2. Focus Jahreskongress IT-Management der Zukunft

 
 

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das 3. FOCUS Mobilitäts-Symposium

im April 2011


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Delphi-Studie 2010 - Automobil spezial



Kongressresolution

Resolution zum
2. FOCUS Mobilitäts-Symposium 2010

Kongressresolution



Rückblick zum
2. FOCUS Mobilitäts-Symposium 2010

Focus Mobilitäts-Symposium

„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute. Seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.“ George Bernhard Shaw

… in anderen Worten

„Verkehr braucht Paradigmenwechsel“
Dr. Peter Ramsauer


Nach erfolgreichem Auftakt suchte das FOCUS Mobilitäts-Symposium die Hauptstadt am 27.-28. April 2010 nun bereits zum zweiten Male heim und spiegelte die Branche mitsamt ihren Chancen und Problemen.

Bundesminister Dr. Peter Ramsauer, der zum Kongresstag genau 1/2 Jahr im Amt war, lobte die Zukunftsgewandtheit der Teilnehmer und stellte sich offen den Publikumsfragen. Dr. Wilhelm Pällmann, Vorsitzender des Pällmann Kommission, überzeugte im Bühnengespräch mit Matthias von Randow (Air Berlin) und nahm Fehlschritte, Status und Umsetzbarkeit intelligenter Verkehrsinfrastruktur-finanzierung kritisch unter die Lupe.

Unter dem Motto „Aufbruchstimmung Mobitopia – die Zukunft gibt Gas“ begeisterte eine hochkarätige Expertenrunde, darunter Dr. Ralf Körfgen (DB), Knut Ringat (RMV) und Wolfgang Müller-Pietralla (VW), auf 6 Themenbühnen mit Offenheit, Flexibilität und Vorausschau:

1. Nachhaltige Mobilität – Politik trifft Utopie
EU Kommission und Forschung diskutierten kontrovers und doch ergänzend über den Rahmen für ein ölfreies Verkehrssystem 2050.

Ergebnis: Ohne Regulierung hat sich die Wirtschaft nicht gewandelt. 10% Wirtschaftswachstum bedeuten noch immer rund 20% Verkehrswachstum – von Entkoppelung oder gar Verkehrsreduzierung keine Spur. Lichtblick: Die individuelle Veränderungsbereitschaft in Richtung alternativer Mobilität steigt spürbar. Individuen sind letztlich auch die Kunden, ergo wird die Wirtschaft folgen.

2. Fährt die Zukunft elektrisch? Wie mutig sind wir?
Raimund Stüer (TX Logistik), Rolf Schumann (Better Place), Carolin Reichert (RWE Effizienz) und Nicola Brüning (BMW) betraten die moderne E-Mobility Bühne.

Ergebnis: Das E-Auto wurde in Deutschland verschlafen bzw. verhindert und erst jetzt, dank der CO2-Debatte, werden eilig notwendige Entwicklungen eingeleitet. Dabei wird klar: Der Systemansatz ist weit wichtiger als das Fahrzeug selbst. Im Güterverkehr gibt es zwar insb. von privaten Eisenbahnunternehmen erfolgreiche Verlagerungsprojekte Straße?Schiene, doch hat in der Krise die Straße deutlich Marktanteile von der Schiene hinzugewonnen.

3. Infrastrukturfinanzierungskonzepte – Lösung oder Endlosdiskussion?
Hanns-Karsten Kirchmann (Toll Collect), Jens Meier (HPA), Wolfgang Meyer (Mofair) und Dr. Kay Lindemann (VDA) boten Gestaltungslösungen zu PPP, Privatisierung und Subjektfinanzierung.

Ergebnis: Einst wurde die Nutzerfinanzierung in der Pällmann Kommission unter Applaus aller Fachleute im Detail vorgeschlagen; danach aber nichts wirklich geändert. Einigen wenigen privaten Finanzierungsprojekten steht noch immer die Angst vor tiefgreifenden Strukturveränderungen, wie z.B. die Pkw-Maut, gegenüber. Diese sind aber notwendig, um Verkehrsinfrastruktur effizienter zu nutzen und den Flächenverbrauch insbesondere durch Straßenbau einzudämmen.

4. Ökotropolis – Das (T)Raumlabor der Zukunft
„Das Querdenken nie einstellen und dabei nicht aneinander vorbei innovieren“, so fassten Prof. Dr. Stefan Walter (HOLM), Prof. Dr. Jens-Uwe Fischer (DB), Prof. Dr. Andreas Knie (innoZ) und Robert Stüssi (AVERE) die Frage erfolgreicher Mobilitätssysteme zusammen.

Ergebnis: Mobilität ist der entscheidende Standortfaktor der Zukunft und die dafür notwendigen Konzepte sind vorhanden, aber Niemand bzw. nur Wenige setzen sie um!

5. Intelligente Schnittstellen der Verkehrsträger
Dr. Matthias Kollatz-Ahnen (EIB), Erich Staake (Duisburger Hafen AG), Martin Husmann (VRR) und Dirk Flege (Allianz pro Schiene) betrachtetet System- vs. Sektoraldenken der Verkehrsträger im TEN.

Ergebnis: IT sprengt die physikalischen und psychologischen Grenzen des Verkehrsträgerwechsels – wir müssen diese neuen Möglichkeiten nur erkennen und zielgerichtet nutzen. Der Denkanstoß einer übergeordneten Institution für kollektives Infrastrukturmanagement wäre ein erster Schritt.

6. Mutmacher– Verschmelzung von Innovation und Pragmatismus
Als innovative Querdenker gaben Bruno Planzer (Planzer Transport), Stephan Wrage (SkySails), Prof. John Dow (ESA), Dr. Irene Feige (ifmo) und Dr. Heiko von der Gracht (EBS) Einblicke in bereits erfolgreiche Schritte auf der Teststrecke Zukunft.

Ergebnis: Viele Visionen wurden bereits zur Realität, aber kaum einer hat es bemerkt. Erfolgreiche und nachhaltige Lösungen müssen bekannt gemacht und politisch unterstützt gezielt ausgerollt werden


Wegweiser? Appell? Oder einfach nur zum Nachdenken...

„Gibt es eine Endlichkeit des Infrastrukturausbaus? Ich denke oft darüber nach und bin versucht zu sagen, dass diese irgendwann erreicht ist. Auch in 20 Jahren werden wir weiterhin bekannte Verkehrsmittel nutzen – doch auf wesentlich effizientere Weise. Wie geht es dann weiter? Wird Mobilität in Zukunft noch möglich sein?
Und was können wir zur Mobilitätszukunft beitragen?“
Dr. Peter Ramsauer


Fachmedienpartner 2010

dvz

Nahverkehrspraxis


Impressionen


Ralph Körfgen
Dr. Ralph Körfgen,
Deutsche Bahn AG

Dr. Matthias Kollatz-Ahnen
Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, EIB

Dr. Eilhelm Pällmann und Matthias Randow
Dr. Wilhelm Pällmann und Matthias von Randow im Gespräch mit Volker Sparmann

Hanns-Karsten Kirchmann
Hanns-Karsten Kirchmann,
Toll Collect GmbH



Pressemeldungen zum
FOCUS-Symposium

Artikel dvz.de

Aus: dvz.de,
Ausgabe: 28. April 2010

Artikel Nahverkehrspraxis

Aus: Nahverkehrspraxis,
Ausgab: 5/2010


 
 


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