Warum scheitern Unternehmen an der Umsetzung ihrer Strategien?

16. May 2017
Management & Strategie, Projektmanagement
0 Kommentare

In einer Studie zur Strategieumsetzung hat der Harvard Business Review 7.600 Manager aus über 30 Branchen befragt. Die Umfrage konzentrierte sich auf Organisationen in unbeständigen Märkten wie Finanzdienstleistungen, Informationstechnologie, Telekommunikation, Öl und Gas. 

Mehr als 80 Prozent der Manager gaben an, dass die Anzahl ihrer Ziele begrenzt seien und sie die finanziellen Mittel hätten, diese zu erreichen. Doch die Komplexität in der Unternehmensstruktur und den Projekten macht die Umsetzung zu einer echten Herausforderung. 

Wie kann man der Komplexität begegnen? Was lässt sich aus den Zahlen der Studie zur Strategieumsetzung ableiten? Die Sciforma GmbH stellt Ihnen drei falsche Annahmen vor, welche eine Strategieumsetzung erschweren oder sogar gefährden. 

3 falsche Annahmen, welche die Strategieumsetzung gefährden:

Umsetzung gleich Ausrichtung  

In der Regel setzen Manager Strategien um, indem sie Ziele formulieren. Durch eine Zielvereinbarung und Balanced Scorecards sorgen Führungskräfte dafür, dass die Ausrichtung zwischen Strategie und Tätigkeiten innerhalb der Befehlskette gelingt. 

Die größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Unternehmensstrategien seien das Scheitern an der Ausrichtung (40%) und ein Scheitern der Koordination über Abteilungen hinweg (30%). Manager können Ihre Leistungsversprechen zwei- bis dreimal häufiger nicht einhalten, weil sie unzureichenden Support von anderen Abteilungen erhalten als dadurch, dass ihre eigenen Teams Termine nicht einhalten. 

Nur 9% der Manager gaben an, dass sie sich jederzeit auf Kollegen in anderen Abteilungen verlassen könnten und nur die Hälfte, dass sie sich meistens auf diese verlassen könnten. Wenn kein Verlass auf Kollegen ist, wird dies durch eine Reihe von Tätigkeiten kompensiert, die die Strategieumsetzung untergraben: doppelter Arbeitsaufwand, Aufschiebung von Kundenversprechen, Verzögerungen von Leistungen oder verpasste Möglichkeiten. Die fehlende Koordination zwischen Abteilungen führt daher oft zu Konflikten zwischen Abteilungen. 

Umsetzung bedeutet einfach dem Plan folgen 

Kein Plan sieht jedes Ereignis voraus, das ein Unternehmen daran hindert, seine strategischen Ziele zu erreichen. Führungskräfte und Mitarbeiter auf jeder Ebene müssen sich anpassen, unerwartete Hindernisse überwinden und flüchtige Chancen nutzen können. Die meisten Organisationen reagieren laut Umfrage jedoch entweder zu langsam, um flüchtige Chancen zu nutzen oder auftretende Bedrohungen abzumildern (29%) oder zu schnell und verlieren dabei ihre Unternehmensstrategie aus den Augen (24%). Acht von zehn Managern gaben zu, dass es ihr Unternehmen nicht schnell genug schafft, aus rückläufigen Geschäften auszusteigen oder erfolglose Initiativen zu beenden. 

Manager streben nach mehr Struktur in den Prozessen, um die Koordination zu fördern und sich an ändernde Gegebenheiten besser anpassen zu können. Anstatt den Fokus auf eine einmalige Ressourcenallokation zu setzen, sollten sich Manager auf eine flexible Neuzuweisung von Budget und Ressourcen konzentrieren. 

Der CEO treibt die Umsetzung voran  

Eine effektive Strategieumsetzung in komplexen Organisationen besteht aus unzähligen Entscheidungen und Maßnahmen auf allen Ebenen. Führungskräfte, die sich gut auskennen und schnell reagieren, sind in der Lage schwierige Entscheidungen zu treffen. Doch wenn man sich allein auf die Führungsebene verlässt, erhöht dies zwar kurzfristig die Leistung, auf lange Sicht kann ein Unternehmen seine Strategien jedoch nicht effektiv umsetzen. 

Letztendlich ist eine schlechte Strategieumsetzung sehr kostspielig. Wenn sich die Umsetzung verzögert, reagieren Manager darauf, indem sie sich noch mehr an die Ausrichtung halten – beispielswiese durch die Verfolgung von Leistungskennzahlen oder häufigere Meetings. Unternehmen sind in einer Abwärtsspirale gefangen, in der das Festhalten am Plan zu schlechteren Ergebnissen führt. 

Die Lösung besteht darin, die Kommunikation innerhalb der gesamten Organisation zu erhöhen und die Fortschritte von einzelnen Personen verstärkt zu verfolgen. Transparenz und Verständnis sorgen dafür, dass Strategien umgesetzt und in Ergebnisse verwandelt werden können. 

Unternehmensprofil

Die Sciforma GmbH mit Sitz in Taunusstein ist einer der führenden Anbieter von Software, Dienstleistungen und Consulting im Bereich Projekt- und Portfoliomanagement (PPM). Seit mehr als 30 Jahren stellt Sciforma seinen Kunden Softwareprodukte und Services aus einer Hand zur Verfügung – von der Beratung und der strategischen sowie konzeptionellen Planung über die Projektleitung und Implementierung der PPM-Software bis hin zu Schulung und Support. Sciforma 7.0 lässt sich einfach implementieren und individuell an Kundenanforderungen anpassen. 

Gefällt Ihnen, was Sie lesen? Teilen Sie diesen Beitrag oder hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Die Management Circle AG mit Sitz in Eschborn im Taunus ist spezialisiert auf die berufliche Weiterbildung in Form von Seminaren, Konferenzen und Kongressen für Fach- und Führungskräfte.

© Management Circle 2020