Nachhaltigkeit im Büro: Ihr Weg zum grünen Office

15. October 2019
Sekretariat & Assistenz, Soft Skills, Umwelt
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Nicht erst seit Fridays for Future sind die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz in aller Munde. Auch Unternehmen beschäftigen sich zunehmend mit der Thematik, egal ob freiwillig oder gezwungenermaßen durch Auflagen wie zum Beispiel die CSR-Berichtspflicht. Dabei können nicht nur die zu vertreibenden Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig produziert beziehungsweise ausgeführt, sondern auch der dahinterstehende Workflow umweltfreundlich(er) gestaltet werden. 

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie und Ihr Team im Büro einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.  

Was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt?

Jedes Produkt scheint heutzutage nachhaltig zu sein, jedes Unternehmen handelt nachhaltig – doch was genau bedeutet das eigentlich? 

Nachhaltigkeit hat zahlreiche Definitionen. Eine der populärsten Definitionen ist die des Brundlandt-Berichts von 1987: 

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Einfach gesagt bedeutet Nachhaltigkeit also, dass wir heute so handeln und mit unseren Ressourcen umgehen müssen, dass unsere nachfolgenden Generationen genauso leben können wie wir und einen intakten Planeten vorfinden.  

Im Englischen spricht man übrigens von „sustainability“, was übersetzt „Zukunftsfähigkeit“ bedeutet. Mithilfe dieser Übersetzung wird die Wichtigkeit des Nachhaltigkeits-Begriffs nochmal deutlicher: Es geht um unsere Zukunft! 

7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Büro

Vermeiden Sie Single Use Products 

Hiermit sind Produkte gemeint, die in der Regel nur ein einziges Mal benutzt werden, wie zum Beispiel Strohhalme aus Plastik. Im Büro können Sie hier beispielsweise auf den Gebrauch von Post-Its verzichten, auf denen häufig nur ein einziges Wort steht. Nach Erledigung der Aufgabe landen diese sofort im Papierkorb. Notieren Sie sich lieber Ihre To-dos digital – so gehen Sie bei einem Windstoß auch nicht verloren!  

Reduzieren Sie den Stromverbrauch  

Jeder weiß, dass unnötiger Stromverbrauch nicht nur teuer, sondern auch ein Klimakiller ist. Jedoch vergessen viele Menschen trotzdem oft, den PC nach Feierabend ordentlich herunterzufahren, das Licht auszumachen oder die Heizung beim Lüften runterzudrehen. Achten Sie darauf, dass diese Maßnahmen zum Stromsparen eingehalten werden und weisen Sie Ihre Kollegen auch aktiv darauf hin – die Umwelt und die Stromrechnung werden es Ihnen danken.  

Meiden Sie den Drucker  

Wir alle kennen es: Noch schnell das Protokoll für das nächste Meeting ausgedruckt, doch wirklich gelesen oder Notizen darauf gemacht, hat niemand. Überdenken Sie die Nutzung Ihres Druckers – muss die zehnte ausgedruckte E-Mail zu einem Vorgang wirklich sein? Gewöhnen Sie sich daran, Dokumente digital abzulegen und drucken Sie wirklich nur, wenn es gar nicht anders möglich ist. So sparen Sie Kosten, Papier und vermeiden somit auch die Rodung der Wälder.  

Greifen Sie auf recycelte und umweltfreundliche Materialien zurück 

Dies kann vom Druckerpapier, über Druckerpatronen bis hin zum Toilettenpapier nahezu alle Gegenstände am Arbeitsplatz umfassen. Mittlerweile sind sogar die als Umweltsünder bekannten Kaffeekapseln aus nachhaltigen Materialen erhältlich. Sparen Sie sich beim Händewaschen unnötige Plastikverpackungen und greifen Sie auf feste Seifenstücke zurück. Wenn Sie keinen direkten Einfluss auf den Einkauf dieser Produkte haben, sprechen Sie mit Ihrer Personalabteilung oder dem Facility Management. Vielleicht können Sie hierzu auch das betriebliche Vorschlagswesen in Ihrem Unternehmen nutzen? Jeder noch so kleine Schritt hilft Ihnen zu mehr Nachhaltigkeit im Büro.  

Vermeiden Sie unnötige Geschäftsreisen  

Vermutlich sind gerade Ihre Vorgesetzten oft unterwegs: Ein Meeting am Morgen in Hamburg, abends ein Geschäftsessen in München und in der Nacht geht es gleich weiter nach Berlin für eine Messe. Um Zeit zu sparen, nutzen viele Geschäftsreisende hierfür das Flugzeug. Doch warum denkt man hierbei nicht an die Umwelt? Fragen Sie sich, ob das Meeting wirklich eine Anwesenheit vor Ort voraussetzt oder ob man nicht auch ein virtuelles Meeting einberufen kann. So sparen Sie nicht nur Zeit, Nerven und Kosten, sondern auch eine Menge CO2!  

Bilden Sie Fahrgemeinschaften 

Auch vor und nach der Arbeit können Sie Ihre CO2-Bilanz verringern, indem Sie zum Beispiel Fahrgemeinschaften mit Kollegen bilden, die in Ihrer Nähe wohnen. Noch besser ist es natürlich, wenn Sie den Weg zur Arbeit zu Fuß oder mit dem Rad bestreiten.  

Etablieren Sie das Homeoffice 

Um den Arbeitsweg gleich ganz zu vermeiden, sollten Sie – wenn möglich – häufiger auf Homeoffice setzen. 

So überzeugen Sie Ihre Kollegen vom nachhaltigen Handeln

Vielleicht haben Sie in Ihrem Team Kollegen, die den Klimawandel immer noch für „Fake News“ halten. Öffnen Sie ihnen die Augen, indem Sie sie die zwei folgenden Tests machen lassen, die wahrscheinlich ein erschreckendes Ergebnis liefern werden – so fördern Sie garantiert die Nachhaltigkeit im Büro!

 

Ökologischer Fußabdruck 

Der ökologische Fußabdruck zeigt auf, wie viel CO2 wir mit unserem Lebensstil ausstoßen. Hier werden Indikatoren, wie zum Beispiel unsere Ernährung, unsere Wohnsituation, unsere Mobilität und unser Konsum unter die Lupe genommen.  

Machen Sie hier den Test – wie groß ist Ihr ökologischer Fußabdruck? 

 

Slavery Footprint  

Neben dem ökologischen Fußabdruck lässt sich auch ein zweiter (meist noch erschreckenderer) Wert ermitteln, der uns vor allem unseren täglichen Konsum überdenken lässt: Der Slavery Footprint. Dieser zeigt, wie viele Sklaven und Kinder weltweit für unseren eigenen Konsum arbeiten. Hierbei werden nicht nur Kategorien wie Kleidung oder Wohnraum berücksichtigt, sondern auch Ihr Lebensmittelkonsum, Schmuck und Hygieneartikel.   

Machen Sie hier den Test – wie viele Sklaven arbeiten für Sie?

 

Schaffen Sie Anreize zum nachhaltigen Handeln 

Ja, Gewohnheiten lassen sich nur schwer abstellen. Es ist dann doch bequemer mit dem Auto zur Arbeit zu fahren als das Fahrrad zu nutzen. Um diese Bequemlichkeiten aufzugeben, können Sie Anreize schaffen. 

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Schritte-Challenge, bei dem jeder Kollege einen Schrittzähler erhält und nach einem Monat ermittelt wird, wer die meisten Schritte gelaufen ist? Als Gewinn winkt zum Beispiel ein Gutschein für einen sportlichen Wochenendtrip in Ihrer Region, um nicht nur die Nachhaltigkeit im Büro, sondern auch im Privatleben zu fördern.  

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