Elevator Pitch: So überzeugen Sie Ihre Gesprächspartner sofort

13. January 2020
Sekretariat & Assistenz, Soft Skills
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Als Assistenz sind Sie häufig bei Meetings oder Kundengesprächen dabei? Dann sind Sie sicher schon in die Situation gekommen, sich selbst vorstellen zu müssen. Machen Sie hierbei nicht den Fehler und holen Sie zu weit aus – die meisten Gesprächspartner können sich die Flut an Informationen zu Ihrer Person überhaupt nicht merken – und wenn wir mal ehrlich sind: Es interessiert sie häufig auch nicht wirklich.

Um diese Situation souverän zu meistern, bietet sich die Methode des Elevator Pitches an.

Was ist der Elevator Pitch?

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie und der neue Geschäftsführer Ihres Unternehmens steigen gemeinsam in einen Aufzug und fahren von der ersten bis zur letzten Etage. „Frau Weber, was genau machen Sie eigentlich?“, fragt der neue Geschäftsführer plötzlich. Völlig perplex stammeln Sie etwas von Terminvereinbarungen und Reisekostenabrechnungen – Sie sind nervös und damit überfordert, vor einer so wichtigen Person etwas über sich selbst zu erzählen.

Voller Nervosität vergessen Sie, für welche wichtigen Aufgaben Sie eigentlich zuständig sind: Projektmanagement und die Führung eines Assistenz-Teams.

Nachdem Sie ausgestiegen sind und sich verabschiedet haben, ärgern Sie sich über sich selbst: „Warum ist mir nicht gleich eingefallen, dass ich für das Projektmanagement in der Abteilung zuständig bin? Das ist doch gerade meine wichtigste Aufgabe!“.

Um diese Situation das nächste Mal souverän zu meistern und sich bestmöglich zu präsentieren, bietet sich der Elevator Pitch an.

Beim Elevator Pitch (auch Elevator Statement oder Elevator Speech genannt) handelt es sich um eine kurze und auf den Punkt gebrachte Präsentation in 30 bis 60 Sekunden – so lange, wie eben eine Aufzugsfahrt dauern würde, wie der Name Elevator Pitch schon andeuten lässt.

Ziel des Elevator Pitches ist es, den Gegenüber mit seiner Präsentation neugierig zu machen und zu überzeugen. Wichtig hierbei ist, dass man sich nicht verzettelt und wie im oben genannten Beispiel den Faden verliert. Sie sollten beim Elevator Pitch vermeiden, irrelevante Informationen preiszugeben, sondern eher darauf achten auf Alleinstellungsmerkmale oder Besonderheiten Ihrer Präsentation einzugehen.

Der Begriff entstand in den 1980er Jahren und ist bis heute aus keinem Management-Studium mehr wegzudenken.

Wann können Sie den Elevator Pitch nutzen?

Im Arbeitsalltag gibt es viele Situationen, in denen ein Elevator Pitch nützlich sein kann.

Vorstellung der eigenen Person

Um die oben beschriebene Situation zu meistern eignet sich ein vorbereiteter Elevator Pitch perfekt. Wenn Sie aufgefordert werden, kurz etwas über Ihre Person zu sagen, nutzen Sie die Vorteile des Elevator Pitches.

Überzeugen von Investoren

Unternehmensgründer kommen am Elevator Pitch kaum vorbei: Sie pitchen ihre Idee im Elevator-Stil vor Investoren, die sie in ihrem Vorhaben unterstützen sollen. Vor allem bei Venture Capital Veranstaltungen ist dies der Fall.

Überzeugen von Projektverantwortlichen

Auch in Projektteams wird der Elevator Pitch oft als Präsentationstechnik genutzt, um die Aufmerksamkeit der Kollegen, Vorgesetzten oder Projektverantwortlichen zu gewinnen. Geraden in einem Kick-off-Meeting kann diese Technik dazu beitragen, erste Ideen kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen.

Überzeugen von Kunden

Um einen Kunden zu überzeugen zählen natürlich weitaus mehr als nur 30-60 Sekunden. Jedoch können diese ein guter Einstieg sein, um das Interesse des Kunden zu wecken, wenn er bereits einige andere Dienstleister zum Pitch gebeten hat – schließlich wollen Sie hier herausstechen!

Tipps für Ihren Elevator Pitch

Die gängigste Methode einen Elevator Pitch vorzubereiten ist die AIDA-Formel, die vorwiegend im Marketing zuhause ist. Um die Formel zu verdeutlichen, stellen Sie sich vor, Sie bereiten einen Elevator Pitch für die Vorstellung bei Ihrem neuen Chef vor:

 

A – Attention: Aufmerksamkeit

Es entscheiden die ersten Sekunden, ob Ihr Gegenüber interessiert ist Ihnen zuzuhören oder nicht. Deshalb sollten Sie gerade am Anfang die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners gewinnen – vielleicht mit einem spannenden Fakt oder einer außergewöhnlichen Äußerung?

 

I – Interest: Interesse

Das Interesse an Ihnen oder Ihrem Produkt/Projekt muss im zweiten Schritt geweckt werden. Arbeiten Sie Ihren USP beziehungsweise das Alleinstellungsmerkmal Ihres Produktes/Projektes heraus: „Ich bin übrigens nicht nur Assistenz, sondern in meiner Freizeit auch leidenschaftliche Eiskunstläuferin!“.

 

D – Desire: Verlangen

Anschließend müssen Sie das Verlangen Ihres Gesprächspartners hervorrufen, noch mehr über Sie oder Ihr Produkt erfahren zu wollen. Haben Sie zum Beispiel besondere Stärken, die Ihrem Gegenüber auch zugutekommen können? Erwähnen Sie diese hier!

 

A – Action: Aktion

Zum Schluss sollte eine konkrete Handlung erfolgen. Vielleicht bieten Sie eine Einladung zu Mittagessen an, bei dem Sie weitere Informationen austauschen können oder übergeben Ihre Visitenkarte. Auch ein Satz wie: „Wenn Sie Probleme bei der Reisekostenabrechnung haben, melden Sie sich einfach bei mir. Ich sitze am anderen Ende des Flurs und bin gerne für Sie da“ hilft, Eindruck zu hinterlassen.

 

Außerdem sollten Sie beim Elevator Pitch beachten:

Sprechen Sie klar und deutlich!

Bleiben Sie authentisch!

Bewahren Sie Ruhe! – auch wenn es um viel geht oder Sie mit einer imposanten Persönlichkeit sprechen

! Tipp: Auswendig lernen: Je öfter Sie ihn üben, desto besser wird der Elevator Pitch!

Was sollten Sie in Ihrem Elevator Pitch erwähnen?

Damit Sie bei Ihrem persönlichen Elevator Pitch nichts vergessen, sollten Sie hierbei folgende Fragen beantworten:

Welche Rolle haben Sie im Unternehmen? (Position, Abteilung, Aufgaben, …)

Welche besonderen Projekte haben Sie übernommen?

Welche Ausbildung und Weiterbildungen haben Sie absolviert? Haben Sie Zertifikate erhalten?

Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Beispiel für Ihren Elevator Pitch:

Ich heiße Lisa-Marie Schumann und bin seit sieben Jahren Assistenz in der Rechtsabteilung. Hier bin ich für das komplette Office-Management zuständig und leite unter anderem ein Team aus Junior-Assistenzen. Außerdem bin ich für die Betreuung unserer Azubis zuständig. Kollegen sagen, dass ich mich vor allem durch meine Zuverlässigkeit und meine Strukturiertheit auszeichne. Brauchen Sie Hilfe bei der Vorbereitung von Standardverträgen? Dann bin ich gerne für Sie da!

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