Blind Lunch – Mittagessen mit Fremden? Wir machen den Test!

03. December 2019
Sekretariat & Assistenz, Soft Skills
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Blind Lunch? Was soll das denn sein?

Sie kennen diese Situation sicher: Sie und Ihre Kollegin sitzen mittags in der Kantine und Ihnen begegnen jeden Tag dieselben Personen. Sie wissen, dass diese Kollegen sind – doch den Namen der Personen oder was sie eigentlich machen? Das wissen Sie nicht.

Wäre es nicht spannend, mehr über die Kollegen zu erfahren, mit denen man im Arbeitsalltag nicht ständig zutun hat? Und das am besten noch bei einem leckeren Mittagessen? Genau das ist das Prinzip hinter Blind Lunch.

Was ist ein Blind Lunch eigentlich genau?

Hierbei handelt es sich um ein Mittagessen zwischen Kollegen, die im üblichen Arbeitsalltag wenig Berührungspunkte miteinander haben. Je nach Unternehmensgröße kann dies besonders spannend sein.

Bei der Organisation sind Ihrer Fantasien nahezu keine Grenzen gesetzt. Folgende Fragen sollten Sie klären:

Wer organisiert das geheimnisvolle Mittagessen?
Sie als Assistenz, die Azubis im Unternehmen oder doch jeder eigenverantwortlich?

Wie viele Date-Partner sollen sich zum Lunchen treffen?
Auch hier gibt es keine Vorgaben: Ob zwei einzelne Personen oder eine kleine Gruppe?

Wie sollen die Lunch-Partner bekannt gegeben werden?
Per E-Mail, im Intranet oder am schwarzen Brett?

Und wenn Sie den Blind Lunch nicht selbst organisieren möchten, gibt es mittlerweile auch externe Anbieter, die das für Sie übernehmen – zum Beispiel mysteryminds.

Warum sollten auch Sie einen Blind Lunch in Ihrem Unternehmen organisieren?

Die zahlreichen Vorteile, die für einen Blind Lunch sprechen, sind nicht von der Hand zu weisen:

Sie lernen Ihre Kollegen kennen:
Der wohl größte Vorteil ist, dass Sie die Kollegen besser kennenlernen, mit denen Sie nicht tagtäglich zusammenarbeiten. Sie kennen zwar Herrn Schmidt aus der Rechtsabteilung vom Sehen, wissen aber nicht, was er eigentlich den ganzen Tag auf der Arbeit oder in seiner Freizeit macht? Bei einem Blind Lunch mit ihm werden Sie es herausfinden. Vielleicht finden Sie ja so jemanden, der mit Ihnen in der Mittagspause joggen geht oder dieselbe Leidenschaft für Ihr Hobby Zeichnen teilt.

Sie bauen Ihr Netzwerk aus:
Je mehr Kollegen Sie in Ihrem Unternehmen kennen, desto größer wird auch Ihr Netzwerk. Und das ist – wie vor allem jeder Assistenz bekannt sein sollte – wichtig und hilfreich im Berufsleben. Sie können sich gegenseitig bei der Arbeit unterstützen oder sogar neue Impulse aus anderen Abteilungen mit in Ihre eigene Abteilung nehmen, um den Workflow oder den Teamzusammenhalt zu verbessern.

Sie kommen aus Ihrer Komfortzone:
Gerade für introvertierte Menschen scheint dieser Schritt zu Anfang nicht leicht zu sein. Aber scheuen Sie sich nicht: Sie werden sehen, Sie sind nicht die einzige Person, die wegen des Blind Lunchs über ihren Schatten springen muss. Wir sind uns sicher, dass das Mittagessen mit fremden Kollegen auch für Sie einen Mehrwert bieten wird und Sie sich deshalb danach besser fühlen und stolz auf sich sein können.

Also, sollte es noch Zweifler in Ihrem Unternehmen geben, legen Sie Ihnen diese Argumente vor und einer spannenden Mittagspause wird sicherlich nichts mehr im Wege stehen!

Unsere Erfahrung: Blind Lunch bei Management Circle

Unsere engagierten Azubis haben den Blind Lunch bei Management Circle ins Leben gerufen. Um Infos aus erster Hand zu bekommen, haben wir unsere Azubine Katharina zum Blind Lunch befragt.

 

Liebe Katharina, kannst du uns erklären, wie der Blind Lunch bei Management Circle aussieht?

Wir handhaben das so: Die Azubis kümmern sich um die Organisation. Vorab haben wir alle Kollegen über das Prinzip Blind Lunch informiert und sie gebeten sich dafür per E-Mail anzumelden. Die Resonanz war enorm und fast alle Kollegen haben sich angemeldet. Nun ziehen wir Azubis jeden Monat zufällig zehn Gruppen mit jeweils drei Mitgliedern, die dann gemeinsam zu Mittag essen. Durch eigenverantwortliche Planung haben die Mitarbeiter die Gelegenheit, sich bei einem netten Mittagessen beruflich, aber auch privat besser kennenzulernen. Hierbei ist es natürlich egal, ob sie zusammen in die Kantine oder auswärts essen gehen oder sich etwas von Zuhause mitbringen – das Zusammenkommen und Kennenlernen zählt!

 

Und wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Blind Lunch auch bei Management Circle einzuführen?

Durch Erzählungen von Freunden und Bekannten, die in ihren Unternehmen bereits Erfahrungen mit der Idee machen konnten. Außerdem wurde bei uns schon seit Längerem festgestellt, dass sich immer die gleichen Kollegen zum Essen getroffen haben und bereits eingespielte Gruppen entstanden sind. Diese Gewohnheiten wollten wir ein wenig durchbrechen und neuen Schwung in den Kollegenkreis bringen.

 

Wie war bisher die Resonanz auf den Blind Lunch?

Die Resonanz war bisher durchweg positiv. Obwohl anfangs manche Kollegen etwas skeptisch eingestellt waren, kommen alle mit einem Lächeln, vollem Magen und guten Erfahrungen zurück an den Arbeitsplatz. Jeden Monatsanfang warten bereits alle Mitarbeiter ganz gespannt auf die E-Mail mit den neuen Gruppen für den jeweiligen Monat, weil sie es nicht abwarten können herauszufinden, mit welchen Kollegen sie dieses Mal zusammen essen dürfen.

… auch ich hatte schon meinen Blind Lunch!

Als die E-Mail mit den aktuellen Gruppen kam, war ich aufgeregt – war ich endlich auch an der Reihe? Ja! Über meine Gruppenmitglieder habe ich mich gefreut. Ich kannte beide Kollegen zwar vom Sehen, ausführlich miteinander gesprochen hatten wir jedoch noch nie. Die Terminfindung funktionierte reibungslos und schnell haben wir einen Tag gefunden, an dem alle Zeit hatten. Bei Burger und Pizza haben wir uns sowohl über die Arbeit, als auch über unsere Freizeit und Hobbys unterhalten – es war insgesamt ein sehr schönes Mittagessen und wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

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