Co-Living – warum Sie sich jetzt mit diesem Immobilien-Trend beschäftigen sollten!

22. August 2019
Immobilien & Bau
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Das Auto wird gemietet statt gekauft. Im Urlaub werden Unterkünfte über Airbnb gebucht, statt in Hotels zu schlafen. Und anstelle im Büro wird in Coworking-Spaces gearbeitet. Sharing is Caring, ist das neue Motto der jungen Generation. Es geht weniger um das Besitzen, als um Erlebnisse. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis dieser Trend sich auch auf das Wohnen ausbreitet: Co-Living heißt das Konzept. Andere Begriffe sind Cohousing und Shared-Community.

WG-Zimmer in modern? Oder was ist Co-Living?

Gemeinsam Wohnen, das klingt nach der WG aus Studentenzeiten. Co-Living möchte aber mehr sein. Statt WG-Zimmer mit abgewohnten Möbeln werden wohnlich eingerichtete Zimmer angeboten. Statt Streit um den Putzplan ist der Reinigungsdienst bereits in der Miete enthalten.

Gemietet werden Schlafzimmer, oftmals mit eigenem Badezimmer. Andere Räume werden hingegen gemeinsam genutzt, wie Küche, Aufenthaltsräume, Dachterrassen. Die Mieten sind „All-Inclusive“, die Kosten für Gas, Wasser, Internetanschluss, teilweise sogar Netflix- oder Spotify-Abos und Reinigungsdienstleistungen sind bereits enthalten. Es gilt also „einziehen und losleben“, statt sich noch um lästige Verträge kümmern zu müssen.

Viel Wert wird auf die Gemeinschaft gelegt. Zum zwanglosen Austausch laden nicht nur die gemeinsamen Küchen und Aufenthaltsräume ein, oft organisieren die Anbieter der Spaces auch Yoga-Stunden oder gemeinsame Abendessen. Bei manchen Anbietern müssen sich Interessenten bewerben, die dann passend zu den Mitbewohnern ein Zimmer zuordnen.

Das Angebot richtet sich vorrangig an digitale Nomaden, Gründer, Millenials. Menschen, die sich nicht auf eine Stadt festlegen möchten, die keine festen oder unterschiedliche Arbeitsplätze haben und trotzdem schnell in Kontakt mit Gleichgesinnten kommen möchten.

Ist Co-Living ein echter Trend?

Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre ansieht, könnte Co-Living ein echter Trend werden. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte und suchen dort nach passendem Wohnraum. Gleichzeitig sind wir mobiler geworden, zwei Jahre in Berlin, ein halbes in Hamburg und dann geht es nach Singapur: Das ist heute keine Seltenheit mehr. Auch die Lebensmodelle sind vielfältiger geworden. Vor allem in den Großstädten gibt es immer mehr Single-Haushalte. Und nicht zuletzt rücken Erlebnisse statt Besitz in den Mittelpunkt. Den Traum vom Eigenheim mit SUV in der Garage und vierköpfiger Familie träumen immer weniger Menschen.

Co-Living wird für mobile Menschen eine echte Alternative werden. Diese Zielgruppe verfügt zudem über die nötigen finanziellen Mittel, sich den Luxus von Reinigungsdiensten und weiterem Komfort leisten zu können.

WLAN, Yoga-Kurs und Möblierung reicht aber schon lange nicht mehr. Vielmehr kommt es auf den richtigen Service-Mix für die jeweilige Zielgruppe an. Nicht jeder freut sich über allabendliche Networking-Events und nicht jeder sieht eine Playstation 4 im Gemeinschaftsraum als Must-have an. Co-Living-Anbieter werden ihre Zielgruppen künftig noch stärker analysieren und clustern müssen, um sie abzuholen.

Co-Living-Anbieter in Deutschland

Rent24

Start-up aus Berlin. Bislang gibt es nur einen Co-Living-Space in Berlin, weitere sind in Planung. Geworben wird mit zentraler Lage und dass der ebenfalls von Rent24 angebotene Coworking-Space vergünstigt genutzt werden kann. Zahlreiche Networking-Events runden das Angebot ab. Der  Service ist nicht billig: Ein Monat kostet gut 2.000€.

Medici Living

Ebenfalls aus der deutschen Hauptstadt ist das Co-Living-Startup Medici Living. Doch das Unternehmen tritt anders auf, ist bislang eher ein Vermittler von möblierten WG-Zimmern. Trotzdem hat es hohe Ziele: Robert Gmeiner, einer der Gründer von Medici Living, sagt selbstbewusst, dass sie das WeWork für Coliving werden möchten.

Projects

Ein weiteres Co-Living-Startup aus Berlin. Es wirbt mit der Einfachheit, mit der hier Zimmer angemietet werden können, und der schön designten Ausstattung (doch beim Blick auf die Fotos trifft „spartanisch“ es besser). Interessenten können hier nicht einfach ein Zimmer auswählen und mieten, sondern füllen ein Bewerbungsformular aus, in dem nicht nur aktuelle Arbeitsprojekte abgefragt werden, sondern auch der Link zum Instagram-Profil. Anhand dieser Bewerbung werden die Mieter der Wohnungen zusammengestellt.

Homefully

Dieses Unternehmen ist ausnahmsweise nicht aus Berlin, sondern in Frankfurt/Main ansässig. Wie auch die anderen Anbieter verspricht es Einfachheit, möblierte Zimmer und schnelles W-Lan. Ein Zimmer kann ab 750€ pro Monat angemietet werden. Bislang erstreckt sich das Angebot auf viele deutsche Metropolen, jetzt möchte Homefully nach Österreich, die Schweiz und nach Südost-Asien expandieren. Das Unternehmen ist hoch motiviert: Eine globale Co-Living-Marke wolle man aufbauen, so einer der Gründer.

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