Blackout bei einer Präsentation? Was Sie jetzt tun können!

14. May 2018
Soft Skills
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Selbst den besten und geübtesten Rednern kann es passieren: Mitten in einer Präsentation herrscht gähnende Leere im Kopf. Sie haben den Faden verloren. Der Blackout ist da! Was jetzt?

An sich ist ein Blackout erst einmal nichts Schlimmes – wenn Sie wissen, wie Sie damit umgehen können. Wir haben deshalb ein Notfall-Set mit fünf praktischen Tipps zusammengestellt, mit denen Sie trotz Blackout überzeugend präsentieren.

Völliger Blackout – wie kann das passieren?

Die Gründe für ein Blackout sind vielfältig – sind aber meist in einem Stressmoment zu finden: Angst, Lampenfieber, Müdigkeit, Ablenkung, Zwischenrufe, unvorhergesehene Fragen oder technische Probleme. All das verursacht bei uns unterbewusst Stress, wir fühlen uns nicht wohl und machen uns unnötige Gedanken. Ein wenig Lampenfieber oder Nervosität gehört zu einer Präsentation oder einem Vortrag zwar durchaus dazu. Das ist im Gegenteil sogar nichts Schlechtes, denn diese Emotionen schärfen unsere Sinne und steigern damit die Konzentration. Was aber, wenn diese Gefühle Überhand nehmen und plötzlich gähnende Leere im Kopf herrscht?

Die wichtigste Regel, wenn Sie den Faden verloren haben, lautet: Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und verfallen Sie unter gar keinen Umständen in Panik. Atmen Sie stattdessen tief durch und nutzen Sie einen der folgenden fünf Tipps, um souverän fortfahren zu können.

5 Tipps, mit denen Sie trotz Blackout überzeugend präsentieren

Ab und zu mal Pausen machen

Plötzliches Blackout? Kein Problem, machen Sie einfach eine kurze Pause in Ihrem Vortrag. Denn eine Verschnaufpause von bis zu drei Sekunden kann sich als effektvoller Akzent in Ihrer Präsentation herausstellen. Die Pause erzeugt Spannung, regt Ihr Publikum zum Nachdenken an und füllt Ihre Präsentation eher mit Leben, als dass sie diese schwächt oder jemand gar Ihr Blackout bemerkt. Und in der Zwischenzeit haben Sie bestimmt schon wieder auf die richtige Spur gefunden.

Gehen Sie also bei einem Blackout erst einmal in sich. Drei Sekunden sind eine lange Zeit, in der Sie es durchaus schaffen können, wieder zu Ihrem Konzept zurückzufinden.

Bereits Gesagtes wiederholen

Was ist aber, wenn die Lücke in Ihrem Gedächtnis größer ist und mehr als drei Sekunden nötig wären, um sie wieder zu schließen? Dann hilft Ihnen Ihr Kurzzeitgedächtnis, denn das bleibt von Emotionen wie Angst oder Nervosität verschont. Unsere alltäglichen, spontanen Handlungen, wie zum Beispiel in einem Gespräch Sätze zu bilden oder eine Rede zu halten, werden zwar vom Ultra-Kurzzeitgedächtnis durchgeführt, das die Informationen nach drei Sekunden löscht. Jedoch kann sich das Kurzzeitgedächtnis im Gegensatz dazu sehr wohl an das erinnern, was vor mehr als drei Sekunden stattgefunden hat. Und das kann Ihnen jetzt helfen!

Wiederholen Sie also einfach noch einmal die Aspekte, die Sie zuletzt vorgetragen haben, indem Sie zum Beispiel so etwas sagen wie: „Ich fasse die drei Punkte also noch einmal zusammen.“ Das hat zwei Vorteile: Zum einen bekommt Ihr Publikum überhaupt nicht mit, dass Sie eigentlich gerade ein Blackout haben, zum anderen wiederholen Sie auch für sich noch einmal das Gesagte und finden damit leichter zu Ihrem roten Faden zurück.

Mit Interaktion ablenken

Wenn Sie spontan ein Blackout haben, ist es auch eine gute Möglichkeit, den Ball einfach mal abzugeben. Stellen Sie zum Beispiel eine offene Frage an Ihr Publikum, welche dieses dann gemeinsam diskutieren soll. So haben Sie nicht nur Zeit sich zu sammeln, vielleicht hilft Ihnen die Diskussion auch, sich an Ihren roten Faden zu erinnern. Wenn nicht, gibt die Diskussion Ihnen vielleicht neue Ansatzpunkte, an die Sie im Anschluss anknüpfen können.

Humorvoll überbrücken

Bevor Ihr Blackout zur Peinlichkeit wird, kann auch eine humorvolle Bemerkung die Lösung bringen. Sagen Sie zum Beispiel scherzhaft „Sagen Sie mal, wo war ich gerade?“ Ein kleiner Lacher lockert die Stimmung bei Ihnen und Ihrem Publikum auf und niemand wird es Ihnen übelnehmen – denn diese Reaktion macht Sie sympathisch. Sie zeigt, dass Sie auch nur ein Mensch sind, der aber seine Patzer zugeben kann. Damit werden Sie Ihr Publikum garantiert auf Ihre Seite ziehen und Sie haben Zeit zum Durchatmen und um sich neu zu sammeln.

Auf den Ernstfall vorbereiten

Um eine der genannten Methoden auch direkt anwenden zu können, wenn sich ein Blackout bemerkbar macht, ist ein Notfall-Plan immer eine gute Variante. Sie können sich vorab die Maßnahmen ausarbeiten, die Sie bei einem Blackout anwenden möchten. So können Sie diese verinnerlichen und im besten Fall auch ein paar Mal üben, um sie im Ernstfall direkt abrufen zu können.

Dazu können Sie sich zum Beispiel auch kurze, witzige Überleitungen überlegen, mit denen Sie vorgeben, unbedingt noch einmal in Ihr Manuskript schauen zu müssen – beispielsweise „Ist hier gerade eine Spinne von der Decke gefallen?“ Schon haben Sie zwei Sekunden, um das zu überprüfen und können in der Zeit Ihren Ansatzpunkt wiederfinden.

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