen. Gleichzeitig ermöglicht es uns aber, den anderen besser kennenzulernen und die Einstellungen und Ansichten unseres Gesprächspartners einzuschätzen. Bei der Durchsetzung unserer eigenen Interessen können wir mit diesem Verhalten dann auf jeden Fall viel besser punkten. 

Die Drei-Schritt-Methode als Werkzeug der Diplomatie

Eine einfache Methode, um auch in unangenehmen oder emotional geladenen Situationen diplomatisch geschickt agieren und Dinge, die uns wichtig erscheinen, ansprechen zu können, ist die Drei-Schritt-Methode. Sie ist ein Paradebeispiel für geschickte Kommunikation mit Fingerspitzengefühl – und so funktioniert die Technik:

Schaffen Sie zunächst einen positiven Einstieg, um das Gespräch zu beginnen.

Machen Sie im Anschluss deutlich, was Ihnen nicht gefällt.

Formulieren Sie Ihre Bitte oder Erwartung, indem Sie Ihrem Gegenüber sagen, was Sie sich als Verbesserung wünschen.

Beachten Sie dabei: Es ist wichtig, dass Sie Ihre Aussagen kurzhalten und konkret auf den Punkt bringen. Reden Sie bei den drei Schritten nicht um den heißen Brei herum, damit die Aufmerksamkeit Ihres Gesprächspartners nicht von den wesentlichen Punkten weggelenkt wird. 

Diplomatie ist keine Schlacht von Argumenten

Viele Experten raten dazu, im Rahmen der Diplomatie auf den Austausch von Argumenten zu verzichten. Der Grund: Oftmals schaukeln Sie sich mit Ihrem Gesprächspartner dann nur zu einem Schlagabtausch hoch. Vom diplomatisch geschickten Vorgehen ist dann nicht mehr viel übrig und Sie stehen wieder am Anfang. Die sorgsam aufgebaute Beziehung ist gestört, die Interessen liegen weit auseinander. Und das wäre doch zu schade, oder?  

Der Schlüssel der Diplomatie liegt daher darin, sich wirklich in Ihr Gegenüber hineinzuversetzen. Hören Sie zu und agieren Sie nach der Drei-Schritt-Methode. Das bedeutet nicht, dass Sie dessen Ansichten teilen müssen, aber verstehen sollten Sie diese schon! 

FAQ: 3 Häufige Fragen zur Diplomatie – mit kompakten Antworten

1. Was bedeutet Diplomatie im Berufsalltag?

Diplomatie im Berufsalltag beschreibt die Fähigkeit, eigene Interessen respektvoll, wertschätzend und zielorientiert zu vertreten, ohne Beziehungen zu belasten oder Konflikte unnötig zu verschärfen.

2. Wie hilft die Drei-Schritt-Methode dabei, Diplomatie zu lernen?

Die Drei-Schritt-Methode hilft, Diplomatie zu lernen, indem sie einen positiven Einstieg, eine klare Benennung des Problems und eine konkrete Erwartung verbindet und so sachliche Gespräche ermöglicht.

3. Warum ist Zuhören ein zentraler Bestandteil von Diplomatie?

Zuhören ist für Diplomatie entscheidend, weil es Verständnis, Respekt und Vertrauen schafft und es ermöglicht, die Sichtweise des Gegenübers in die eigene Argumentation einzubeziehen.

Autorin Claudia Blum von Management Circle
Über die Autorin

Claudia Blum

Als Senior Marketing Managerin ist Claudia Blum Expertin für Content- und Direktmarketing. Die Sport- und Reisebegeisterte baute den Management Circle Blog mit auf und schreibt seit der ersten Stunde leidenschaftlich über die Themen Soft Skills, Personal und Produktion.

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