Eschborn,
24. März 2009
„Sind schlechte Zeiten gute Zeiten für Controller?“
Dieser und weiteren Fragen zu den Auswirkungen der Finanzkrise im Controlling stellten sich die 70 Teilnehmer auf der ControllingWorld 2009
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Prof. Dr. Utz Schäffer, WHU - Otto Beisheim School of Management |
Unter dem Motto: „Transparenz schaffen - Wirtschaftlichkeit erhöhen“ wagten die Controller im Bad Homburger Maritim Kurhaushotel den Blick über den Tellerrand und über die eigenen Controlling-Instrumente hinaus. Ausgehend von einer aktuellen Studie der WHU – Otto Beisheim School of Management zu den Auswirkungen der Finanzkrise im Controlling, beschäftigten sich die Experten mit der Frage, ob in den Unternehmen und Unternehmensphilosophien neue Zeiten angebrochen sind. Professor Dr. Utz Schäffer, Direktor des Instituts für Management & Controlling der WHU, brachte die Ergebnisse der Studie am ersten Kongresstages auf den Punkt: „Die Wirtschaftskrise ist im Controlling angekommen und hat spürbare Auswirkungen auf die tägliche Arbeit“.
Neben der Diskussion über die hieraus resultierenden neuen Aufgaben insbesondere in den Bereichen Planung und Prognose, bestimmten auch Fragen zu den ethischen Aspekten im Krisenhandeln des Managements den Vormittag: Schließen sich Ethik und Rendite aus? Und wie kann der Controller, der immer mehr auch zum Berater des Managements wird, an der Beantwortung dieser Frage mitarbeiten?
Dass die Krise auch als Chance zur Optimierung verstanden werden kann, belegten im Anschluss diverse Beispiele aus der Unternehmenspraxis. Carsten Knobel, Senior Corporate Vice President für Strategisches Controlling und Corporate Planning der Henkel AG, erläuterte, wie die Controlling-Organisation im Konzern optimal aufgestellt sein muss, um besonders entscheidungsorientiert handeln zu können.
Aber auch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz stand vor dem Hintergrund seiner kurz bevorstehenden Verabschiedung im Fokus der Veranstaltung. Die nachhaltigen Konsequenzen des BilMoG im Controlling wurden anhand anschaulicher Beispiele von Daniela Scharr, bei der Carl Zeiss AG verantwortlich für Finance and Controlling, aufgezeigt.
Rege Nachfrage erfuhr an diesem Tag auch das Thema Transparenz durch Planung & Budgetierung. Einen Beitrag hierzu lieferte Dr. Marc Spieker, Vice President Corporate Planning & Controlling der E.On AG. Er gab Einblick in die Reorganisation der Planung und des Reportings des Energieunternehmens. „Die Vereinfachung des Planungssystems trägt zur Steigerung der Planungseffizienz bei, muss jedoch von einer veränderten Planungskultur begleitet werden“, lautete sein Appell an die Teilnehmer.
Den zweiten Kongresstag bestimmte unter anderem das Thema Transparenz bei Risiko und Unsicherheit. Diesem Schwerpunkt widmeten sich Helmut Schnieders, Leiter Controllingmethoden & Investitionsmanagement der EnBW Energie-Baden-Württemberg AG, sowie Martin Roth und Karin Degler, verantwortlich für Finanzplanung & Informationsmanagement bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. „Ziel des Porsche Lieferanten-Rating-Systems ist es, bereits frühzeitig mit dem Lieferanten kritische Entwicklungen zu erkennen und zu beseitigen“, so die Ausführungen der Experten zum Finanzwirtschaftlichen Risikomanagement in der Supply Chain bei Porsche. „Je nach Risikoeinstufung des Lieferanten werden Maßnahmen mit dem Lieferanten vereinbart.“
Mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse des Kongresses und der Verabschiedung der Teilnehmer durch den Kongressvorsitzenden Prof. Dr. Utz Schäffer schloss die ControllingWorld 2009 am 17. März.
Impressionen:
Fotos: Management Circle AG
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| Tobias Fausch, BSH Bosch u. Siemens Hausgeräte GmbH |
Uwe Christian Kasties, Daimler AG |
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| Dr. Klaus Schubert, Bundesagentur für Arbeit |
Dr. Dirk Neuhaus, Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG |
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| Die Teilnehmer im Plenum ... |
...des Maritim Kurhaushotel Bad Homburg |
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| Eine Fachausstellung begleitete den Kongress |
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